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	<title>Exhibitions | Frankfurter Kunstverein</title>
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	<title>Exhibitions | Frankfurter Kunstverein</title>
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	<item>
		<title>Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever</title>
		<link>https://www.fkv.de/ausstellung/groenland-not-for-sale/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Feb 2026 16:44:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine Ausstellung des ALPS Alpines Museum der Schweiz, Bern, in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Kunstverein Kuratiert von Beat Hächler (Direktor ALPS Alpines Museum der Schweiz, Bern) und Gian Suhner (Filmemacher) und für die zeitgenössische Kunst von Franziska Nori (Direktorin Frankfurter Kunstverein) Mit Julie Edel Hardenberg umd Kim Kleist Eriksen Eröffnung: 18. Juni 2026, 17:30 Uhr <a href="https://www.fkv.de/ausstellung/groenland-not-for-sale/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Ausstellung des ALPS Alpines Museum der Schweiz, Bern, in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Kunstverein</strong></p>
<p><strong>Kuratiert von Beat Hächler (Direktor ALPS Alpines Museum der Schweiz, Bern) und Gian Suhner (Filmemacher) und für die zeitgenössische Kunst von Franziska Nori (Direktorin Frankfurter Kunstverein)</strong></p>
<p><strong>Mit Julie Edel Hardenberg umd Kim Kleist Eriksen</strong></p>
<p>Eröffnung: 18. Juni 2026, 17:30 Uhr</p>
<p>Grönland, ein vom arktischen Meer umgebenes Land, sechs Mal so groß wie Deutschland.<br />
Das ewige Eis schmilzt unaufhörlich und das Land steht vor riesigen Veränderungen, die wie eine Lupe auf die Themen unserer Zeit zoomen. Seine rund 57.000 Bewohner:innen stehen aktuell vor massiven Herausforderungen einer sich rasant verändernden geopolitischen Lage und finden sich im Fokus internationaler Begehren wieder. Was bedeutet es, in Anbetracht der medialen und politischen Aufmerksamkeit seine Identität und Unabhängigkeit zu bewahren?</p>
<p>Grönlands Wandel ist heftig, ungestüm und widersprüchlich. Wie sehen das die Menschen vor Ort? Wie haben sich die kulturellen und nationalen Zugehörigkeitsgefühle seit den jüngsten geopolitischen Ereignissen verschoben? Welche Kunst und welche Musik drückt die Gefühle ihrer Einwohner:innen und besonders der jungen Generation aus?</p>
<p><em>Grönland – Not For Sale – Kalaallit Nunaat Forever</em> ist eine Ausstellung, die in Kooperation mit dem ALPS Alpines Museum der Schweiz, Bern gezeigt wird. Über vier Jahre sind berührende und intime filmische Zeugnisse entstanden. Diese ermöglichen eine sinnliche Reise in die kaleidoskopischen Erzählungen eines komplexen Landes und deren Menschen. Sie nehmen uns mit in ihre Wirklichkeit und schaffen neue Einblicke und Verständnis für ihr Land und ihre Kulturen. Was uns so fern scheint, ist doch so nah.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hidden History – Facetten der Subkultur in Frankfurt Rhein Main</title>
		<link>https://www.fkv.de/ausstellung/hidden-history-facetten-der-subkultur-in-frankfurt-rhein-main/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Feb 2026 15:57:46 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Nacht der Museen: 25. April 2026, 19 &#8211; 01 Uhr (Hip Hop Night mit Janina Jackson, Dascha Reimt, Gunnpassion, Momma Rose und DJ Raenah) Annette Gloser (feat. Silke Thoss), Die Schmiere, Hannibal Tarkan Daldaban, Heiner Blum, Honji Wang, Labelstore, Leonard Kahlcke, Oguz Sen, Rushy Diamond, Schwarzi  Der Frankfurter Kunstverein lädt das Diamant Museum für Urbane <a href="https://www.fkv.de/ausstellung/hidden-history-facetten-der-subkultur-in-frankfurt-rhein-main/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nacht der Museen: 25. April 2026, 19 &#8211; 01 Uhr (Hip Hop Night mit Janina Jackson, Dascha Reimt, Gunnpassion, Momma Rose und DJ Raenah)</strong></p>
<p><b><i>Annette Gloser (feat. Silke Thoss), Die Schmiere, Hannibal Tarkan Daldaban, Heiner Blum, Honji Wang, Labelstore, Leonard Kahlcke, Oguz Sen, Rushy Diamond, Schwarzi </i></b></p>
<p>Der Frankfurter Kunstverein lädt das Diamant Museum für Urbane Kultur, Offenbach ins Steinerne Haus am Römerberg ein. In intensiver Zusammenarbeit entsteht eine vierwöchige Kooperation mit Aktionen, Aktivierungen und Andockmöglichkeiten.</p>
<p><em>Hidden History</em> ist mehr als eine Ausstellung. Gezeigt werden Protokollräume historischer und aktueller Positionen subversiver, subkultureller Aktivität in Form von Installationen, aktivierbaren Räumen, visuellen Wandzeitungen, kollaborativen Wandzeichnungen, Tape Art, Performances und Videoinstallationen.</p>
<p>Welche Akteur:innen und Aktivitäten haben die Szene in Frankfurt-Offenbach-Rhein Main in den vergangenen Jahren geprägt? Und wie wirken sie bis heute in das kulturelle Gewebe unserer Stadt hinein?</p>
<p>Kultur wird meist in bleibenden Bildern und Texten überliefert. Flüchtiges und Nichtaufgezeichnetes verbreitet sich durch mündliche Überlieferung, Mythen und Geschichten und verblasst, verschwindet dann im Fluss der Zeit. Dies gilt nicht nur für ferne Kulturen, sondern auch für unser Zeitalter der Information.</p>
<p>Die jüngere Kulturgeschichte unserer Region ist nicht nur geprägt von Institutionen und Hochkultur und deren Netzwerken und Öffentlichkeiten. Auch wenn Teile der Subkultur es in die Feuilletons geschafft haben, gibt es unter der Oberfläche immer noch eine Kultur der Straße und des Urbanen, die unter einer protokollwürdigen Wahrnehmungsgrenze liegt und dennoch innerhalb bestimmter Szenen oft wirkmächtig ist.</p>
<p><em>Hidden History</em> wirft einen Blick hinter die Kulissen der Stadt und gibt exemplarische Einblicke in die Kultur einer für viele verborgenen Öffentlichkeit. Auch diese Kultur hat ihre Meister:innen, Legenden und Masterpieces. In <em>Hidden History</em> können wir sie gemeinsam entdecken.</p>
<p>Die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein erweitert so den kulturellen Wahrnehmungsraum. Mit der Kuration von Heiner Blum, der seit Jahrzehnten kreative Potenziale aktiv fördert und sichtbar macht, entsteht in Kooperation mit dem Team des Frankfurter Kunstvereins ein lebendiger und offener Ort kultureller Forschung und Aktivität.</p>
<p>Der Frankfurter Kunstverein lädt alle dazu ein, neue Perspektiven zu entdecken und sich spielerisch zu beteiligen. Wichtiger Teil von <em>Hidden History</em> sind performative Ereignisse, Lectures, Führungen und Konzerte. Für Kinder und Jugendliche gibt es ein Workshop-Programm mit Künstler:innen der Ausstellung.</p>
<p>Über die Dauer von 4 Wochen verwandelt sich der Frankfurter Kunstverein in ein lebendiges Archiv urbaner Kultur auf der Suche nach der Geschichte der Zukunft.</p>
<p>Damit die Besucher:innen die Möglichkeit haben, die Ausstellung und die zahlreichen Performances, Workshops und Sonderveranstaltungen mehrfach zu besuchen, hat der Frankfurter Kunstverein die Eintrittsregelungen für die Dauer der Ausstellung vergünstigt: 5 € pro Besuch. Die Teilnahme an einer Veranstaltung oder Führung während des Besuchs ist darin bereits enthalten. Weitere Informationen finden Sie <a href="https://www.fkv.de/besucherinformationen/">hier</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Ausstellungsparcours</strong></p>
<p><strong>Annette Gloser</strong></p>
<p>Annette Gloser eröffnet die Ausstellung <em>Hidden History</em> im Frankfurter Kunstverein mit ihrer Installation <em>Sierretta Nevada</em>. Gloser ist eine der prägenden Figuren der Frankfurter Off-Szene vom Beginn der 1990er Jahre bis heute. Sie ist Pionierin für die Schaffung immer neuer, unkonventioneller, temporärer Räume, in denen sich Menschen begegnen, um Kunst und Kultur unter freien und experimentellen Vorzeichen zu schaffen und zu erleben. Ihre Arbeit steht für eine Praxis, die Kunst unabhängig von institutionellen und kommerziellen Rahmen organisiert. „Galerie Fruchtig“, „Muttertag“ und „Gartner’s“ sind nur einige von Glosers Projekten, die im Gedächtnis der Frankfurter Kunstszene geblieben sind.</p>
<p>Für <em>Hidden History</em> hat Gloser mit der Künstlerin Silke Thoss eine raumgreifende Rauminszenierung geschaffen. Im Eingangsbereich des Frankfurter Kunstvereins entstand eine Aufenthaltslandschaft mit Wohnwagen, Campingmöbeln und Leuchtschildern. Gloser und Thoss inszenieren ihre Kunstaktion <em>Sierretta Nevada Wanted!</em> aus den 1990er Jahren neu. Der Wohnwagen war Behausung und Ausstellungsraum zugleich, mit dem die Künstlerinnen durch Deutschland fuhren, um an Orten der Subkultur Rast zu machen und dort die Kunstwerke einer fiktiven Künstlerin zu zeigen. Die Artefakte schufen sie über Nacht selbst. Immer wieder Aufbrechen und neu Ankommen, Improvisation und Eigeninitiative standen im Zentrum ihrer performativen Reise.</p>
<p>Mehrere Monitore mit Videodokumentationen ergänzen die Installation.</p>
<p><strong>Leonard Kahlcke</strong></p>
<p>Bereits aus der Ferne strahlt Passant:innen die Arbeit <em>Kontakt zur Straße</em> von Leonard Kahlcke entgegen. Im Windfang des Eingangs des Frankfurter Kunstvereins hat er sein Ladenschild aus der Neuen Mainzer Straße 22 angebracht. Auf dem Werbekubus zeigt Kahlcke sowohl seine eigenen Arbeiten als auch die von ausgewählten Künstlern wie Dan Kwon, hier mit seinem Werk <i>Shoes Life</i>. Leonard Kahlcke hat mit seinen frühen straßennahen, künstlerischen Werken die Szene nachhaltig beeinflusst. In einer Zeit, die von Diskussionen über Stadtentwicklung und Aneignung urbaner Räume geprägt war, realisierte er gemeinsam mit anderen Akteur:innen klandestine, subversive Interventionen im Stadtraum. Heute spricht Kahlcke eine andere subversive und kluge Sprache, mit der er die ökonomischen Machtverhältnisse der Stadt und Kunstinstitution kommentiert und karikiert.</p>
<p><strong>Hannibal Tarkan Daldaban</strong></p>
