Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen The Octopus
Trevor Paglen, „They Watch the Moon“, 2010; © the artist, Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln
Trevor Paglen, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2015, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein
Trevor Paglen and Jacob Appelbaum, „Autonomy Cube“, 2014, Foto: N. Miguletz, Foto: N. Miguletz, Courtesy the artists und/and Altman Siegel, San Francisco; Metro Pictures, New York; Galerie Thomas Zander, Köln
Trevor Paglen, „The Fence (Lake Kickapoo, Texas)“, 2010; © the artist, Courtesy Privatsammlung
Trevor Paglen, „National Security Agency, Ft. Meade, Maryland“, 2013, , Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln
Trevor Paglen, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2015, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein
Trevor Paglen, „Drone Vision“, 2010, Ausstellungsansicht „The Octopus“, 2015, Foto: N. Miguletz, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein
Trevor Paglen, „Untitled (Reaper Drone)“, 2013; © the artist, Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln
Trevor Paglen, „Large Hangars and Fuel Storage; Tonopah Test Range, NV Distance ~ 18 miles; 10:44 a.m.“, 2005, , © the artist, Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln
Trevor Paglen, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2015, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein
Trevor Paglen, „KEYHOLE IMPROVED CRYSTAL from Glacier Point (Optical Reconnaissance Satellite; USA 186)“, 2008; © the artist, Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln
Trevor Paglen, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2015, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein
Trevor Paglen, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2015, 2015; Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein

„The Art of Surveillance“ Podiumsdiskussion unter Federführung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Rahmen der Ausstellung „Trevor Paglen: The Octopus" am 20. Juni 2015 um 20 Uhr im Frankfurter Kunstverein
Mit Trevor Paglen (Künstler), Prof. Dr. Klaus Günther (Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht, Co-Sprecher des Exzellenzclusters), Franziska Nori (Direktorin Frankfurter Kunstverein) und Dr. Valentin Rauer (Soziologe und Postdoktorand am Cluster), Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin Exzellenzcluster)

Die Ausstellung ist ein Partnerprojekt von:


RAY Fotografieprojekte 2015

In Kooperation mit:


Medienpartner:


Trevor Paglen: The Octopus

Für diese Ausstellung erhielt Trevor Paglen den Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2016.

Eröffnung: 19. Juni 2015, 19 Uhr (im Rahmen der Eröffnung der Triennale RAY 2015), mit Bekanntgabe der Preisträger des Eagle-Eye Photo Contests durch Trevor Paglen um 20.30 Uhr

"Trevor Paglen macht sichtbar, was nach Willen der NSA unsichtbar bleiben soll. Der Frankfurter Kunstverein zeigt sein jüngstes Werk. (...) Die Paglen-Retrospektive (...) liefert ein sehr gutes Argument dafür, warum eine Stadt neben den großen Museumstankern einen Kunstverein braucht." Julia Voss, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.06.2015

Der Frankfurter Kunstverein zeigte eine umfassende Werkschau des US-amerikanischen Künstlers Trevor Paglen (geb. 1974 in Maryland, USA), die sich unter dem Titel „The Octopus“ mit Themen wie Überwachung und politische Einflussnahme beschäftigt. Zu sehen waren farbgewaltige Landschaftsbilder im Zeitalter von Big Data, Bilderserien von militärischen Orten und geheimen Überwachungstechniken sowie Videoarbeiten zusammen mit weitreichenden Materialien und Dokumenten aus Paglens Recherche- und Forschungspraxis. Die Skulptur „Autonomy Cube“, ein offener WiFi Hot Spot, verdeutlichte gemeinsam mit seinem neuen partizipativen Werk, dem im Vorfeld der Ausstellung ausgelobten Fotowettbewerb „Eagle-Eye Photo Contest: Landschaften der Überwachung“, den neuen künstlerischen Ansatz Paglens: Er möchte mit seiner Arbeit Aktionen anstoßen, die einen Einfluss auf die Gesellschaft nehmen und aus den institutionellen Räumen der Kunst in die reale Welt hinausreichen. Die eingereichten Fotografien des Wettbewerbs wurden in der Ausstellung präsentiert.

Der 2015 als Rechercheur und Kameramann im Team um den Dokumentarfilm „Citizenfour“ der Regisseurin Laura Poitras  über die Snowden-Affäre mit einem Oscar ausgezeichnete Paglen, fotografiert geheime Standorte der NSA und CIA, verborgene Militärbasen und Transportwege zu Geheimgefängnissen oder versteckte Abhörstationen und Flugbahnen geheimer Überwachungssatelliten und Drohnen. Für sein Werk wurde Trevor Paglen am 21. Juni 2015 im Frankfurter Kunstverein mit dem Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgezeichnet.

Trevor Paglen: The Octopus bildete gemeinsam mit der Ausstellung Thomas Feuerstein: PSYCHOPROSA (20. Mai – 30 August 2015) den Programmschwerpunkt im Sommer 2015 auf zwei monografischen Künstlerpositionen. Beide Ausstellungen warfen im erweiterten Kontext von Kunst und Wissenschaft gesellschaftsrelevante Fragestellungen auf und wurden in einer breiteren Form im Rahmen eines umfangreichen Begleitprogramms aus Podiumsgespräch, Expertenvorträgen, Exkursionen und Führungen diskutiert und vertieft.

