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Atelierbesuch bei Florian Haas

Florian Haas zeigt in seiner farbenreichen, naiv anmutenden Malereien Naturdinge und Landschaften, die er aus innerer Vorstellungskraft heraus abbildet. Im Rahmen der Ausstellung „Das Wesen im Ding“ hält Haas in vielen klein- aber auch großformatigen Ölbildern vor allem Porträts von Pilzen fest. Diese entspringen einer sensiblen Beobachtung und Würdigung des Gegenstands an sich. Im Rahmen seines Atelierbesuchs wird der Künstler die im Frankfurter Kunstverein ausgestellten Arbeiten in den Kontext seines Werkes stellen und einen Überblick über dieses geben.
Der gebürtige Freiburger Florian Haas (geb. 1961) lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Er studierte zwischen 1983-88 an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof. Peter Dreher und war bis 1992 dessen Meisterschüler. Haas nahm an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen teil, zuletzt u.a. „Herr Zitterbart und seine Gäste“ (2008), Galerie Heike Stelow, Frankfurt und „Zehn plus X“ (2009), Galerie Ulf Wetzka, Berlin. Seit 1998 arbeitet er zusammen mit der Frankfurter Künstlergruppe „finger“ und betreibt gemeinsam mit Andreas Wolf seit 2007 die „Stadtimkerei finger“.
Um Anmeldung wird gebeten unter: wittwer@fkv.de
Der Treffpunkt wird  nach Anmeldung bekannt geben.
Mittwoch, 10. März 2010, 19 Uhr

Frankfurter Stadtgespräch: „Nach der Krise? – Aus der Finanzkrise lernen: Was war und was noch kommen wird“ Tom Koenigs im Gespräch mit Prof. Reinhard H. Schmidt, Moderation: Peter Siller
Der Forschungsverbund „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe Universität Frankfurt am Main lädt gemeinsam mit dem Frankfurter Kunstverein zum 1. Stadtgespräch ins Café im Kunstverein im Steinernen Haus am Römerberg. Jeweils zwei interessante Gäste denken laut nach und diskutieren aktuelle Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Kultur.
Im ersten Stadtgespräch geht es nicht nur darum, was wir im letzten Jahr über das Finanzsystem gelernt haben. Gegenstand ist auch die Frage, was wir in der Krise über unsere gesellschaftliche Ordnung lernen können. Ist die Moral der Krise auch eine Krise der Moral? Tom Koenigs, langjähriger Frankfurter Stadtkämmerer und Menschenrechtspolitiker, spannt den Bogen von der Kommune bis zur Internationalen Finanzordnung. Prof. Reinhard H. Schmidt zählt seit Jahrzehnten zu den herausragenden Wissenschaftlern, die sich mit dem deutschen und internationalen Finanzsystem befassen. Ein offenes Gespräch zwischen zwei Persönlichkeiten also, das Aufschlüsse erwarten lässt.
Eine Veranstaltungsreihe aus vier Stadtgesprächen im Jahr des Forschungsverbundes „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Goethe Universität Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Kunstverein.

Eintritt frei
Ort: Café im Kunstverein
Weitere Informationen unter: www.normativeorders.net/frankurter-stadtgespraech
Donnerstag, 11. März 2010, 19 Uhr

„Le Grand Magasin“
Ein Veranstaltung mit Andreas Wegner (Künstler und Projektleiter von Le Grand Magasin, Berlin) und Hans-Gerd Nottebohm (innova eG, Projektbüro Dortmund, Bundesverband zur Förderung des Genossenschaftsgedankens)