<p>Über die Dauer der Ausstellung aktiviert Hannibal Tarkan Daldaban das Foyer im 1. Obergeschoss. Mit Unterstützung der Gestalterin Luzi Gehrisch entwickelte Daldaban für <em>Hidden History</em> einen Bar-Tresen, der an zwei Wochenenden durch eine DJ-Session mit Luzi Gehrisch und eine Lesung von Dr. Atmo zum Ort des Geschehens wird. Daldaban selbst aktiviert den Ausstellungsraum durch seine persönliche Präsenz und bietet Besuchenden die Möglichkeit, sich von den Ereignissen, Persönlichkeiten und Orten der Frankfurter Subkultur der 1990er- und 2000er-Jahre erzählen zu lassen. Über ein Menü können die Geschichten von den Besucher:innen auswählt werden. Die Erzählungen basieren auf persönlichen Erinnerungen Daldabans und werden als <em>urban rumor</em>, als mündliche Erzählung, über die Dauer der Ausstellung weitergegeben. Ist der Künstler nicht anwesend, sind seine Geschichten in Form von Videos wahrzunehmen.</p>
<p>Ergänzt wird die Installation durch einen fortlaufenden Strom von Videobildern, die einen Einblick in Daldabans Schaffen der vergangenen Jahrzehnte ermöglichen.</p>
<p>Seit Jahrzehnten ist Hannibal Tarkan Daldaban ein international bekannter Veranstalter und DJ. Er ist prägender Akteur der Frankfurter Club- und Eventkultur. Trotz internationaler Karriere hat er sich für ein Leben im Rhein-Main-Gebiet entschieden, wo er viele seiner Projekte umgesetzt hat. Im Zentrum seiner Arbeit steht immer die Begegnung zwischen Menschen. Dafür schafft er neue Räume, Orte für Begegnungen und Erlebnisse. Viele der vergangenen Ereignisse wurden nicht dokumentiert und existieren nur in der Erinnerung der Frankfurter:innen jener Zeit, sodass die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein zum Ort der Weitergabe und des Austauschs wird.</p>
<p><strong>Heiner Blum</strong></p>
<p>Der lichtdurchflutete Ausstellungsraum im 1. Obergeschoss, mit Fensterfront in die Frankfurter Altstadt hinein, ist Heiner Blum gewidmet. Der Frankfurter Kunstverein hat Blum eingeladen, die Ausstellung <em>Hidden History</em> gemeinsam umzusetzen. Blum ist Initiator des „Diamant / Museum für Urbane Kultur“. Immer wieder sucht und aktiviert er leerstehende Orte und widmet diese der Produktion und Präsentation soziokultureller Ereignisse.</p>
<p>An der Fensterfront des Frankfurter Kunstvereins setzt Blum eine flächenfüllende Tape-Installation um: <em>Flying Glass</em><em>. Mit Paket-Klebeband schafft er eine geometrische Komposition auf den großen Fensterscheiben, die aus der Frankfurter Neuen Altstadt auch von Weitem bereits zu sehen sein wird. </em>Blum zitiert mit dieser Werkserie ein historisches Phänomen aus der Zeit der beiden Weltkriege. Menschen beklebten ihre Fenster mit Papierstreifen zum Schutz vorm Zerbersten bei Bombenexplosionen. Es entstand eine Ästhetik, die über die Funktion des Selbstschutzes hinaus das Bedürfnis der Menschen nach Struktur und Schönheit zum Ausdruck brachte. Blums Fensterarbeit ist ein Werk mit historischen, wie aktuellen Bezügen, das durch eine so einfache, doch essenzielle Technik eine Erinnerungsbrücke und Gedächtniskultur ins Hier und Jetzt zu schaffen weiß.</p>
<p>Im Ausstellungsraum präsentiert Blum eine fotografische Dokumentation seiner weitgehend unbekannten, straßennahen Arbeiten von 1974 bis heute. An den Wänden hat er eine beeindruckende Wandcollage geschaffen.</p>
<p>Hier finden sich unter anderem Bilder des Projekts <em>Labelstore,</em> das 1997 gemeinsam mit Leonard Kahlcke <em>e</em>ntstand. Unter diesem Brand-Namen präsentierten sie eine fiktive Modemarke, die Konsum, Markenlogik und Authentizität auf deren Formsprache und Ästhetik hin untersuchte. Die dazu entstandene fiktionale Werbekampagne wurde von Nadine Fraczkowski fotografiert. Anne Imhof war gemeinsam mit anderen Top Models Markenbotschafterin des Labels.</p>
<p>Eine aktuelle Werkserie Blums besteht aus Schildern, die zur Mitverantwortung für den öffentlichen Raum aufrufen.</p>
<p>Immer wieder platzierte Blum systematisch Objekte im öffentlichen Raum, so auch das grüne Pininfarina-Fahrrad, das als weit verbreitetes Alltagsobjekt der 2000er Jahre zum Träger kollektiver Erinnerung aufgestiegen war.</p>
<p>Schon immer gilt Heiner Blums zentrale künstlerische Untersuchung dem öffentlichen Raum und Formen kulturellen Ausdrucks außerhalb institutioneller Räume und Codes. Blums Schaffen kreist um die Frage, wem der urbane Raum gehört und wie dieser durch gestalterische Eingriffe angeeignet werden kann. In unterschiedlichen Allianzen hat er in Jahrzehnten immer wieder Interventionen im Stadtraum angestoßen und umgesetzt.</p>
<p><strong>Die Schmiere</strong></p>
<p>Im 2. Obergeschoss wird ein zeitlicher Bogen in die unmittelbare Nachkriegszeit des Steinernen Hauses gespannt. Der Ausstellungsraum ist dem Kabarett- und Satiretheater <em>Die Schmiere</em> gewidmet.</p>
<p>Gegründet 1950 von Rudolf Rolfs, der ursprünglich plante Die Schmiere als fahrende Bühne mit einem hölzernen Bauwagen als Transportmittel durch die Republik zu lenken, was allerdings so nie stattfand. Zu Zeiten des Wirtschaftswunders und des Wiederaufbaus ließ sich das Satiretheater und literarische Kabarett dann im Steinernen Haus nieder (heutiger Sitz des Frankfurter Kunstvereins) – das Motto: »Die Schmiere, das schlechteste Theater der Welt«.</p>
<p>Die Schmiere zog in das Kellergewölbe des stark zerstörten Gebäudes, wo bis heute Spuren in Form von Wandmalereien sichtbar sind. Auf einfachen Stühlen und beim Licht einer 100 Watt Glüh-Birne spielte man auf der improvisierten Bühne unabhängiges und hoch politisches Theater, das mit unerhörtem Ungehorsam der Nachkriegsgesellschaft einen Spiegel vorhielt und sich Themen wie Atompolitik oder Friedensbewegung satirisch annahm. Rolfs betrieb das Theater bewusst ohne institutionelle Förderung, um keiner Zensur zum Opfer zu fallen. Er etablierte eine Praxis, die sich als frühe Form subkultureller Produktion in Deutschland lesen lässt. »Wenn es eine ‚Subkultur‘ in der Bundesrepublik gibt, begann sie 1950 mit der Schmiere«, heißt es in der 1985 erschienenen Chronik des Theaters.</p>
<p>Seit 1990 wird Die Schmiere von Rolfs Tochter Effi B. Rolfs und Matthias Stich weitergeführt und ist im Gewölbekeller des Karmeliterkloster ansässig. Die Flugblätter, Pamphlete und Bücher der Schmiere muten heute bedrückend aktuell an. Und gleichzeitig bringen sie die gesellschaftliche Notwendigkeit für geistig wache, mutige und unangepasste Kunst zum Ausdruck. Dass bürgernahe, innovative und mutige Formen der Kunst im Steinernen Haus ihre Heimat haben, ist bis heute ein zentrales Anliegen des Frankfurter Kunstvereins.</p>
<p>In der <em>Nacht der Museen</em> am 25. April 2026 wird dieser Raum zur Bühne junger weiblicher Hip-Hop-Artists aus der Rhein-Main-Szene.</p>
<p><strong>Schwarzi</strong></p>
<p>Das 3. Obergeschoss ist Schwarzi, einem der wichtigen Aktivist:innen der Skateboard-Subkultur gewidmet. Seit den frühen 1990er Jahren gehört er zu den bekanntesten Frankfurter Kultur Akteur:innen, die das brutalistische Betonareal an der Hauptwache für sich vereinnahmten und es als zentralen Treffpunkt der Skateboard-Szene Deutschlands etablierten. Während internationale Gruppen dort immer wieder Demonstrationen und Aktionen mit bundesweiter Strahlkraft durchführten, bewohnte, bespielte und prägte die Frankfurter Skateboard-Szene den Ort dauerhaft.</p>
<p>Für den Frankfurter Kunstverein überträgt Schwarzi die Codes und Ästhetik der Skater-Kultur in den Ausstellungsraum. Gleichzeitig übernimmt er formale und farbliche Merkmale aus dem urbanen Kontext der Hauptwache. Die Farben Grün und Rot entlehnt Schwarzi aus dem einstigen Orientierungssystem der zentralen U-Bahn-Station. Die Farben sind fest in der Erinnerung der Frankfurter:innen verankert und fungieren als kollektive Erinnerungsmarker. Diese Farb- und Formencodes überträgt Schwarzi auch ins T-Shirt- und Skateboarddesign seines Labels <em>Hauptwache</em> <em>2.0.</em></p>
<p>Zusammen mit einem <em>Hauptwache 2.0</em>-Obstacle stellt er seine Boards und Shirts im Raum aus und wagt so den Versuch einer Portierung urbaner Subkultur in institutionelle Räume.</p>
<p><strong>Oguz Sen und Honji Wang</strong></p>
<p>Der finale Raum des Ausstellungsparcours ist dem Künstler und Aktivisten Oguz Sen und der Performerin und Choreografin Honji Wang gewidmet. Für den Frankfurter Kunstverein entwickeln Sen und Wang gemeinsam eine partizipative Arbeit an der Schnittstelle von Zeichnung und Performance. <em>La La Land – Aufhören anzufangen</em> versteht sich als offenes System, das von kollektiver Beteiligung und kontinuierlicher Transformation lebt.</p>
<p>Über mehrere Wochen entsteht im Raum eine großformatige Wandarbeit, die von unterschiedlichen Gruppen gemeinsam entwickelt wird. Beteiligt sind unter anderem Menschen mit Suchterfahrung, Wohnungslose, Menschen mit Migrationserfahrung sowie Kinder und Jugendliche aus betreuten Kontexten. Sie bringen ihre eigenen Erfahrungen, Perspektiven und Ausdrucksformen ein.</p>
<p>Der Prozess folgt einem einfachen Prinzip: Jede Gruppe setzt fort, was andere begonnen haben. Zeichnungen werden ergänzt, überlagert oder weitergeführt – ein kollektives Bild entsteht, das keinen festen Abschluss kennt.</p>
<p>Parallel dazu entwickeln Sen und Wang eine Performance, die gemeinsam mit Schüler:innen der Rudolf Koch Schule Offenbach und den Tänzer:innen Caterina Politi und Marco Di Nardo den Raum aktiviert. Ohne feste Choreografie entsteht Bewegung aus Präsenz, Begegnung und Situation. Performer:innen und Teilnehmende teilen sich den Raum gleichberechtigt – zwischen Handlung und Stillstand, Entscheidung und Offenheit.</p>
<p>Die Arbeit schafft einen temporären, demokratischen Raum, in dem künstlerische Produktion als gemeinschaftlicher Prozess erfahrbar wird. Das Konzept ist übertragbar: Es kann sich an unterschiedliche Orte, Gruppen und Kontexte anpassen und bleibt dabei in seinem Kern gleich – anfangen, aufhören, weiterführen.</p>
<p>Oguz Sen ist Aktivist im öffentlichen Raum und mischt sich in gesellschaftliche Diskurse ein. Mit seinen großflächigen Wandmalereien thematisiert er politische Fragen und gesellschaftliche Missstände. Zu seinen bekannten Arbeiten zählen die Wandmalerei am Osthafen, die dem 2015 auf der Flucht aus Syrien im Meer ertrunkenen Jungen Alan Kurdi gewidmet ist, sowie ein 27 Meter langes Gemälde unter der Frankfurter Friedensbrücke, das den Opfern des rassistisch motivierten Anschlags in Hanau gedenkt und gemeinsam mit dem „Kollektiv ohne Namen“ realisiert wurde.</p>
