19 Uhr
Das deutsch-österreichische
Künstlerduo Eva Paulitsch und Uta Weyrich (leben beide in Stuttgart), sammelt
seit vier Jahren im öffentlichen Raum gedrehte Handyfilme von Jugendlichen. Sie retten
diese Filme vor dem „delete“ und ordnen sie chronologisch in einem Archiv ein.
Ihre künstlerische Arbeit besteht im Zerlegen, Sortieren und Untersuchen dieses
ganz besonderen Filmmaterials, das die Basis für ihre Auseinandersetzung mit
kulturellen und gesellschaftlichen Phänomenen der Gegenwart herstellt.
In multimedialen Installationen thematisieren Eva
Paulitsch und Uta Weyrich die Grenzen zwischen Kunst und Leben und schaffen
neue Erfahrungsräume. Durch die Kompilation der so genannten
No-Story-Filmformate entstehen intensive Atmosphären aus Bildern und Räumen, in
denen jedoch keine Leserichtungen vorgegeben werden.

Eva Paulitsch/Uta Weyrich, True ficition, Ausstellungsansicht, Künstlerhaus Stuttgart 2009
Copyright: Eva Paulitsch, Uta Weyrich und Philipp Contag Lada 2010
Im Rahmen des Deutschen Börse Residency Programms führen
die Künstlerinnen ihr nomadisch angelegtes Projekt im Frankfurter Stadtraum
fort und erweitern ihr Handyfilmarchiv. Mit ihrer Videoclipstation unterwegs,
werden sie in Frankfurt junge Leute auf ihre Handyfilme ansprechen.
Am Dienstag 22. Juni stellen Eva Paulitsch und Uta Weyrich ihr Archiv im Frankfurter
Kunstverein vor und sprechen über ihre künstlerische Arbeitsweise.
Eintritt frei
Ort: Café im Kunstverein