20.30 Uhr
Der isländische Künstler und Musiker Egill Sæbjörnsson
verbindet in seinen Performances verschiedene Elemente wie Video-Projektion,
Pantomime, Animation, Live-Musik, Sounds, Zeichnungen sowie alltägliche und
bizarre Gegenstände. Nicht selten wird er dabei selbst Teil der Situation, in
der er durch die Belebung von Gegenständen aus einer fiktionalen Erzählung eine
tatsächlich passierende Realität zu entwickeln scheint. Ihn interessiert wie
sich verschiedene Realitätsebenen zueinander verhalten, und unterhält dabei
immer auch eine starke Beziehung zum Absurden und Verrückten.

"The Mind" - Performance von Egill Sæbjörnsson and Marcia Moraes, Foto: Phile Deprez, Copyright by the artists
Dieses Phänomen wird auch in der Performance „The Mind“
aufgegriffen. Da der Verstand keine spezielle Form an sich darstellt, kann er
alles sein. „The Mind“ kann der ungewisse Wind sein, Worte, die in einem Raum
durch Videoprojektion erscheinen oder er kann sich in einer Unterhaltung zeigen.
In der Performance, die Egill Sæbjörnsson gemeinsam mit der brasilianischen
Künstlerin Marcia Moraes durchführt, werden Theater, Visual Art, Musik und
Gedanken, die sie in Büchern gelesen oder gehört haben, auf ungewöhnliche Weise
miteinander verschmolzen.
Egill Sæbjörnsson (*1972) ist in der Ausstellung „Das
Wesen im Ding“ mit mehreren für den Kunstverein produzierten Installationen
vertreten. Nach einem viel versprechenden Debüt als Musiker - er wurde vom
selben isländischen Label vertreten wie die Sängerin Björk - beschloss er, sich
der Gestaltung und Produktion von Videos zu widmen, in denen er selbst
sämtliche Figuren darstellt. Seit mittlerweile zehn Jahren lebt und arbeitet
Sæbjörnsson in Berlin.