„Trevor Paglen: The Octopus“ war ein Projekt des Frankfurter Kunstvereins. Die Ausstellung fand im Rahmen der RAY 2015 Fotografieprojekte Frankfurt Rhein/Main statt und war zudem eine Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Medienpartner der Ausstellung war das Journal Frankfurt.

Kuratorin: Franziska Nori

Fotowettbewerb

Der Eagle-Eye Photo Contest: Landschaften der Überwachung war kein Wettbewerb der üblichen Sorte. Anstatt die Aufmerksamkeit auf süße Tiere oder hübsche Landschaften zu richten, waren hier Fotografen, Künstler und die Allgemeinheit dazu aufgefordert, die Landschaften der Überwachung im heutigen Deutschland zu erkunden und fotografisch festzuhalten. Von Basisstationen der amerikanischen NSA und des deutschen BND mitten unter uns, bis hin zur geheimen Spionage-Ausrüstung in US-Botschaften und Konsulaten, richtete der Eagle-Eye Photo Contest sein Augenmerk auf die uns überall umgebenden Landschaften der Überwachung. Die prämierten Fotografien wurden vom 20. Juni bis 30. August 2015 im Kontext der Ausstellung „Trevor Paglen: The Octopus“ im Frankfurter Kunstverein präsentiert und im Journal Frankfurt publiziert. Durch Edward Snowdens Berichte, Analysen und die durch ihn zugänglich gemachten Dokumente haben die Menschen in Deutschland eine Menge über das Ausmaß internationaler Spionage gegenüber deutschen Staatsbürgern und ihrer Kommunikationsstrukturen gelernt. Die NSA fängt durch ihre Spezialeinheit Tailored Access Operations die Daten des deutschen Internetverkehrs über Standorte wie den „Dagger Complex“ bei Griesheim (in der Nähe von Frankfurt am Main) ab, infiltriert deutsche Telekommunikationsfirmen wie Stellar, um deren Netzwerke auszuspionieren, verbündet sich mit dem BND, um Funksignale in Bad Aibling und Augsburg im Süden Deutschlands abzufangen, und hört mit Hilfe starker Funkdetektoren in US-Botschaften Telefongespräche von Politikern ab. In den letzten zwei Jahren haben wir viel über Überwachungstätigkeiten in Deutschland gelernt, aber wir haben nach wie vor nur wenige Bilder davon, wie diese Infrastrukturen eigentlich aussehen. Vom 22. März bis zum 31. Mai 2015 waren Fotografen, Künstler und alle anderen dazu aufgerufen, für den Eagle-Eye Photo Contest mit ihren Kameras sowohl zu dokumentieren als auch zu recherchieren und das Bekannte wie das Unbekannte, das Schöne, Seltsame, Bedrohliche und Alltägliche mit Hilfe der Fotografie aufzudecken, festzuhalten und sichtbar zu machen.

Eine Expertenjury (bestehend aus Trevor Paglen - amerikanischer Künstler, Franziska Nori - Direktorin des Frankfurter Kunstverein, Ditmar Schädel - Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Photograhie (DGPh), Nils Bremer - Chefredakteur des Journal Frankfurt, und Luminita Sabau - Frühere Leiterin der Kunstsammlung der DZ Bank und Sprecherin der RAY Fotografieprojekte) hat am 8. Juni aus allen Einreichungen fünf Gewinner ausgewählt. Die fünf Ausgezeichneten sind Florian Freier, Kerstin Matijasevic, Alessandra Schellnegger, Dieter Schwer und Julian Slagman. Die Gewinner wurden am Eröffnungsabend von Trevor Paglen mit einer Urkunde ausgezeichnet. Ihre Fotografien wurden als Bestandteil der Ausstellung „The Octopus“ gezeigt. Aufgrund des großen Zuspruchs von Seiten der internationalen Teilnehmer und der hohen Qualität der Einreichungen, hat der Frankfurter Kunstverein gemeinsam mit der Jury entschieden, alle weiteren Beiträge in Form eines Dossiers in der Ausstellung zu präsentieren. Weitere Informationen zum Eagle-Eye Photo Contest unter: www.photocontest-eagle-eye.org



Gewinner Eagle-Eye Photo Contest

20.06. — 30.08.2015 | Ausstellung

Pressestimmen zur Trevor Paglen-Ausstellung

Thomas Feuerstein: PSYCHOPROSA

29.05. — 30.08.2015 | Ausstellung

Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44
60311 Frankfurt am Main

Anfahrt

Öffnungszeiten der Ausstellung: „Paulo Nazareth - Aqui é Arte“ im Mousonturm:
Di, – Fr: 17 – 22 Uhr
Sa: 14 – 22 Uhr
So: 14 – 20 Uhr
Montag geschlossen

Eintritt frei

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