<p>Mit der international gefeierten und preisgekrönten Tänzerin Honji Wang verbindet ihn eine jahrelange Freundschaft. Honji Wang ist Choreografin und Performerin, geprägt von der Hip-Hop-Underground-Kultur. In Frankfurt als Tochter koreanischer Eltern aufgewachsen, ist sie eine autodidaktische Künstlerin, die ihre Praxis außerhalb institutioneller Strukturen entwickelt hat. Ihre Arbeit entsteht aus gelebter Erfahrung, in der Bewegung zu einer Form von Wissen wird, verwurzelt im Breakdance, in Kampfkunst und in den physischen Realitäten von Disziplin, Arbeit und Resilienz. In ihren choreografischen und performativen Arbeiten interessiert sich Wang für den Körper als Ort von Erinnerung, Widerspruch und Transformation.</p>
<p>Die Performance kann im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 17. April, um 19 und 21 Uhr, ohne Anmeldung und kostenfrei erlebt werden. Tickets für eine zweite Aufführung am Samstag, den 18. April, um 19 Uhr, können über <a href="https://www.eventbrite.de/e/honji-wang-la-la-land-performance-in-der-ausstellung-hidden-history-tickets-1985276308882?utm-campaign=social&amp;utm-content=attendeeshare&amp;utm-medium=discovery&amp;utm-term=listing&amp;utm-source=cp&amp;aff=ebdsshcopyurl">Eventbrite</a> erworben werden. Eine Videodokumentation macht die Performance im Raum auch nachträglich erfahrbar.</p>
<p><strong>Rushy Diamond</strong></p>
<p>Über das gesamte Haus erstreckt sich die ortsspezifische Tape-Arbeit (Tape Modern) des Aktivisten und Künstlers Rushy Diamond. Seine Arbeitsweise entsteht im urbanen Raum und unter Verwendung von farbigen Klebebändern. Seine Ästhetik entlehnt er den funktionalen Leitsystemen von Straßenmarkierungen, die künstlerisch angeeignet und variiert werden.</p>
<p>Für den Frankfurter Kunstverein hat Rushy Diamond eine ortsspezifische Boden-Installation geschaffen, die sich über alle Etagen des Ausstellungshauses hin erstreckt. Hierfür hat er eine Arbeit aus weißem und neon-farbigem Tape geklebt, durch die er die unterschiedlichen Ebenen und Werke in einer Baum- und Motherboard Struktur miteinander verbindet. Das grafische System vernetzt so alle Räume, Werke und teilnehmenden Akteure miteinander zu einem einzigen Netzwerk.</p>
<p>Aufgewachsen im Umfeld der Hauptwache und der Zeil, wurde Rushy Diamond durch seine Interventionen im öffentlichen Raum bekannt. 2022 realisierte er auf Einladung des Deutschen Architekturmuseums eine großflächige Tape-Arbeit auf der oberen Ebene der Hauptwache. Mit farbintensiven Markierungen, die die unterirdischen Grundrisse zitierten, strukturierte er den Platz neu und regte im direkten Austausch mit Passant:innen eine Auseinandersetzung über die zukünftige Nutzung des als Durchgangsort ohne Aufenthaltsqualität entstandenen Ortes an.</p>
<p>Seit Jahrzehnten entsteht Rushy Diamonds Praxis als kreativer Akt des Widerstandes. Im Austausch mit Menschen aus allen Communities aktiviert er öffentliche Räume und schafft mit seinen künstlerischen Aktionen Bedingungen, um urbane Flächen als gemeinschaftlich genutzte Orte zurückzuerobern.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Anatomie der Fragilität – Körperbilder in Kunst und Wissenschaft</title>
		<link>https://www.fkv.de/ausstellung/anatomie-der-fragilitaet-koerperbilder-in-kunst-und-wissenschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jul 2025 16:38:01 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Agnes Questionmark Chiara Enzo Yein Lee The Alternative Limb Project Marshmallow Laser Feast Anatomische Wachsfiguren der Sammlungen “Luigi Cattaneo” und Museum Palazzo Poggi, Universität Bologna  Antikensammlung und Skulpturensaal der Goethe-Universität Frankfurt Antikensammlung der Justus-Liebig-Universität Gießen Klinik für Dermatologie, Venerologie u. Allergologie; Universitätsmedizin, Goethe-Universität Frankfurt Sammlung Hans und Benedikt Hipp Kuratiert von Franziska Nori, Anita Lavorano, <a href="https://www.fkv.de/ausstellung/anatomie-der-fragilitaet-koerperbilder-in-kunst-und-wissenschaft/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Agnes Questionmark</strong><br />
<strong>Chiara Enzo</strong><br />
<strong>Yein Lee</strong><br />
<strong>The Alternative Limb Project</strong><br />
<strong>Marshmallow Laser Feast</strong><br />
<strong>Anatomische Wachsfiguren der Sammlungen “Luigi Cattaneo” und Museum Palazzo Poggi, Universität Bologna </strong><br />
<strong>Antikensammlung und Skulpturensaal der Goethe-Universität Frankfurt</strong><br />
<strong>Antikensammlung der Justus-Liebig-Universität Gießen</strong><br />
<strong>Klinik für Dermatologie, Venerologie u. Allergologie; Universitätsmedizin, Goethe-Universität Frankfurt</strong><br />
<strong>Sammlung Hans und Benedikt Hipp</strong></p>
<p>Kuratiert von Franziska Nori, Anita Lavorano, Pia Seifüßl und Angel Moya Garcia</p>
<p>Die Art und Weise, wie wir Menschen Körper betrachten, sie wahrnehmen und darstellen ist im ständigen Wandel. Kunst und Wissenschaft haben seit jeher mit Bildern von Körpern Geschichten über das Menschsein erzählt. Und so sind in unterschiedlichen Epochen immer neue Körperbilder und Deutungen entstanden.</p>
<p>Warum aber heute über den Körper nachdenken? Wissen wir nicht bereits genug über ihn? Wir alle haben Körper. Mehr noch: Wir alle sind Körper. Der Körper kann von außen betrachtet und von innen untersucht, vermessen und quantifiziert werden. Er kann pathologisiert und objektiviert, geheilt und umsorgt werden. Körper sind verwundbare Gebilde. Die Verletzlichkeit des Körpers ist eine existenzielle Bedingung des Menschen. Oder ist sie nur ein Problem, das wir versuchen unter Kontrolle zu bringen? Körper sind endlich. Und gleichzeitig sind Körper politisch. Der Körper ist nicht ausschließlich eine private Angelegenheit, er ist der Austragungsort von Weltbildern, von Wertesystemen und somit von Politik. Denn Verletzlichkeit ist in der Gesellschaft ungleich verteilt.</p>
<p>Zeitgenössische Künstler:innen bringen ein verändertes Gefühl der Körperlichkeit, deren Umdeutung und den Ruf nach einem neuen Menschenbild zum Ausdruck. Ihre Arbeiten treffen auf spektakuläre Objekte aus unterschiedlichen Bezugsfeldern und Zeiten: von den idealisierten Körperdarstellungen der archaisch-griechischen Kunst über religiöse Votivgaben als Bitten um Heilung sowie in Deutschland zum ersten Mal präsentierte anatomische Wachsfiguren aus dem 18. Jahrhundert bis zu neuesten Bildern der medizinischen Forschung, bei denen wir virtuell durch ein schlagendes Herz reisen.</p>
<p>Die Ausstellung bietet Ihnen eine Reise durch die Geschichte der Körperbilder, in der der zunehmend wissenschaftliche Blick ins Innere unseres Körpers die Frage danach, wer wir sind, immer wieder verschiebt und neu stellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Der Ausstellungsparcours</strong></p>
<p>Den Auftakt bildet eine <strong>Kroisos-Kouros</strong>-Statue. Die zwei Meter hohe, männliche Figur aus archaisch-griechischer Epoche (530 v. Chr.) steht aufrecht und mit dem Blick in die Ferne gerichtet. Die Statue stammt aus der <strong>Antikensammlung und dem Skulpturensaal der Goethe-Universität Frankfurt</strong> und symbolisiert die Idealvorstellung eines Körpers. Sie steht weniger für einen individuellen Körper als vielmehr für eine kulturell geregelte und normierte Idee des „schönen Körpers“. In jener Zeit in Griechenland war der freie, erwachsene Mann das Maß aller Dinge und Zentrum des gesellschaftlichen und politischen Lebens. Er stand an der Spitze einer streng hierarchischen Ordnung, die sich in Klassen und Stände unterteilte: Frauen und Slaven unter ihm. Der Kroisos-Kouros setzt so den Fluchtpunkt der Ausstellung, in der ein Abbild des Körpers als Sinnbild für ein Weltbild steht und später immer mehr in individuelle Lesarten auffächert.</p>
<p>Vom normierten, idealisierten Körper führt der Weg in die radikale Gegenwart: <strong>The Alternative Limb Project</strong> der Londoner Designerin, Künstlerin und Prothetikerin Sophie de Oliveira Barata (*1982 London, GB). Zu sehen sind zwei ihrer zahlreichen Prothesen, zwei Arme. Die verblüffenden Objekte ersetzen nicht etwa ein fehlendes Körperteil möglichst naturgetreu, sie erweitern vielmehr dessen Erscheinungsbild und Funktion durch künstlerische Interpretation, sodass die alternativen Gliedmaße zum stolzen Empowerment der Persönlichkeit werden. Hier wird der Körper nicht mehr nur medizinisch repariert oder gesellschaftlich normiert – sondern zur Chance eines neuen Selbstentwurfs.</p>
<p>Vergangenheit und Zukunft des anatomischen Blicks treffen aufeinander. Zum ersten Mal in Deutschland wird die berühmte <strong>anatomische Venus</strong> (ca. 1782) von Clemente Susini (*1754 Florenz, IT; † Florenz, IT 1814) im Frankfurter Kunstverein zu sehen sein. Die lebensgroße weibliche Ganzkörperfigur liegt wie eine schlafende Schöne da, mit langem, echtem Haar. Ihre Augen sind geschlossen, ihr Kopf nach hinten geneigt. Doch ihr Rumpf ist aufgeschlitzt und gibt den Blick auf die inneren Organe in Schichten frei. Diese anatomische Wachsfigur steht sinnbildhaft für die Zeit der Aufklärung, in der Wissen ins Zentrum menschlicher Welterfahrung rückte. Der Künstler Clemente Susini entwickelte im 18. Jahrhundert eine neue Form der Darstellung, zwischen anatomischem Wissen und künstlerischer Interpretation. Unter Zusammenarbeit mit der <strong>Universität Bologna und deren Sammlungen “Luigi Cattaneo” und Museum Palazzo Poggi</strong> präsentiert die Ausstellung <em>Anatomie der Fragilität</em> zusätzlich neun weitere spektakuläre anatomische Wachsskulpturen.     Ergänzend erzählt der Film <strong><em>Die Anatomin</em></strong> von <strong>Iris Fegerl</strong> auf eindrucksvolle Art die Geschichte der Anatomin und Wachskünstlerin Anna Morandi Manzolini. Sie war die erste Frau, die im 18. Jahrhundert in die rein männlichen Domäne der Universität Einlass fand.</p>
