Eric van Hove: Atchilihtallah – Von der Transformation der Dinge

11.11.2016 — 12.02.2017

„Eric van Hoves Installationen sind wie Energiefelder, sie erzählen Geschichten, die Geschichte bedeuten. Sie verknüpfen die Erste und die Dritte Welt und bauen Brücken zwischen den Epochen von der Manufaktur bis zur Industrie 4.0.“
(Titel, Thesen, Temperamente (ARD) am 4. Dezember 2016; Beitrag ansehen)

Eröffnung: Donnerstag, 10. November 2016 um 19 Uhr

Im Frankfurter Kunstverein findet vom 11. November 2016 bis 12. Februar 2017 die erste große institutionelle Ausstellung des belgisch/algerischen Künstlers Eric van Hove in Deutschland statt.

Die Ausstellung wird eine Auswahl der zentralen Arbeiten wie auch explizit für den Frankfurter Kunstverein hergestellte Werke des Künstlers präsentieren. Mit seinen Skulpturen, Filmen und Langzeitprojekten verbindet Eric van Hove Konzeptkunst, sozialpolitische Untersuchungen, Aktivismus und Ansätze alternativer Ökonomie. Im Zentrum seines Werkes stehen Fragestellungen zur Transformation ökonomischer Prozesse und der Dualität zwischen globaler Wirtschaft und lokaler Produktion sowie Handwerk und industrielle Fertigung.

Neben der Präsentation großformatiger Exponate wird einer der Ausstellungsräume in eine funktionsfähige und für alle zugängliche Werkstatt verwandelt. Hier werden Eric van Hove und seine Mitarbeiter, zehn Mechaniker und Kunsthandwerker aus verschiedenen Bereichen, temporär das Atelier aus Marrakesch in die Räume des Kunstvereins integrieren, um am aktuellen Projekt „Mahjouba II“ zu arbeiten. Dabei handelt es sich um ein handwerklich gefertigtes Elektromotorrad, das in Zusammenarbeit mit Frankfurter Experten und Passionierten aus Handwerk, Maschinenbau und Design weiterentwickelt und gebaut werden soll. Der frühere Prototyp „Mahjouba I“ wird als Exponat in der Ausstellung zu sehen sein.

Eric van Hove erfindet Formen der Produktion und Produktentwicklung, die sowohl unter Einsatz traditioneller (kunst-)handwerklicher Fähigkeiten als auch digitaler Technologien entstehen. Die verwendeten Materialien, Rohstoffe und neuen Techniken wie 3D-Druck und Solarenergie können so die lokale und alternative Ökonomie unterstützen. Die offene und kollektiv betriebene Werkstatt ist eine Einladung an die Bürger und Besucher des Frankfurter Kunstvereins aktiv am dort stattfindenden Arbeitsprozess teilzuhaben.

Kuratorin: Franziska Nori (Direktorin Frankfurter Kunstverein)

Wir danken der Deutschen Botschaft Rabat, Marokko und dem Goethe Insitut Rabat, Marokko für die Unterstützung.