Kachelbild Perception is Reality

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Perception is Reality. Über die Konstruktion von Wirklichkeit und virtuelle Welten

Eröffnung: Freitag, 6. Oktober 2017, 19 Uhr

Teilnehmende Künstler: Thomas Demand, Alicja Kwade, Marnix de Nijs, Hans Op de Beeck, David O’Reilly, Manuel Roßner, Bayerisches Landeskriminalamt, Christin Marczinzik & Thi Binh Minh Nguyen, Toast u. A.
Kuratiert von: Franziska Nori

Der Frankfurter Kunstverein präsentiert im Herbst 2017 die thematische Gruppenausstellung „Perception is Reality: Über die Konstruktion von Wirklichkeit und virtuelle Welten." Die eingeladenen Künstler_innen untersuchen die Bedingungen der menschlichen Wahrnehmung im Verhältnis zum konstruierten Werk. Ausgangspunkt ist eine Auswahl an Kunstwerken, analoge und digitale, sowie Virtual-Reality-Applikationen aus der aktuellen Kunstproduktion und den Naturwissenschaften. In der räumlichen Gegenüberstellung entsteht ein Gedankenexperiment zur Frage nach der emotionalen Auswirkung artifizieller Bildwelten.

Durch immersive Technologien wird unsere Wahrnehmung immer distanzloser. Wird zukünftig die virtuelle Realität den Menschen zunehmend in einer nicht-analogen Welt aktiv sehen? Wird das Individuum seine Aktion in der digitalen Sphäre als Ergänzung zur analogen sehen oder als eskapistische Scheinwelt aufsuchen? Was wird mit der Idee des politischen Körpers im öffentlichen Raum geschehen? Und in wessen Händen wird diese neue Technologie in Zukunft liegen, ein Instrument, das die Emotionen und Meinungen von Menschen so stark beeinflussen kann? Wird es die Möglichkeit geben, auch in den virtuellen Welten eine Gegenkultur zu entwickeln oder wird sie von globalen Konzernen reglementiert sein?

Die Ausstellung untersucht, welche Bedingungen Virtual-Reality ausmachen und welchen Einfluss dies auf das Individuum, dessen Wahrnehmung und Vorstellung von Welt und somit auf Gesellschaft haben wird. Dreidimensionale Illusionswelten gibt es bereits seit mehreren Jahrhunderten, so zum Beispiel die Dioramen aus dem 19. Jahrhundert bis hin zu der automatischen virtuellen Umgebung, der sogenannten Cave, aus den 1990er Jahren. Seit 2016 sind kommerzielle Lösungen in Form von tragbaren VR-Brillen für den Endverbraucher erhältlich. Somit hat die Verfügbarkeit sowohl für Produzenten von Inhalten als auch für Konsumenten exponentiell zugenommen.
Daraus resultiert unter anderem die Frage, wer diese Technologie vorantreibt, welche Industrien sich der Potentiale immersiver Erlebnisräume bedienen und mit welcher Intention weiterentwickeln werden. Auch die Bedeutung von Virtual-Reality-Technologie für die Identitätsbildung und psychologische Entwicklung von Menschen ist ein zentraler Aspekt, der in der Ausstellung des Frankfurter Kunstvereins diskutiert werden wird.

Aus dem Feld aktueller Kunst werden Thomas Demand und Marnix de Nijs Arbeiten präsentieren. Von Hans Op de Beeck Alicja Kwade werden für die Ausstellung konzipierte neue Rauminstallationen zu sehen sein. Jede Position wird einen eigenen Ausstellungsraum bespielen und im Rahmen eines konzipierten Parcours, in den die Virtual-Reality-Stationen eingebettet sind, durch Gegenüberstellungen Gedankenräume öffnen. So werden zum Beispiel aus den Entwicklungslaboren „Zentrale Fototechnik und 3D-Tatortvermessung“ des Bayerischen Landeskriminalamt München digitale Visualisierungen und Darstellungen realer Tatorte erstmalig für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Ausstellung wird begleitet von einem umfangreichen Programm aus Vorträgen von Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen sowie öffentlichen Gesprächen und Diskussionen.






Frankfurter Kunstverein
Steinernes Haus am Römerberg
Markt 44
60311 Frankfurt am Main

Anfahrt

Öffnungszeiten:
Di – So: 11 – 19 Uhr
Do: 11 – 21 Uhr
Montag geschlossen

Eintrittspreise:
8€ regulär, 6€ ermäßigt

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