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21.01.2009 Atelierbesuch: Eric Glavin, Soren Thilo Funder
18 Uhr
Mit einer Reihe von Atelierbesuchen knüpft der Frankfurter Kunstverein an die erfolgreiche Künstlergesprächsreihe „When Kittens become Cats“ an und eröffnet so eine Möglichkeit, die Denk-, Arbeits- und Produktionsweisen von Künstlern in einer offenen Gesprächssituation kennen zu lernen. Anders als bei den Kittens Talks, zu denen die Künstler in den Kunstverein eingeladen wurden, möchte der Kunstverein die Künstler in ihren Ateliers besuchen und ihre Arbeiten vor Ort diskutieren.
Eric Glavin, 1965 in Montreal, Quebeck geboren, graduierte am Ontario College of Art in Toronto und arbeitet sowohl mit digitalen Medien als auch im Bereich der Malerei und Skulptur.
In den letzten acht Jahren fotografierte und dokumentierte Eric Glavin Fassaden von Nachkriegsgebäuden. Er verwendete die Fotografien als Basis für seine am Computer konstruierten abstrakten Versionen der Fassaden. Glavin konzentrierte sich hierbei vor allem auf die Dokumentation von Hoch- und Reihenhäusern, im Besonderen des sozialen Wohnungsbaus. Vor kurzem entstand eine Serie von Bildern von Fassaden öffentlicher Schulen im Umkreis von Toronto, die größtenteils in den 1960er und 1970er Jahren gebaut wurden.
Glavins Interesse an diesen Fassaden besteht vor allem durch deren Bezug zu den Flächenrastern und geometrischen Mustern der modernen und abstrakten Hard-Edge Malerei.
Soren Thilo Funder, geboren 1970 in Kopenhagen, studierte von 2002 bis 2008 an The Danish Academy of Fine Arts, The University of Illinois at Chicago – Art and Architecture und The European Film College.
Neben Performance, Installation und Zeichnung arbeitet Funder vor allem mit dem Medium Video. Er untersucht in seinen Arbeiten Themen wie Machtgefüge, Verständnis von Geschichte sowie politische Philosophie in unserer gegenwärtigen Gesellschaft. Hierbei treffen aktuelle politische „Realitäten“ auf fiktive Konstruktionen, die neue Perspektiven und Betrachtungsweisen aufwerfen. Soren Thilo Funders Arbeiten finden sowohl im öffentlichen Raum als auch in konstruierten Szenarien statt und beinhalten Performance, Literatur und Text, Choreografie und narrative Fiktion. Die Arbeiten beabsichtigen einen unbesetzten Raum an Möglichkeiten für den Betrachter zu erzeugen, um neue Deutungsansätze hinein projizieren zu können.
Während seiner Zeit im Frankfurter Kunstverein wird Soren Thilo Funder am dritten Teil seiner Trilogie (Stages of Revolt) mit dem Titel Protocol (The Eights) arbeiten.
Der Atelierbesuch in der Residency wird von einem kleinen Empfang begleitet, der durch die freundliche Unterstützung der Botschaft von Kanada ermöglicht wird.
Das Deutsche Börse Residency Program wird gefördert durch:
Deutsche Börse Group
Ort: Frankfurter Kunstverein, Residency
Der Eintritt ist frei.

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