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Shinseungback Kimyonghun, Flower 02, 2016-17

Shinseungback Kimyonghun

Die Videoinstallation Flower von Shinseungback Kimyonghun arbeitet mit dem Bildmotiv der Blume. Ein Ausgangsbild wird anhand einer Polygon-Rasterung aufgeteilt und verzerrt. Das System hält inne und bewertet das entstandene Bild durch einen Bilderkennungsalgorithmus (Google Cloud Vision API). Erkennt der Algorithmus mit mindestens neunzigprozentiger Wahrscheinlichkeit eine Blume, löst er einen weiteren Verzerrungsprozess aus. Anders als bei der menschlichen Wahrnehmung, die ein Gesamtbild erkennt und bewertet, liest die Maschine eine Vielzahl von Einzelbereichen und schließt daraus auf das Gesamtbild. Wird ein Bilderkennungsalgorithmus trainiert, dann bildet dieser Repräsentationen von Merkmalen (Features) in seinem Wissenskorpus aus und kann nur diese ausgebildeten Merkmale in den Bildern identifizieren.

Viele der als Blumen eingestuften Bilder sind nach einigen Durchläufen nur noch schwerlich als Blume zu erkennen. Wo liegt hier der Fehlschluss? Lässt sich überhaupt ein Fehlschluss festlegen? Zeigt das Bild noch eine Blume, wenn auch als Abstraktion? Ist die Interpretation der Maschine zu der des Menschen divergent, wer entscheidet dann über die nächste Handlung, wenn immer mehr Entscheidungsprozesse von intelligenten Systemen autonom übernommen werden?

Das Künstlerduo Shinseungback Kimyonghun aus Seoul (KR) besteht aus Shin Seung Back (*1979) und Kim Yong Hun (*1980). Shin Seung Back studierte Informatik an der Yonsei University und Kim Yong Hun studierte Visual Arts am Sydney College of the Arts (AU). Sie lernten sich während ihres Studiums an der Graduate School of Culture Technology der KAIST-Universität (KR) kennen und begannen nach ihrem Master-Abschluss als Shinseungback Kimyonghun zu arbeiten.

I am here to learn: Zur maschinellen Interpretation der Welt

15.02. — 08.04.2018 | Ausstellung

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