Vortrag von Clare Butcher

27.09.2011

Die südafrikanische Kuratorin Clare Butcher beschäftigt sich damit, wie zeitgenössische Künstler den Phänomenen des Nationalismus und der Historisierung der jüngsten Vergangenheit begegnen und untersuchte aktuell die Rahmenbedingungen für die Aktivierung „affektiver Archive“ für die Ausstellungsgeschichte der Moderne.

Butcher, die im September 2011 Gast des Deutsche Börse Residency Program war, baute in ihrer Heimatstadt Kapstadt selbst zu diesem Zeitpunkt ein Residency Program auf. In diesem Zusammenhang interessierte sie sich für die Bedeutung des „Nachbarschaftlichen“, „Häuslichen“ und „Spezifischen“ sowie für „Isolation“ und „Gespräch“: Während eines Residency-Aufenthalts lässt ein Ort ganz bestimmte für ihn bezeichnende Aspekte in den Vordergrund treten, die auch Prozesse der individuellen Wissensproduktion und des Austauschs in einer angeblich globalisierten Kunstwelt beeinflussen.

Clare Butcher studierte Kunst- und Kulturgeschichte sowie Afrikastudien an der University of Cape Town, Südafrika. Im Anschluss daran, absolvierte sie das Kuratorenprogramm des De Appel Art Center in Amsterdam, arbeitete in den Jahren 2008 und 2010 immer wieder als Gastkuratorin am Van Abbemuseum (Eindhoven, Niederlande) und ist seit 2010 Teilnehmerin des Studienprogramms „Curatorship and the Archive, ARC Visual University and its Columbarium“ am Centre for Curating the Archive an der University of Cape Town (Südafrika). Butcher bezeichnet sich selbst auch als kochende Redakteurin und Kunstkritikerin.

Der Vortrag wird in Englisch gehalten