
Der Frankfurter Kunstverein ist national und international eines der wichtigsten Ausstellungshäuser für zeitgenössische Kunst.
Dialog mit der Gegenwart
Der Frankfurter Kunstverein ist ein Kunstzentrum, dessen Hauptziel es ist, dem Besucher schlüssig recherchierte Ausstellungen zu präsentieren, die in der Gegenwart verankert sind und in erster Linie auf die Entwicklung und Produktion neuer künstlerischer Werke und Projekte gründen.
Ein weiteres Anliegen besteht darin, zur kritischen Diskussion über die zeitgenössische Kunst anzuregen. Dabei spielt für uns die Organisation regelmäßiger Künstlergespräche, Diskussionen und Lesungen eine zentrale Rolle, die Zugangswege in die Kunst und ihre Beweggründe anbieten.
Der Frankfurter Kunstverein hat eine wichtige gesellschaftliche Dimension: Wir wollen Neugier für die Zukunft wecken, ebenso wie Vertrauen in die zeitgenössische Kunstproduktion. Von unserem ‚Café im Kunstverein’, das von den Künstlern Gorka Eizagirre, Xabi Salaberria und Jakob Kolding gestaltet wurde, bis hin zum ‚Deutsche Börse Residency Program’, das jeweils zwei Künstlern oder Kuratoren gleichzeitig im Haus des Kunstvereins einen Arbeits- und Wohnraum bietet, bezieht unser gesamtes Programm Künstler auf allen Ebenen mit ein. Unser Anliegen ist, die Bedeutung der Rolle des Künstlers in unserer Gesellschaft herauszustellen: Als Produzenten, Denker, Vermittler und als einen Derjenigen, die sich noch trauen zu experimentieren.
Mit Führungen, Lesungen, Filmprogrammen, Symposien, Konferenzen und Mitgliederreisen möchte der Frankfurter Kunstverein seinen Mitgliedern und Besuchern helfen, das aufregende Terrain der zeitgenössischen Kunst zugänglich zu machen und sich dem kritischen Dialog mit den Ausstellungen und aktuellen Fragen der Kultur allgemein zu öffnen.
Kunst als kulturelle Praxis verstanden
Zeitgenössische Kunst hat im Frankfurter Kunstverein schon immer ihren Ort gefunden. Kunstvereine wurden im frühen 19. Jahrhundert in zahlreichen deutschen Städten gegründet. Ihr Ziel bestand bereits damals in der Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Mit der Gründung des Frankfurter Kunstvereins 1829 bestand seine Funktion zunächst vor allem in einer engen Kooperation mit dem Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt am Main und dem Ankauf von Werken für dessen Sammlung.
Später verlagerte sich der Schwerpunkt auf eigene Ausstellungsaktivitäten und die Präsentation noch nicht etablierter, später jedoch richtungsweisender Künstler und künstlerischer Entwicklungen.
Im frühen 20. Jahrhundert zeigte der Frankfurter Kunstverein beispielsweise Werke von Max Beckmann, als dieser noch kaum bekannt war. Nach dem 2. Weltkrieg profilierte sich der Kunstverein mit international ausgerichteten Einzelausstellungen und thematischen Gruppenausstellungen, auch hier mit Fokus auf das Aufspüren wichtiger Tendenzen. Diese Arbeit wird von uns seitdem auf kontinuierlich hohem Niveau fortgeführt. Raum für Experimente ist uns wichtig, ebenso die Neuentdeckung wegweisender Positionen.
Transparenz im Zentrum der Stadt
Der Frankfurter Kunstverein liegt im Zentrum der Stadt zwischen dem Rathaus Römer und der Schirn Kunsthalle. Das Steinerne Haus, das dem Kunstverein mit über 800 qm Ausstellungsfläche zur Verfügung steht, ist eines der wenigen erhaltenen historischen Gebäude im Stadtkern. Durch gezielte Eingriffe in die Architektur des Hauses ist der Frankfurter Kunstverein in seinem städtischen Umfeld transparent. Der Frankfurter Kunstverein ist eine von seinen Mitgliedern getragene Institution. Wir haben über 1700 Mitglieder aus der Region Rhein-Main, dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland. Die Stadt Frankfurt am Main stellt das Gebäude zur Verfügung und unterstützt die Arbeit des Kunstvereins finanziell. Darüber hinaus werden vom Kunstverein selbst projektgebundene Mittel von Sponsoren, Stiftungen und privaten Förderern akquiriert.