Melanie Bonajo, "Night Soil – Economy of Love",
Melanie Bonajo Night Soil
Melanie Bonajo, "Night Soil – Economy of Love", 2015, HD video (still), 36 min, Collection Bonnefantenmuseum Maastricht, Courtesy the artist & AKINCI, Amsterdam
Melanie Bonajo, „Night Soil #1/Fake Paradise“, 2014, Ausstellungsansicht FOAM Amsterdam, 2016, Foto: Christian van der Kooy, © FOAM Amsterdam/ Christian van der Kooy, Courtesy Collection Bonnefantemuseum Maastricht

Melanie Bonajo: Single Mother Songs from the End of Nature

Der Frankfurter Kunstverein präsentiert die erste große institutionelle Einzelausstellung der niederländischen Künstlerin Melanie Bonajo in Deutschland.

Die künstlerische Praxis von Melanie Bonajo (*1978) ist geprägt von einem kritischen Blick auf den Zustand der Welt. Ihre Werke entstehen vor dem Hintergrund einer explizit kapitalismuskritischen Haltung und einem ambivalenten Verhältnis gegenüber der modernen Fortschrittseuphorie. Die Künstlerin sucht in ihren Arbeiten nach alternativen Weltbildern und Formen des friedlichen Widerstandes in der von Krisen erschütterten Welt.
Politisch und aktivistisch widmet sich Bonajo dringlichen und andauernden gesellschaftlichen Themen unserer Zeit, wie dem Dualismus zwischen Mensch und Natur, den rasant schwindenden Ressourcen und den Auswirkungen des Klimawandels. Mittels genauer Beobachtung, dem Sammeln und Kategorisieren geht sie in ihren Videos, Performances, Fotografien und Installationen den existenziellen Fragen des Menschseins auf den Grund. Am Ende ihrer Reflexion stehen stark ästhetische Werke, die es dem Betrachter ermöglichen, sich den Themen unserer Zeit in sinnlich erfahrbaren Szenarien zu nähern.

Die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein präsentiert drei verschiedene Werkkomplexe der Künstlerin. Im Mittelpunkt steht dabei die experimentelle, semifiktionale Dokumentarfilm-Trilogie Night Soil (2014-16). Für die Präsentation der Arbeiten erweitert Bonajo den filmischen in den Realraum und schafft farbintensive, raumgreifende Installationen. Sie konstruiert psychedelische Parallelwelten, die den Besucher einladen, in kontemplative Erfahrungsräume einzutauchen.

Die Ausstellung wird kuratiert von Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins.

Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44
60311 Frankfurt am Main

Anfahrt

Öffnungszeiten:
Di – So: 11 – 19 Uhr
Do: 11 – 21 Uhr
Montag geschlossen

Eintrittspreise:
8€ regulär, 6€ ermäßigt

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