<p>Den anatomischen Wachsfiguren gegenübergestellt können Besucher:innen das Innere des Körpers als virtuelles Erlebnis bereisen. Das Londoner Künstler:innenkollektiv <strong>Marshmallow Laser Feast</strong> hat eine immersive VR-Erfahrung geschaffen. Die Installation <em>Evolver</em> entstand in Kooperation mit dem <strong>Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS</strong> aus Bremen. Für die Öffentlichkeit kaum zugängliches medizinisches Rohmaterial wie Ganzkörper-MRT-Scans, MRA-Untersuchungen und Blutflussdaten einer Person stellen das wissenschaftliche Rohmaterial für diese künstlerische Arbeit dar.</p>
<p><em>Evolver</em> beginnt mit einer zehn-minütigen Audio-Meditation. Die Stimme von Cate Blanchett führt in Englischer Sprache Besuchenden in die Ruhe der eigenen Atmung und so in die Beruhigung des eigenen Herzschlags. Im Anschluss versetzt eine vierundzwanzig-minütige VR-Erfahrung in die Blutkreisläufe, Lungenräume und das pulsierende Herz. Eine bewegtbild Projektion von fünfzehn Metern lässte Betrachter:innen in die medizinisch-künstlerischen Körperbilder eintauchen.</p>
<p>Zusätzlich kann die Teilnahme am interaktiven Teil der Installation nach vorheriger Anmeldung gebucht werden. Termine werden jeden Donnerstag von 17 bis 21 Uhr, jeden Samstag und Sonntag von 11 bis 19 Uhr sowie an Feiertagen angeboten. Jede virtuelle Reise dauert 45 Minuten. Termine können hier reserviert werden: <strong>calendly.com/frankfurterkunstverein</strong>.</p>
<p>Der Frankfurter Kunstverein hat die Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Frankfurt gesucht. Aus der Sammlung der <strong>Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin der Goethe-Universität Frankfurt</strong> sind naturgetreue Wachsmodelle von Hautkrankheiten und -verletzungen zu sehen. Die sogenannten Moulagen sind aus Wachs geformte, dreidimensionale und naturgetreue Nachbildungen von Körperteilen, die zur medizinischen Ausbildung dienen. Anders als bei den anatomischen Wachsmodellen aus der italienischen Tradition, die idealisierte und anonyme Körper darstellten, bewahren Moulagen das genaue Abbild einer echten, individuellen Person. Sie sind so das Abbild von Körperfragmenten, das die Spuren eines realen Menschen und seiner einmaligen Leidensgeschichte trägt – und gleichzeitig die Voraussetzung für die Weitergabe von Wissen in der Medizin.</p>
<p>In räumlicher Gegenüberstellung zeigt die südkoreanische Künstlerin <strong>Yein Lee</strong> (*1988 Incheon, KR) fünf Skulpturen. Die in Wien lebende Kunstschaffende leistet mit ihrem Werk Widerstand gegen eine Vorstellung des Körpers als makellos, intakt und immer funktionierend. Ihre Plastiken stellen menschenähnliche, lebensgroße Figuren dar, die, von ihren äußeren Hüllen befreit, auf ihre inneren Strukturen blicken lassen. Die Skulpturen konstruiert Lee aus elektrischen Kabeln, Stahlrohren, Computerteilen, aber auch aus Zweigen und Ästen sowie gefundenen Alltagsobjekten. Ihr Material ist synthetisch und natürlich zugleich. So entstehen fragile Körperwesen zwischen Technik und Natur, deren offene Strukturen Instabilität und Wandel verkörpern.</p>
<p>Votive sind Opfergaben, die Menschen in Zeiten der Not höheren Kräften darbieten. Es sind Ding gewordene Gebete um Heilung und um Schutz in Zeiten des Leids, oder Dank für wundersame Rettung und Hilfe. Seit Jahrtausenden existiert diese Form der Anrufung göttlicher Kraft und Fürbitte fast unverändert. An jedes einzelne Votiv ist die Lebensgeschichte eines Menschen gebunden, dessen Bitte die Gabe in Gestalt des Votivs erzählt. Die Ausstellung <em>Anatomie der Fragilität</em> zeigt 23 <strong>etruskische Terrakotta-Votive aus dem Bestand der Antikensammlung der Professur für Klassische Archäologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen</strong>. Sie stammen aus der Sammlung des Anatomen Ludwig Stieda, der sie 1899 im heutigen Isola Farnese, das über den Ruinen der antiken Stadt Veji liegt, erwarb. Sie datieren überwiegend ins späte 3. bis mittlere 2. Jahrhundert v. Chr. und gehören zu den frühesten erhaltenen Zeugnissen einer religiösen Praxis, die in verschiedenen Kulturen über Jahrtausende fortgeführt wurde.</p>
<p>Ihnen gegenüber stehen Objekte aus der <strong>Sammlung von Hans und Benedikt Hipp</strong> aus Pfaffenhofen. Der Bestand umfasst Votive, die bis ins frühe 17. Jahrhundert zurückreichen. Zu sehen sind blutrot gefärbte Wachs-Votive und die dazugehörigen Holzmodel. Im süddeutschen Raum wurden Votivgaben seit dem Barock vor allem aus dem formbaren, organischen Bienenerzeugnis gefertigt. Die Eigenschaften von Wachs sind unmittelbar mit der Fleischlichkeit und Verletzlichkeit des menschlichen Körpers verbunden. Die Figuren wurden seriell aus demselben Model gegossen und viele sind optisch identisch, doch trägt jedes einzelne Objekt eine individuelle Geschichte, einen Wunsch oder eine dringende Hoffnung in sich.</p>
<p>Mit den Votivgaben treten fünf Gemälde der italienischen Künstlerin <strong>Chiara Enzo</strong> (*1989 Venedig, IT) in einen räumlichen Dialog. Ihr zentrales Sujet ist der menschliche Körper als die Schnittstelle alles menschlichen In-der-Welt-Seins. Die kleinformatigen Malereien sind hyperrealistisch. Sie zeigen Körperoberflächen, die nie intakt und unversehrt sind. Spuren von Verletzungen, Eingriffen, epidermische Reaktionen oder Abdrücke von Abwesendem werden zum Motiv. Enzo stellt Fragen nach den universellen Erfahrungen des Menschseins: Intimität, Verletzlichkeit, Krankheit – und wie wir aus Wahrnehmung eine Idee von Wirklichkeit erschaffen.</p>
<p>Eine große Rauminstallation von <strong>Agnes Questionmark</strong> (*1995 Rom, IT) bildet den Schlusspunkt der Ausstellung. Sie setzt drei lebensgroße Skulpturen und sechs Wandobjekte zusammen, die eigens für die Ausstellung geschaffen wurden. Ausgangsmaterial der Künstlerin sind Bilder chirurgischer Eingriffe am offenen Herzen.</p>
<p>Diese sind digital und analog verfremdet und mit Silikon oder Wachs überformt. Als imposante Wandtafeln erinnern sie an das Leibliche und Fleischliche der Körperinnenräume. Das Zentrum des Raumes bilden drei lebensgroße Skulpturen. Mischwesen, zwischen Alien und mythologischen Wasserfiguren – halb Mensch, halb Tier. Das Fremde, das Andersartige, das der Gesellschaft als monströs gilt, verkörpert bei Questionmark erlebte Zustände des Dazwischen. Agnes Questionmark verweist auf die Macht rein medizinischer Bewertung, die Subjekte fixiert, Geschlechter zuweist und Abweichungen pathologisiert. Sie eignet sich die klinischen Bildwelten an, formt sie um, womit ihre Kunst zu einem Akt der Selbstermächtigung wird – jenseits binärer Kategorien von männlich und weiblich, gesund und krank, menschlich und nicht-menschlich, fragil und resilient.</p>
<p>Die Ausstellung spiegelt die programmatische Ausrichtung des Frankfurter Kunstvereins wider, bei der die aktuelle Kunst und die Wissenschaften als gleichwertige Ausdrucksformen menschlichen Wissensdrangs und der Sinnsuche befragt werden.</p>
<p>Sie entstand unter der Schirmherrschaft des Italienischen Generalkonsulats in Frankfurt am Main.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir danken:</p>
<p>Italienisches Generalkonsulat Frankfurt:<strong> Massimo Darchini </strong>(Generalkonsul), <strong>Silvia Bianchi</strong> (Vizekonsulin) <strong>Michele Santoriello </strong>(Kulturbüro)</p>
<p>Goethe-Universität Frankfurt: <strong>Prof. Dr. Enrico Schleiff</strong> (Präsident), <strong>Prof. Dr. med. Bastian Schilling</strong> (Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin), <strong>Prof. Dr. Falk Ochsendorf</strong>,<strong> Thomas Koculak, Ilona Büttner </strong>und<strong> Andrea Steininger-Rusch </strong>(Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Universitätsmedizin), <strong>Dr. Matthias Recke</strong> (Kustos der Antikensammlung und des Skulpturensaals), <strong>Prof. Dr. Anja Klöckner</strong> (Professur Klassische Archäologie), <strong>Dr. Judith Blume</strong> (Koordinatorin der Sammlungen an der Goethe-Universität)</p>
<p>Justus-Liebig-Universität Gießen:<strong> Prof. Dr. Katharina Lorenz </strong>(Präsidentin), <strong>Dr. Michaela Stark</strong> (Antikensammlung der Professur für Klassische Archäologie)</p>
<p>Alma Mater Studiorum – Universität Bologna, Museales System der Universität: <strong>Prof. Dr. Giuliana Benvenuti </strong>(Präsidentin),<strong> Prof. Dr. Stefano Ratti </strong>(Wissenschaftlicher Referent der Sammlung anatomischer Wachsmodelle “Luigi Cattaneo”),<strong> Prof. Dr. Lucia Corrain </strong>(Wissenschaftliche Referentin des Museums Palazzo Poggi),<strong> Dr. Annalisa Managlia </strong>(Technische Koordinatorin),<strong> Dr. Cristina Nisi </strong>(Rechte, Reproduktionen und Leihgaben); <strong>Daniele Angellotto </strong>(Restaurator am Opificio delle Pietre Dure, Florenz)</p>
<p><strong>Hans und Benedikt Hipp </strong>(Sammlung Hipp, Pfaffenhofen); <strong>Agnes Questionmark</strong>; <strong>Arturo Passacantando</strong> (Studio Agnes Questionmark); <strong>Zabludowicz Foundation</strong>, Ko-Finanzierung Produktion Agnes Questionmark; <strong>Pepe Baena Diví</strong> (Airas Wang de Lafée, Girona, Vertretung Agnes Questionmark); <strong>Chiara Enzo</strong>; <strong>Lorenzo Ciavaglia</strong>,<strong> Paolo Zani</strong> (Galleria Zero, Mailand, Vertretung Chiara Enzo); <strong>Matteo Larice</strong>;<strong> Mariolina Bassetti</strong>;<strong> Mauro de Iorio </strong>(Collezione De Iorio, Italien);<strong> Stefano Menconi </strong>(MA COLLECTION Singapore); <strong>Yein Lee</strong>; <strong>Sophie de Oliveira Barata</strong> (The Alternative Limb Project); Marshmallow Laser Feast: <strong>Mike Jones</strong> (Produktionsleiter, Partner), <strong>Emmanuel Adanlawo</strong> (Produzent), <strong>Sarah Gamper-Marconi</strong> (Studioleiterin), <strong>Louise Deschamps</strong> (Kommunikation); <strong>Iris Fegerl</strong>; <strong>Bianka Hofmann </strong>(Leiterin Wissenschaftskommunikation, Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin MEVIS); <strong>Dr. Wolfgang David </strong>(Direktor Archäologisches Museum Frankfurt)</p>
<p>Wir danken den Kolleg:innen aus dem „Netzwerk Nachhaltige Kultur Frankfurt“ für ihre Unterstützung:</p>
<p>Historisches Museum Frankfurt:<strong> Dr. Doreen Mölders </strong>(Direktorin), <strong>Carolina Maddè </strong>(Ausstellungs- und Veranstaltungsmanagement)<br />