In einem Kaufhaus werden üblicherweise die künstlerischen Disziplinen unter das Primat der Ökonomie gestellt, d.h. die Künste werden in den Dienst für das Geschäft genommen (z.B. Werbung, Design, Architektur). In seinem Vortrag wird Andreas Wegner erläutern, worum es im Projekt „Le Grand Magasin" geht: Hier sind es die Künstler, die sich in einem umkehrenden Akt das Kaufhaus aneignen und dieses für Zwecke nutzbar machen, die von der Kunst als relevant erklärt werden.
Von September 2008 bis Ende 2009 wurde in Berlin das Kaufhaus Le Grand Magasin betrieben, in dem ausschließlich Waren europäischer Produktivgenossenschaften aus dem Nonfood-Bereich ausgestellt wurden. Eine Dependance bestand zwischen dem 11. November 2009 und 17. Januar 2010 im Kontext der Ausstellung „Bilder vom Künstler" im Frankfurter Kunstverein. Drei Ausstellungen in Ungarn und Tschechien sowie ein Kongress in Deutschland fassen die Ergebnisse zusammen. Ein Teil der Ausstellung ist derzeit im Frankfurter Kunstverein in der Ausstellung „Das Wesen im Ding" zu sehen. „In sozialen Transformationskrisen nehmen Bedeutungen alternativer ökonomischer Produktionsmodelle zu. Eine begrifflich unmissverständliche und klare Bestimmung der Formen alternativen Wirtschaftens - einer ‚Gegenökonomie' innerhalb der kapitalistischen Produktionsordnung - fällt schon deshalb schwer, weil diese Formen seit ihrer Entstehung selbst diverse Transformationsprozesse durchlaufen haben. Diese Tendenz ist durch das sogenannte Oppenheimersche Transformationsgesetz ausgedrückt, demzufolge alternative Betriebe im Kontext der Marktwirtschaft nicht in der Lage sind, ihre ursprünglichen Ziele über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten, sodass sie sich im Laufe der Zeit immer mehr den konkurrierenden Unternehmen angleichen." (Andreas Wegner)
Von Genossenschaften, selbstverwalteten Betrieben, interkulturellen Gärten bis zu Open Source und Freier Software gibt es auch in Europa eine große Bandbreite sogenannter alternativer Wirtschaftsformen. Manche Beobachter sind der Meinung, dass gerade auch im Zuge der Finanz- bzw. Wirtschaftskrise im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach selbstbestimmter Arbeit und solidarischer Ökonomie und fehlenden Berufsperspektiven der Bereich der selbstverwalteteten Ökonomie wachsen wird. Andere sehen diese tendenziell allerdings eher auf eine Armutsökonomie beschränkt, die exkludierte Bevölkerungsgruppen auffängt.
Die Veranstaltung an der Schnittstelle zwischen Kunst, Politik und Ökonomie befasst sich zum einen mit Produktivgenossenschaften und Alternativbetrieben in Europa und fragt nach deren Perspektive, zum anderen mit der Frage, was das Künstlerische an Le Grand Magasin  ist.
Eine Veranstaltung der Heinrich Böll Stiftung Hessen in Kooperation mit dem Frankfurter Kunstverein
Eintritt frei
Ort: Café im Kunstverein
Mittwoch, 17. März 2010, 19 Uhr



Kuratorenführung
mit Lilian Engelmann
Dienstag, 30. März 2010, 17 Uhr

Gebühr: 2 € (zzgl. Eintritt)


My Theme – Call for Papers
Mit My Theme startet der Frankfurter Kunstverein ab Mai 2010 eine neue Vortragsreihe. My Theme möchte angehenden Wissenschaftler/innen die Möglichkeit geben, ihre Interessens- und Forschungsschwerpunkte einem breiteren Publikum vorzustellen. Das Publikum des Frankfurter Kunstvereins erhält somit einen Einblick in die aktuelle Forschung, gleichzeitig bietet sich für die jungen Wissenschaftler/innen die Gelegenheit, das eigene Thema einmal abseits der Universität zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Daher ist My Theme offen für die Erprobung von Formen des Vortrags jenseits der klassischen akademischen Maßstäbe. 
Die Vorträge von My Theme müssen sich nicht direkt auf die in den laufenden Ausstellungen gezeigten Werke und Künstler/innen beziehen, sollten aber Berührungspunkte mit dem Programm des Frankfurter Kunstvereins haben.
Mögliche Aspekte in Bezug auf die Ausstellung Sven Johne: Berichte zwischen Morgen und Grauen (12.5.-25.7.2010) wären z.B. recherchebasierte Kunst, Dokumentarfotografie und -film, Umgang mit Geschichten des Alltags in der zeitgenössischen Kunst, Kunst und Journalismus oder Journalismus und Social Media, künstlerischer Zugriff auf jüngere Geschichte, der Künstler als Chronist.
Zur Ausstellung Learning from ... Context(s) in Contemporary Argentine Art (20.8.-31.10.2010) z.B. zeitgenössische Kunst in Argentinien, der Künstler als Ethnograph, Thematisierung und Reflektion von Lernprozessen (durch Austausch und Dialog) in der zeitgenössischen Kunst, Umgang mit krisenhaften Erfahrungen und deren Einwirkung auf Formen künstlerischer Organisation, künstlerische Praktiken der Erforschung, Analyse, Zusammenarbeit, Beschäftigung mit Ausschluss und Einbeziehung.
Aber auch andere Perspektiven und Anknüpfungspunkte sind bei My Theme willkommen - wir freuen uns auf spannende Vorschläge!
Zielgruppe: Studierende im höheren Semester bzw. in der Abschlussphase, Promovierende, wissenschaftliche Assistent/innen
Einsendeschluss für My Theme: 
zur Ausstellung Sven Johne: Berichte zwischen Morgen und Grauen: bis 3.5.2010
zur Ausstellung Learning from ... Context(s) in  Contemporary Argentine Art: bis 15.7.2010 Verfahren: Bitte senden Sie uns ein Exposé, mit dem Sie Ihr Thema und das Format Ihres Vortrags kurz umreißen (max. 2 DinA4-Seiten, gegebenenfalls mit Bildmaterial, als pdf), ebenso einen knappen Lebenslauf. Der Vortrag sollte so konzipiert sein, dass er eine Länge von 40 Minuten nicht überschreitet.
Bei Fragen und für die Einsendung der Unterlagen: Clara Wörsdörfer, assistenz@fkv.de