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Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein, 2018, mit Arbeiten von Fito Segrera, Dries Depoorter und Trevor Paglen, Foto: N. Miguletz, © Frankfurter Kunstverein, Courtesy the artist and Metro Pictures, New York

Dries Depoorter

Surveillance Paparazzi von Dries Depoorter thematisiert das Phänomen der globalen Überwachung im öffentlichen Raum. Die Arbeit zapft zahlreiche Überwachungskameras weltweit an, die ungesichert Bilder aufzeichnen und übertragen. Der Zugriff über das Internet kann gehackt werden, sodass die live aufgezeichneten Inhalte aus Geschäften, Eingangsbereichen und öffentlichen Räumen direkt in das Werk eingespeist werden können.
Erkennt Depoorters Software dank Abgleich mit einem Bilderkennungsservice von Microsoft (Azure Computer Vision API) öffentlich bekannte Personen, wird das Bild in Echtzeit in der Ausstellung sichtbar. Auf den Monitoren von Surveillance Paparazzi erscheinen neben dem Namen des VIPs und einem offiziellen Bild aus Wikipedia das live aufgezeichnete Überwachungsbild sowie die dazugehörige GPS-Verortung auf einer Weltkarte.
Maschinelle Gesichtserkennungssoftware und ‚Information Crawler’ lesen unsere digitalen Suchanfragen, hochgeladenen Bilddateien, Textinformationen und gespeicherten Profile verstärkt aus. Sie zeichnen kollektive Verhaltensmuster nach, erstellen Verhaltensprognosen, um sowohl kommerzielle Auswertungen zu systematisieren als auch Makroprozesse der Infrastruktur zu regulieren und zu manipulieren.

Der belgische Künstler Dries Depoorter (*1991) lebt und arbeitet in Ghent (BE), wo er Medienkunst an der Royal Academy of Fine Arts studierte. Die meisten seiner Arbeiten drehen sich um die Themen Online-Identität, Privatheit und Überwachung im Internet.

I am here to learn: Zur maschinellen Interpretation der Welt

15.02. — 08.04.2018 | Ausstellung

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