Schirn Kunsthalle Frankfurt:<strong> Esther Schlicht</strong> (Stellvertretende Direktorin, Ausstellungsleiterin und Kuratorin), <strong>Christian Teltz </strong>(Technische Leitung),<strong> Andreas Gundermann </strong>(Leitung Hängeteam)<br />
Städelmuseum:<strong> Dr. Philipp Demandt </strong>(Direktor)<strong>, Sven Lubinus </strong>(Stellvertretender Leiter Ausstellungsdienst),<strong> Thorsten Knapp </strong>(Technik)<br />
Deutsches Ledermuseum Offenbach:<strong> Dr. Inez Florschütz </strong>(Direktorin),<strong> Ralph Müller </strong>(Haustechnik),<strong> Yvonne Scholz </strong>(Büro der Direktion)</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>And This is Us 2025 – Junge Kunst aus Frankfurt</title>
		<link>https://www.fkv.de/ausstellung/and-this-is-us-2025-junge-kunst-aus-frankfurt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2024 10:51:02 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.fkv.de/?post_type=exhibitions&#038;p=42893</guid>

					<description><![CDATA[Teilnehmende Künstler:innen: La Caoba (Larry Bonćhaka und Sopo Kashakashvili, Absolvent:innen Städelschule), Elisa Deutloff (HfG Offenbach), Simon Gilmer (HfG Offenbach), Paul Haas (Absolvent Städelschule), Nelly Habelt (HfG Offenbach), Nazanin Hafez (Absolventin Kunsthochschule Mainz), Oscar Kargruber (Städelschule), Sargon Khnu (HfG Offenbach), Franziska Krumbachner (HfG Offenbach), Gregor Lau (Städelschule), Thuy Tien Nguyen (Absolventin Städelschule), Kora Riecken (Kunsthochschule Mainz) <a href="https://www.fkv.de/ausstellung/and-this-is-us-2025-junge-kunst-aus-frankfurt/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Teilnehmende Künstler:innen: <strong>La Caoba</strong> (<strong>Larry Bonćhaka</strong> und <strong>Sopo Kashakashvili</strong>, Absolvent:innen Städelschule), <strong>Elisa Deutloff</strong> (HfG Offenbach), <strong>Simon Gilmer</strong> (HfG Offenbach), <strong>Paul Haas</strong> (Absolvent Städelschule), <strong>Nelly Habelt</strong> (HfG Offenbach), <strong>Nazanin Hafez</strong> (Absolventin Kunsthochschule Mainz), <strong>Oscar Kargruber</strong> (Städelschule), <strong>Sargon Khnu</strong> (HfG Offenbach), <strong>Franziska Krumbachner</strong> (HfG Offenbach), <strong>Gregor Lau</strong> (Städelschule), <strong>Thuy Tien Nguyen</strong> (Absolventin Städelschule), <strong>Kora Riecken</strong> (Kunsthochschule Mainz)</p>
<p>Zum fünften Mal seit 2017 zeigt der Frankfurter Kunstverein mit <em>And This is Us 2025 – Junge Kunst aus Frankfurt</em> aktuelle Kunst aus Frankfurt und der Rhein-Main-Region. Die Ausstellung, die alle zwei Jahre vom Frankfurter Kunstverein kuratiert und produziert wird, bietet Künstler:innen der Hochschule für Bildende Künste – Städelschule, der Hochschule für Gestaltung Offenbach und zum ersten mal der Kunsthochschule Mainz eine national sichtbare Bühne. Nicht ein übergeordnetes Thema steht im Vordergrund, sondern die Teilnehmer:innen werden bei der Konzeption und Umsetzung ihrer ganz eigenen Themen begleitet, um ihnen die Produktion neuer Werke in institutioneller Dimension zu ermöglichen.</p>
<p>Das Format <em>And This is Us – Junge Kunst aus Frankfurt</em> ist eine Einladung, sich den Phänomenen der heutigen Zeit durch die Perspektive der jungen Künstler:innen sinnlich zu nähern. Auch 2025 will die Ausstellung die Schwingungen und Stimmungen jeder neuen Generation aufnehmen und unmittelbar sichtbar machen.</p>
<p>Das Ausstellungsformat wurde von Anfang an großzügig von der Dr. Marschner Stiftung unterstützt, deren Engagement aus der Vision eines Frankfurter Bürgers hervorgegangen ist, um das kulturelle Leben für die Menschen unserer Stadt dauerhaft lebendig zu halten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Anwesende des Abwesenden Materie und Spuren – Abdrücke des Lebens in der Zeit</title>
		<link>https://www.fkv.de/ausstellung/das-anwesende-des-abwesenden-materie-und-spuren-abdruecke-des-lebens-in-der-zeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jun 2024 12:54:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Ausstellung entsteht als Kooperation mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und dem Institut für Theoretische Physik, Goethe-Universität Frankfurt Mit Heidi Bucher, Lawrence Malstaf, Marshmallow Laser Feast, Petra Noordkamp, Claudio Parmiggiani, Toni R. Toivonen und mit Exponaten aus dem Archäologischen Park von Pompeji, dem Prähistorischen Museum Florenz „Paolo Graziosi”, dem Naturhistorischen Museum Wien, dem LWL-Museum <a href="https://www.fkv.de/ausstellung/das-anwesende-des-abwesenden-materie-und-spuren-abdruecke-des-lebens-in-der-zeit/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ausstellung entsteht als Kooperation mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung <span class="x13faqbe x193iq5w x1943h6x x1cpjm7i x1fgarty x1gmr53x x1lliihq x1n0sxbx x1s928wv x1vvkbs x3x7a5m x6prxxf xeuugli xhkezso xlh3980 xo1l8bm xudqn12 xvmahel xvq8zen xzsf02u" dir="auto">und dem Institut für Theoretische Physik, Goethe-Universität Frankfurt</span></p>
<p>Mit Heidi Bucher, Lawrence Malstaf, Marshmallow Laser Feast, Petra Noordkamp, Claudio Parmiggiani, Toni R. Toivonen und mit Exponaten aus dem Archäologischen Park von Pompeji, dem Prähistorischen Museum Florenz „Paolo Graziosi”, dem Naturhistorischen Museum Wien, dem LWL-Museum für Naturkunde, Münster, der Associazione Gibellina Parco Culturale und mit Prof. Dr. Luciano Rezzolla, Institut für Theoretische Physik der Goethe-Universität Frankfurt</p>
<p>Kuratiert von: Franziska Nori, mit wissenschaftlicher Unterstützung von Anita Lavorano und Laura Perrone</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Ausstellung<em> Das Anwesende des Abwesenden</em> kreist thematisch um die zeitlose Auseinandersetzung des Menschen mit der Idee der Veränderung und der Vergänglichkeit und deren Formen der Repräsentation. Der Titel spielt auf Materie als Präsenz an, in der sich Spuren des Lebenden einschreiben. Die vitale Energie ist kraftvoll, jedoch flüchtig.</p>
<p>Woher kommen wir? Was ist der Ursprung aller Materie auf der Erde und in der Unendlichkeit des Kosmos? Was bedeutet es, in unserer Galaxie Schwarze Löcher zu erkennen, in denen unendlich verdichtete Materie eine Leere und Abwesenheit erzeugt? Welche Auswirkungen schaffen Naturereignisse, die die Erde umformen und das Leben der Menschen mit ihrer Macht verändern? Und wie gehen Menschen mit dem existentiellen Bedürfnis um, sich in ihrer Endlichkeit der Ewigkeit zu stellen? Welche Mythen und welche Bilder schaffen sie, um sich mit dem Spirituellen zu verbinden? Ist Kunst ein Weg, ein Zeugnis seiner selbst in die Zeit einzuschreiben?</p>
<p>Diese Fragen haben das Vorstellungsvermögen von uns Menschen seit der Urzeit bis in die heutige Zeit geprägt. Seit es Menschen auf der Erde gibt, erfinden sie Symbole und Zeichen, um ihrem Fühlen und Denken und Wissen eine Form zu geben, Spuren in der Zeit zu hinterlassen und sich vielleicht so mit der Ewigkeit zu verbinden.</p>
<p>Werke bedeutender zeitgenössischer Künstler:innen treten in einen Dialog mit wissenschaftlichen Exponaten der Geologie, der Astrophysik, mit Abgüssen aus Pompeji, mit Fußabdrücken prähistorischer Menschen von der Fundstelle Laetoli im heutigen Tansania und mit Nachbildungen prähistorischer Höhlenzeichnungen menschlicher Vorfahren. Alle Exponate verweisen auf existenzielle Fragen des Menschseins in den Dimensionen von Raum und Zeit. Sie erforschen die Idee der Spuren einer Existenz, die sich in Materie einschreiben.</p>
<p>Mit der Ausstellung <em>Das Anwesende des Abwesenden</em> schreibt der Frankfurter Kunstverein die Zusammenarbeit mit der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung ein viertes Mal fort. Nach <em>Trees of Life</em> (2019), <em>Edmonds Urzeitreich </em>(2020) und <em>Bending the Curve</em> (2023), ist nun eine Schau entstanden, in der der Frankfurter Kunstverein mit Hilfe der Wissenschaft grundsätzliche Fragen stellt. Die Zusammenarbeit erwächst aus den fortwährenden Gesprächen zwischen Prof. Franziska Nori, Direktorin des Frankfurter Kunstvereins und Prof. Dr. Andreas Mulch, Direktor des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt. Zusätzlich haben wir Prof. Dr. Luciano Rezzolla vom Institut für Theoretische Physik der Goethe-Universität gewinnen können, Wissenschaft und Kunst als gemeinsame Kraft menschlichen Denkens und Forschens in einen intensiven Dialog treten zu lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe title="Das Anwesende des Abwesenden: Materie und Spuren - Abdrücke des Lebens in der Zeit | Trailer" width="1778" height="1000" src="https://www.youtube.com/embed/vMuuna6-jCU?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Wir danken</p>
<p>Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt: <strong>Prof. Dr. Andreas Mulch </strong>(Direktor),<strong> Prof. Dr. Ottmar Kullmer </strong>(Leiter der Abteilung Paläoanthropologie)<strong>, Dr. Thorolf Müller </strong>(Leitung Kuration )<strong>, Stefanie Klein </strong>(Ausstellungsbüro),<strong> Olaf Vogel </strong>(Geologischer Präparator)<strong>; </strong>Institut für Theoretische Physik (ITP), Goethe-Universität Frankfurt: <strong>Prof. Dr. Luciano Rezzolla, Marie Cassing</strong>; Italienisches Generalkonsulat Frankfurt:<strong> Massimo Darchini </strong>(Generalkonsul), <strong>Michele Santoriello </strong>(Kulturbüro); Archäologischer Park von Pompeji:<strong> Dr. Gabriel Zuchtriegel </strong>(Direktor), <strong>Dr. Silvia Martina Bertesago</strong>, <strong>Anna Civale </strong>(Ausstellungen und Vermittlung), <strong>Paola Sabbatucci</strong> (Restauratorin); Prähistorisches Museum und Institut „Paolo Graziosi“ in Florenz:<strong> Prof. Dr. Fabio Martini </strong>(Direktor), <strong>Dr. Lapo Baglioni</strong>; Naturhistorisches Museum Wien: <strong>Dr. Karin Wiltschke-Schrotta </strong>(Abteilungsdirektorin Anthropologie),<strong> Dr. Margit Berner </strong>(Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin); LWL-Museum für Naturkunde, Münster: <strong>Dr. Lothar Schöllmann </strong>(Sammlungsleitung Paläontologie),<strong> Daria Carobene </strong>(Sammlungsmanagerin Paläonthologie), <strong>Sabine Frahling </strong>(Verwaltung);<strong> Alberto Stabile </strong>(Gibellina Heartquake VR); The Heidi Bucher Estate:<strong> Indigo Bucher </strong>und <strong>Mayo Bucher; Ischa Tallieu </strong>(Tallieu Art Office); <strong>Ingrid Nelson </strong>(Artist Liason Lehmann Maupin);<strong> Michele Casamonti </strong>(Tornabuoni Art); <strong>Federica Popoli</strong>,<strong> Abel Herrero</strong> (Studio Claudio Parmiggiani); <strong>Tiziana Peparini,</strong><strong> Marco Fusi</strong> (Ars Movendi); Galerie Forsblom: <strong>Ilkka Tikkanen </strong>(Direktor),<strong> Suvi Pajunen </strong>(Registrar); Nelimarkka Foundation:<strong> Joonas Seeck </strong>(Vorsitzender), <strong>Carmen Vendelin-Iaukkanen </strong>(Direktorin); <strong>Anna Hjorth-Röntynen </strong>(Direktorin Sara Hildén Art Museum); <strong>Tommi Pätilä</strong>; <strong>Ville Tuppurainen</strong>; <strong>Tobias Becker </strong>und die Studierenden des Instituts für Kunstpädagogik, Justus-Liebig-Universität Gießen; <strong>Andrea Cortellessa</strong>; <strong>Dr. Wolfgang David </strong>(Direktor Archäologisches Museum Frankfurt); <strong>Matthias Eichhorn</strong>; <strong>Paolo Ferri</strong>; <strong>Daniel Gilgen </strong>(studio gilgen); <strong>Florian Langhammer </strong>(Collectors Agenda); <strong>Fabio Macaluso</strong>;<strong> Kathrin Sündermann</strong>;<strong> Dr. Norbert Zimmermann </strong>(Deutsches Archäologisches Institut, Rom);<strong> C.H. Beck Verlag</strong>; <strong>Ullstein Buchverlage GmbH</strong></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gintarė Sokelytė – Wer hat Macht? Körper im Streik</title>
		<link>https://www.fkv.de/ausstellung/gintare-sokelyte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 16:00:22 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.fkv.de/?post_type=exhibitions&#038;p=40822</guid>

					<description><![CDATA[Kuratiert von Franziska Nori Unter dem Titel Wer hat Macht? Körper im Streik hat der Frankfurter Kunstverein zwei aufstrebende Frankfurter Künstlerinnen, Gintarė Sokelytė und Sonja Yakovleva, eingeladen, ihre bisher größte institutionelle Einzelausstellung umzusetzen. Mit gewaltigen Neuproduktionen haben sie autarke Bildräume geschaffen, in denen die Frage der Macht subversiv gestellt wird – welcher Macht Körper ausgesetzt <a href="https://www.fkv.de/ausstellung/gintare-sokelyte/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kuratiert von Franziska Nori</p>
<p>Unter dem Titel <em>Wer hat Macht? Körper im Streik</em> hat der Frankfurter Kunstverein zwei aufstrebende Frankfurter Künstlerinnen, Gintarė Sokelytė und Sonja Yakovleva, eingeladen, ihre bisher größte institutionelle Einzelausstellung umzusetzen. Mit gewaltigen Neuproduktionen haben sie autarke Bildräume geschaffen, in denen die Frage der Macht subversiv gestellt wird – welcher Macht Körper ausgesetzt sind und die Macht, die von Körpern im öffentlichen Raum ausgeübt wird.</p>
<p>Gintarė Sokelytė zeichnet und malt, sie ist Bildhauerin und Filmemacherin. Der Körper und dessen innere Landschaften bilden schon immer den Kern ihrer Untersuchung. Er wird als Instrument betrachtet, durch das das Selbst die Welt und seine eigene Existenz erfährt. Für den Frankfurter Kunstverein hat Sokelytė einen gänzlich in sich geschlossenen Raum geschaffen, in den sie uns eintreten lässt. Sie fragt nach der Macht unausgesprochener Ängste und wie sie gebannt werden kann. Sokelytė forscht nach einem zeitlosen Drang, mit dem sich der Mensch gegen das Ungewisse durch Ordnung und Form widersetzt. Ihre menschlichen Figuren sind das Feld, auf dem die Macht eines ewigen Kampfes ausgetragen wird.</p>
<p><em>Wer hat Macht? Körper im Streik</em> ist eine Einladung, sich durch die Werke von Sonja Yakovleva und Gintarė Sokelytė Phänomenen der heutigen Zeit sinnlich zu nähern. Die Ausstellung ist eingebettet in die programmatische Ausrichtung des Frankfurter Kunstvereins, der sich für die Förderung junger Kunst aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet einsetzt und dabei innovative Perspektiven auf gesellschaftliche Fragen präsentiert.</p>
<p>Gintarė Sokelytė (*1986, Kėdainiai, LT) lebt und arbeitet in Frankfurt am Main (DE). Im Jahr 2023 schloss sie ihr Studium an der Städelschule in Frankfurt am Main (DE) ab. Zuvor studierte sie Siebdruck an der Technischen Universität Vilnius Gediminas (LT). Sie ist Mitglied des Künstler- und Architektenkollektivs Commune 6&#215;3. In den Jahren 2013, 2016 und 2023 erhielt Sokelytė den litauischen Filmpreis &#8211; den Silbernen Kranich &#8211; für die beste Regie im Bereich Schnitt. Im Jahr 2023 wurde sie mit dem Preis der Heinz und Gisela Friederichs Stiftung ausgezeichnet. Gintarė Sokelytė hat u. a. im Palais de Tokyo, Paris (FR), im Frankfurter Kunstverein (DE), im Montos tattoo art space, Vilnius (LT), im Vytautas Kasiulis Art Museum (LT) und im Goethe-Institut Irland (IE) ausgestellt.</p>
<p>Wir danken<br />
Historische Eisenbahn Frankfurt e.V.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sonja Yakovleva – Wer hat Macht? Körper im Streik</title>
		<link>https://www.fkv.de/ausstellung/sonja-yakovleva/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jan 2024 15:52:41 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.fkv.de/?post_type=exhibitions&#038;p=40819</guid>

					<description><![CDATA[Kuratiert von Franziska Nori Unter dem Titel Wer hat Macht? Körper im Streik hat der Frankfurter Kunstverein zwei aufstrebende Frankfurter Künstlerinnen, Gintarė Sokelytė und Sonja Yakovleva, eingeladen, ihre bisher größte institutionelle Einzelausstellung umzusetzen. Mit gewaltigen Neuproduktionen haben sie autarke Bildräume geschaffen, in denen die Frage der Macht subversiv gestellt wird – welcher Macht Körper ausgesetzt <a href="https://www.fkv.de/ausstellung/sonja-yakovleva/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kuratiert von Franziska Nori</p>
<p>Unter dem Titel <em>Wer hat Macht? Körper im Streik</em> hat der Frankfurter Kunstverein zwei aufstrebende Frankfurter Künstlerinnen, Gintarė Sokelytė und Sonja Yakovleva, eingeladen, ihre bisher größte institutionelle Einzelausstellung umzusetzen. Mit gewaltigen Neuproduktionen haben sie autarke Bildräume geschaffen, in denen die Frage der Macht subversiv gestellt wird – welcher Macht Körper ausgesetzt sind und die Macht, die von Körpern im öffentlichen Raum ausgeübt wird.</p>
<p>Sonja Yakovleva fertigt seit Jahren monumentale Scherenschnitte mit überbordenden Bildkompositionen. Sie wurde durch die Ironie ihrer pop-feministischen Motive bekannt, welche sich zu einem Manifest selbstermächtigter weiblicher Körperlichkeit entwickelten. Mit der aktuellen Ausstellung schaut sie auf Klassenfragen und Machtverhältnisse in der Leistungsgesellschaft. Yakovleva karikiert den Körperkult, den Schönheitswahn und den grassierenden Wettbewerb heutiger Fitnesskultur als Symptom verinnerlichter Normen. In ihren Bildwelten inszeniert und offenbart sie die Arbeit am eigenen Körper als Mittel des Leistungsdiktats. Als Gegenpol dazu untersucht Yakovleva Arbeit als Notwendigkeit, für Menschen und für das Funktionieren von Städten und der Gesellschaft als Ganzes.</p>
<p><em>Wer hat Macht? Körper im Streik</em> ist eine Einladung, sich durch die Werke von Sonja Yakovleva und Gintarė Sokelytė Phänomenen der heutigen Zeit sinnlich zu nähern. Die Ausstellung ist eingebettet in die programmatische Ausrichtung des Frankfurter Kunstvereins, der sich für die Förderung junger Kunst aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet einsetzt und dabei innovative Perspektiven auf gesellschaftliche Fragen präsentiert.</p>
<p>Sonja Yakovleva (*1989, Potsdam) lebt und arbeitet in Frankfurt am Main (DE). Sie hat an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und an der Hochschule der Bildenden Künste in Athen (GR) studiert. Sie ist Mitglied des Kollektivs KVTV, mit dem Yakovleva den Videoblog KulturvotzenTV über zeitgenössische Kunst auf Instagram betreibt und Ausstellungs- und Publikationsprojekte kuratiert. Unter anderem hat Sonja Yakovleva in folgenden Institutionen ausgestellt: Kunstraum Potsdam, Potsdam (DE), Kunstpalais Erlangen, Erlangen (DE), Klingspor Museum, Offenbach am Main (DE), Städtische Galerie Nordhorn, Nordhorn (DE), saasfee pavillon, Frankfurt am Main (DE), Neuer Kunstverein Gießen, Gießen (DE).</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fake Views – Eva &#038; Franco Mattes</title>
		<link>https://www.fkv.de/ausstellung/eva-franco-mattes/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jan 2023 10:32:46 +0000</pubDate>
				<guid isPermaLink="false">https://www.fkv.de/?post_type=exhibitions&#038;p=38429</guid>

					<description><![CDATA[Special Guests: Nora Al-Badri, Simon Denny, Do Not Research, Olia Lialina, Jill Magid und Jon Rafman Eröffnung am Donnerstag, den 13. Juli 2023, um 19 Uhr Der Frankfurter Kunstverein freut sich, die bisher größte Soloausstellung der Medienkünstler:innen Eva &#38; Franco Mattes, mit dem Titel Fake Views, zu präsentieren. Unter dem Pseudonym 0100101110101101.org wurden sie international <a href="https://www.fkv.de/ausstellung/eva-franco-mattes/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><strong>Special Guests: Nora Al-Badri, Simon Denny, Do Not Research, Olia Lialina, Jill Magid und Jon Rafman</strong></p>
<p><strong>Eröffnung am Donnerstag, den 13. Juli 2023, um 19 Uhr</strong></p>
<p>Der Frankfurter Kunstverein freut sich, die bisher größte Soloausstellung der Medienkünstler:innen Eva &amp; Franco Mattes, mit dem Titel <em>Fake Views</em>, zu präsentieren. Unter dem Pseudonym 0100101110101101.org wurden sie international zu Pionier:innen der Netzkunstbewegung. Sie beschäftigen sich seit den 90er-Jahren mit den Phänomenen, die durch das Internet entstanden sind. Das Künstler:innenduo ist bekannt für die ironische Aneignung von Internetstrukturen, sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den sozialen und politischen Auswirkungen der Netzkultur auf unsere Gesellschaft.</p>
<p><strong>Die Ausstellung <em>Fake Views</em></strong></p>
<p><em>Fake Views</em> thematisiert durch den Titel mehrere Aspekte. Zum einen spielt dieser auf das Phänomen der Fake News an, manipulierte Nachrichten, die sich in sozialen Netzwerken schwer kontrollieren lassen und oft kommerzielle oder ideologische Interessen verfolgen. Zum anderen steht der Titel <em>Fake Views</em> für eine digitale Praxis, nämlich manipulierte Klickzahlen für Videos und Bilder, die bei unseriösen Anbieter:innen gekauft werden, um die Aufrufe zu erhöhen und den Eindruck einer öffentlichen Unterstützung zu erwecken. Diese künstlich generierten Views unterstützen Influencer:innen, Unternehmen, Verschwörungstheoretiker:innen und Politiker:innen dabei, eine größere Reichweite und Aufmerksamkeit zu erlangen.</p>
<p>Der Einsatz gefälschter Social-Media-Konten und Kommunikations-Bots sowie die Täuschung durch manipulierte Bilder, erfundene Quellen und Clickbait-Journalismus sind weit verbreitete Methoden organisierter Propaganda und Desinformationspolitik. Sie werden professionell konzipiert und bedienen existierende Vorurteile, sogenannte kognitive Biases. Durch konstruierte Narrative lenken und verzerren sie öffentliche Meinung.</p>
<p>Eva &amp; Franco Mattes‘ Werke nutzen Mittel und Strategien einer umkämpften Aufmerksamkeitsökonomie, welche die globale Öffentlichkeit bestimmen. Das Künstler:innenduo konzentriert sich darauf, manipulierte und manipulative Daten sowie die oft unsichtbaren digitalen Prozesse offenzulegen und sichtbar zu machen. Ihre Themen umfassen verschiedene Bereiche wie den Ressourcenverbrauch zur Verarbeitung von Daten, die unregulierten Arbeitsbedingungen im Internet sowie die Konstruktion absurder Identitäten in den sozialen Medien.</p>
<p>Ihr konzeptueller Ansatz wirkt wie ein Kontrastmittel für Netzkulturen. Es ermöglicht ihnen, das Internet und seine unsichtbare Infrastruktur – sowohl technische als auch menschliche – von innen heraus zu beleuchten.</p>
<p><strong>Der Ausstellungsparcours</strong></p>
<p>Die Ausstellung funktioniert wie ein zusammenhängender Organismus, in dem miteinander verbundene Teile ein ganzes Netzwerk bilden und jedes Werk einen wesentlichen Aspekt der globalen Online-Kultur untersucht.</p>
<p>Der Parcours beginnt mit der spektakulären Skulptur <strong><em>Personal Photographs</em></strong>. Metallene Kabeltrassen und -stränge bilden eine dreidimensionale Struktur, die die ambivalente Beziehung zwischen privaten und öffentlichen Daten visualisiert. Hier werden Hardware und funktionale Infrastruktur in einem künstlerischen Akt offensiv nach außen gekehrt. Sie dienen sowohl als gestalterisches Element als auch als Kunstwerk.</p>
<p>Es folgen Eva &amp; Franco Mattes‘ Arbeiten <strong><em>BEFNOED</em></strong> und <strong><em>The Bots</em></strong>. Beide Videoinstallationen thematisieren die ausbeuterischen Arbeitsverhältnisse von Online-Arbeitnehmer:innen, dem sogenannten &#8222;Cybertariat&#8220; (Cyber-Proletariat). Immer mehr Menschen, die zu schlechten Bedingungen für digitale Plattformen arbeiten, sind unverzichtbarer Teil der in den letzten Jahren entstandenen Gig Economy. Die Arbeit <em>BEFNOED</em> gibt den ansonsten anonymen Arbeitnehmer:innen Sichtbarkeit. Von den Künstler:innen als Dienstleister:innen beauftragt, performen sie sinnfreie, humorvolle und sogar poetische Aktionen vor der Kamera.</p>
<p>In der sechsteiligen Arbeit <em>The Bots</em> werden Zeug:innenaussagen von Content-Moderator:innen als getarnte Make-Up-Tutorials präsentiert. Diese Moderator:innen sind für die manuelle Löschung von Fluten an gewaltverherrlichenden, pornografischen und kontroversen Bildern aus den sozialen Medien zuständig und dieser Belastung somit ungeschützt ausgesetzt. Die Aussagen stammen aus investigativen Recherchen, bei denen Zeug:innen zu ihrer Tätigkeit in der Facebook-Moderationszentrale in Berlin befragt wurden. Um die Anonymität der Zeug:innen zu gewährleisten, wurden die Aussagen von Schauspieler:innen interpretiert.</p>
<p>Während der Recherche für <em>The Bots</em> erhielten Eva &amp; Franco Mattes Zugang zu vertraulichen Richtlinienkatalogen, die als Bewertungsmaßstab für Content-Moderator:innen dienen. Diese bislang der Öffentlichkeit verborgenen Regeln wurden von den Künstler:innen in den Wandarbeiten <strong><em>Abuse Standards Violations</em></strong> sichtbar gemacht.</p>
<p>Als Weltpremiere präsentieren Eva &amp; Franco Mattes ihr neues Video <strong><em>Up Next</em></strong>, das sich mit dem Schicksal der Iranischen Teenagerin beschäftigt, die als Sahar Tabar auf Instagram berühmt wurde. Die Arbeit – eine tonlose Videomontage aus Bildern und Presseclips – zeigt auf erschütternde Weise, wie sich das Spiel mit der eigenen Identität im Netz verselbstständigen und zu einem hoch manipulativen medialen Spektakel eskalieren kann.</p>
<p>Am Ende des Ausstellungsparcours befindet sich die neue Arbeit <strong><em>P2P</em></strong>. Zu sehen ist ein Server in einem Gitterkäfig. Auf diesem leistungsstarken Server befinden sich die Werke von Nora Al-Badri, Simon Denny, Do Not Research, Olia Lialina, Jill Magid und Jon Rafman. Die Künstler:innen und Kollektive sind Teil von Eva &amp; Franco Mattes‘ Netzwerk. Sie wurden explizit eingeladen, um für die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein neue Werke zu schaffen. Entstanden ist eine Ausstellung in der Ausstellung, die ausschließlich innerhalb des von den Künstler:innen betriebenen Peer-to-Peer Servers stattfindet. Dieser nutzt die Konnektivität und Infrastruktur des Museums, um die Kunstwerke zu teilen. Die Ausstellung feiert die Peer-Gemeinschaften, die von Eva &amp; Franco Mattes geschaffen wurden.</p>
<p>Die Ausstellung <em>Fake Views</em> wird von Franziska Nori kuratiert und ist Teil einer Serie von Ausstellungen des Frankfurter Kunstvereins, die sich kritisch mit Themen der digitalen Gesellschaft und Demokratie auseinandersetzen. Frankfurt beheimatet den weltweit größten Internetknotenpunkt DE-CIX, wodurch sich zunehmend internationale Datenzentren in der Stadt ansiedeln. Die in diesen Zentren zirkulierenden Nutzer:innendaten werden von privaten Firmen verwaltet und in unzugänglichen Hochsicherheitsgebäuden, fern öffentlichen Zugangs, betrieben. Daten sind mittlerweile der wertvollste Rohstoff unserer Zeit. In Bezug auf Datensouveränität hat Frankfurt die Chance, politisch eine Vorreiterrolle einzunehmen. Eine demokratische Selbstbestimmung über die Erhebung, Speicherung, Nutzung und Verarbeitung von Daten, die von Bürger:innen generiert werden, könnte gefordert werden, wie es bereits am Beispiel von Barcelona abzulesen ist.</p>
<p>Das Internet ist kein abstrakter Raum, sondern existiert ganz real als Software, die von Menschen geschrieben wurde, und als Hardware, die unsere Städte verändert. Eva &amp; Franco Mattes nutzen diese Materialität für ihre Kunstwerke und beleuchten daraus resultierende abstrakte ökonomische, soziale und politische Phänomene.</p>
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		<title>Bending the Curve – Wissen, Handeln, [Für]Sorge für Biodiversität</title>
		<link>https://www.fkv.de/ausstellung/bending-the-curve/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2022 11:17:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine Kooperation mit dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und dem Zoo Frankfurt Co-Kreation Kunst: Franziska NoriCo-Kreation Wissenschaft: Katrin Böhning-Gaese Alexandra Daisy Ginsberg / Fernando Laposse / Julia Lohmann / Maurizio Montalti / MYRIAD. Where we connect. / Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP / Karlsruher Institut für Technologie, Fakultät für Architektur / Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie <a href="https://www.fkv.de/ausstellung/bending-the-curve/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Kooperation mit dem Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und dem Zoo Frankfurt</strong></p>
<p><strong><span id="page31R_mcid10"><span dir="ltr" role="presentation">Co-Kreation Kunst: Franziska Nori</span></span><span id="page31R_mcid11"><br role="presentation" /><span dir="ltr" role="presentation"><span id="page31R_mcid12"><span dir="ltr" aria-owns="pdfjs_internal_id_55R">Co-Kreation Wissenschaft:</span></span> Katrin Böhning-Gaese</span></span><span id="page31R_mcid12"></span></strong></p>
<p><strong>Alexandra Daisy Ginsberg / Fernando Laposse / Julia Lohmann / Maurizio Montalti / MYRIAD. Where we connect. / Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP / Karlsruher Institut für Technologie, Fakultät für Architektur / Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie / Walter R. Tschinkel / Zoo Frankfurt<br />
</strong></p>
<p><strong>Bending the Curve – Positive Erzählungen und konkrete Handlungsmodelle</strong></p>
<p>Ohne Artenvielfalt ist auf dem Planeten Erde auch keine menschliche Existenz möglich. Schon zu lange nimmt die Artenvielfalt jedoch ab. Und zwar in alarmierendem Tempo. Diese Erkenntnis eint das Kurator:innenteam des Frankfurter Kunstvereins, welches das Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum sowie den Zoo Frankfurt eingeladen hat, sich zu einer interdisziplinären Kooperation zusammenzuschließen. Ergebnis ist die neue Ausstellung <em>Bending the Curve – Wissen, Handeln, [Für]Sorge für Biodiversität</em>, deren Titel auf das Konzept „Bending the Curve of Biodiversity Loss“ anspielt. Es geht um die Frage, wie der Negativtrend gestoppt oder sogar umgekehrt werden kann. Und es geht um positive Erzählungen. Damit beschäftigen sich die in der Schau versammelten Positionen aus Kunst und Wissenschaft. Sie illustrieren Wege und Handlungsideen zur Erholung der Ökosysteme und dienen dem Ziel einer Schubumkehr in der Biodiversitätskrise.</p>
<p>Franziska Nori (Co-Kreation Kunst) und Katrin Böhning-Gaese (Co-Kreation Wissenschaft) haben international renommierte und innovativ arbeitende Künstler:innen eingeladen, im Frankfurter Kunstverein aktuelle, zum Teil eigens für die Ausstellung geschaffene Werke zu präsentieren. Dazu gehören raumgreifende Installationen ebenso wie Arbeiten aus dem Bereich der computergenerierten Wirklichkeit. Im Frankfurter Kunstverein treffen sie auf Positionen, die das Ausstellungsthema aus der wissenschaftlichen Perspektive veranschaulichen. Etwa durch Big-Data-Modelle, Erfahrungen mit Virtual Reality, ein lebendes Ameisenvolk sowie Ergebnisse innovativer Materialforschung und auf aktiver Teilnahme basierenden Citizen-Science-Projekte.</p>
<p>Die künstlerischen ebenso wie die wissenschaftlichen Ausstellungsstücke stehen für mehr als nur symbolhafte Verweise. Stattdessen präsentiert <em>Bending the Curve</em> Künstler:innen, Forschungsprojekte und Initiativen, deren Arbeit sich auf aktives Handeln für die Transformation konzentriert. Was sie in der Ausstellung zeigen, ist nach der Idee der Co-Kreation entstanden und steht für einen gemeinsamen interdisziplinären Schöpfungsprozess, der sowohl menschliche als auch nicht-menschliche Lebewesen einschließt.</p>
<p>Die Exponate und ihre Entstehungsweise zeigen, wozu eine Umkehr in Denken und Handeln sowie eine neue Werte-Priorität führen können. Auf der im Ausstellungsuntertitel formulierten Grundlage von <em>Wissen, Handeln, [Für]Sorge für Biodiversität</em> propagieren die Macher:innen und deren Werke eine Abkehr vom Anthropozentrismus hin zu dem von Donna Haraway geprägten Begriff transformativer Naturecultures. Die zukunftsweisende Haltung der in Frankfurt präsentierten Künstler:innen ergibt sich auch daraus, dass sie nicht nur nachhaltige, sondern regenerative Kunst präsentieren. Anders als Nachhaltigkeit, die darauf abzielt, Ressourcen zu erhalten und negative Folgen zu minimieren, richtet regenerative Kunst den Fokus auf Koexistenz mit den Ökosystemen. Dafür müssen die Koordinaten des täglichen Daseins so aufeinander abgestimmt werden, dass ein lebenswertes soziales Umfeld entsteht und dies zugleich der Erholung und Erneuerung, wenn nicht sogar der völligen Gesundheit der Umwelt dient.</p>
<p>Die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein ist inspiriert von dem Projekt „Bending the Curve of Biodiversity Loss“. Dahinter verbirgt sich ein internationales Netzwerk, das von Dr. David Leclère geleitet wird und dem 60 Wissenschaftler:innen sowie 46 Institutionen angehören. Sie weisen nach, dass sozial-ökologische Transformation trotz der schwierigen Bedingungen noch möglich ist und leiten daraus die Forderung an die Zivilgesellschaft wie auch an Politik und Wirtschaft ab, entsprechend zu handeln.</p>
<p>Der Frankfurter Kunstverein versteht sich als ein kulturelles, in der Mitte der Gesellschaft verortetes Forum. Mit den Mitteln der Kunst und des bildhaften Denkens führen Künstler:innen und Expert:innen aus unterschiedlichen Bereichen dort einen öffentlichen Diskurs mit Akteur:innen aus der Zivilgesellschaft und animieren auf diese Weise zum politischen Handeln.</p>
<p>Nach den Ausstellungen <em>Trees of Life – Erzählungen für einen beschädigten Planeten</em> und <em>Die Intelligenz der Pflanzen</em>, die 2019/2020 bzw. 2021/2022 zu sehen waren, setzt der Frankfurter Kunstverein mit <em>Bending the Curve</em> die Reihe der Kooperationen zwischen zeitgenössischen Künstler:innen und internationalen, naturwissenschaftlichen Forschungsinstituten fort.</p>
<p><strong>Kunst und Wissenschaft: Eine disziplinübergreifende Kooperation</strong></p>
<p>Für <em>Bending the Curve </em>hat der Frankfurter Kunstverein zwei starke Partnerinstitutionen aus Frankfurt eingeladen: das Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum und den Zoo Frankfurt. Entstanden ist die Ausstellung in enger inhaltlicher Zusammenarbeit und Co-Kreation zwischen Prof. Franziska Nori (Co-Kreation Kunst) und Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese (Co-Kreation Wissenschaft). Beide wurden unterstützt von Dr. Christina Geiger (Zoo Frankfurt).</p>
<p>Prof. Franziska Nori leitet den Frankfurter Kunstverein seit 2014. Unter ihrer Leitung entstand ein Programm, das gesellschaftliche Themen an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft entwickelt. Hierfür wurde sie und der Frankfurter Kunstverein mit zahlreichen Preisen für die beste Ausstellung ausgezeichnet: Binding Kulturpreis 2019, Ausstellungspreis 2020 der Dr. Marschner Stiftung, art-Kuratorenpreis 2022 des art-Kunstmagazin.</p>
<p>Als Spezialistin für Biodiversität weist sich Prof. Dr. Katrin Böhning-Gaese nicht nur durch ihre Arbeit als Wissenschaftlerin, Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums und Trägerin des Deutschen Umweltpreises 2021 aus. Zu einer Fachfrau im Kampf um die Erhaltung der Artenvielfalt macht sie auch ihr Engagement in politischen Beratungsgremien und internationalen Foren.</p>
<p>Der von Dr. Christina Geiger geleitete Zoo Frankfurt leistet Pionierarbeit in Sachen Artenschutz und Biodiversität. Durch engagierte Forschungs- und Bildungsarbeit trägt der Zoo aktiv zur Erhaltung gefährdeter Tierarten und Lebensräume bei.</p>
<p>Zu den wissenschaftlichen Forschungsinstituten, die eingeladen wurden, in Frankfurt ihre Erkenntnisse zu präsentieren, zählen das Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP (Dipl.-Ing. Thomas Büsse und Dr. Jens Balko), das Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie (Prof. Dr. Martin Wikelski und sein Team), das Karlsruher Institut für Technologie (Prof. Dr. Dirk Hebel und die Fakultät für Architektur). Zahlreiche Exponate der Ausstellung wurden in Kooperation mit den Wissenschaftler:innen erarbeitet und entwickelt.</p>
<p>Die Transformation vom Wissen zum Handeln wird durch eine Auswahl junger Unternehmen repräsentiert: Magna Glaskeramik, Blue Blocks Seawood, Compost Board, Plasticiet, Shards Fliesen aus Bauschutt, Smile Plastics, Spared, Stone Cycling, UpBoards und Mogu stehen für innovatives Wirtschaften in den Bereichen der New Materials. Im Fokus stehen dabei Recycling, Urban Mining sowie der Einsatz natürlich nachwachsender und abbaubarer Rohstoffe.</p>
<p>Das Kurator:innen-Team zeichnet sich dadurch aus, dass Expert:innenwissen sinnlich erfahrbar und bildhaft anschaulich gemacht wird. Dazu gehört nicht zuletzt die Vermittlung durch ein umfangreiches Begleitprogramm. Die Ausstellung selbst wie auch die Kooperation zwischen dem Frankfurter Kunstverein und Wissenschaftsinstituten sind motiviert von der Frage nach dem wechselseitigen Transfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.</p>
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		<title>And This is Us 2023 – Junge Kunst aus Frankfurt</title>
		<link>https://www.fkv.de/ausstellung/and-this-is-us-2023-junge-kunst-aus-frankfurt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2022 10:47:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Mit Benedikt Ackermann, Offert Albers, Rashiyah Elanga, Anita Esfandiari, Pia Ferm, Lisa-Sophie Gehrmann, Jenny Sofie Kasper, Ramon Keimig, Meret Kern, Nassim L‘Ghoul, Sonja Rychkova Kuratiert von Franziska Nori Für die Ausstellung And This is Us 2023 sind 11 junge Künstler:innen in den Frankfurter Kunstverein eingezogen. In den Wochen vor der Ausstellungseröffnung haben sie in den Räumen gearbeitet <a href="https://www.fkv.de/ausstellung/and-this-is-us-2023-junge-kunst-aus-frankfurt/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit Benedikt Ackermann, Offert Albers, Rashiyah Elanga, Anita Esfandiari, Pia Ferm, Lisa-Sophie Gehrmann, Jenny Sofie Kasper, Ramon Keimig, Meret Kern, Nassim L‘Ghoul, Sonja Rychkova</strong></p>
<p><strong>Kuratiert von Franziska Nori</strong></p>
<p>Für die Ausstellung <em>And This is Us 2023</em> sind 11 junge Künstler:innen in den Frankfurter Kunstverein eingezogen. In den Wochen vor der Ausstellungseröffnung haben sie in den Räumen gearbeitet und zum Teil dort ihre temporären Werkstätten aufgebaut. Entstanden sind neue großformatige Werke, die für den Ausstellungsort und die Schau produziert wurden. Sie stehen für die Vielfalt aktueller Kunstproduktion in Frankfurt und zeichnen ein Bild der Fragen und Themen, die junge Menschen an unsere Gesellschaft stellen.</p>
<p>Alle eingeladenen Künstler:innen studieren derzeit an der Hochschule für Bildende Künste &#8211; Städelschule in Frankfurt und der Hochschule für Gestaltung Offenbach oder haben gerade absolviert. Sie sind Vertreter:innen einer heutigen Generation, die durch die Jahre der Isolation geprägt wurden, und die auf der Suche nach neuen Strukturen und Modellen ist, weg von normativen gesellschaftlichen Regeln und Erwartungen, die scheinbar enttäuscht haben.</p>
<p>Das Konzept der Ausstellung lässt die Vielstimmigkeit der Künstler:innen zu. Nicht ein übergeordnetes Thema steht im Vordergrund, sondern die Teilnehmer:innen werden bei der Konzeption und Umsetzung ihrer ganz eigenen Themen begleitet, um ihnen die Produktion neuer Werke in institutioneller Dimension zu ermöglichen. So entsteht ein Parcours, der von der Unterschiedlichkeit der Künstler:innen, ihrer Positionen und ihrer Untersuchungen lebt.</p>
<p>Es geht um 11 unterschiedliche, persönliche Sichtweisen, verschiedene Erfahrungen und Erlebnisse. Und es geht um ihren Blick, darum, wie sie die erlebte Realität lesen und bildhaft umformen, wie sie neue Bedeutungszusammenhänge herstellen und somit Diskurse verschieben. Junge Künstler:innen waren und sind schon immer Seismographen ihrer Zeit.</p>
<p>Deren Kunstwerke sind für uns Betrachter:innen Angebote des selbstvergessenen Schauens, eine Möglichkeit unsere eigene Perspektive temporär zu verlassen und die eines anderen Menschen einzunehmen.</p>
<p>Zum vierten Mal seit 2017 findet diese Überblicksschau aktueller Kunstproduktion aus Frankfurt und der Rhein-Main-Region statt, die vom Frankfurter Kunstverein alle zwei Jahre kuratiert und produziert wird und Frankfurter Künstler:innen eine überregional sichtbare Bühne für ihre Werke bietet. Die Ausstellungsreihe im Frankfurter Kunstverein entsteht als Teil einer in Deutschland einmalig dichten und lebendigen Kulturlandschaft, in der zahlreiche, international renommierte Akademien und Hochschulen die neuen Generationen an Kunstschaffenden ausbilden. Für den Austausch und die Unterstützung danken wir herzlich den Professor:innen der Kunsthochschulen in Frankfurter und Offenbach.</p>
<p>Das Ausstellungsformat wurde von Anfang an großzügig von der Dr. Marschner Stiftung unterstützt, deren Engagement aus der Vision eines Frankfurter Bürgers hervorgegangen ist, um das kulturelle Leben für die Menschen unserer Stadt dauerhaft lebendig zu halten.</p>
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