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	<title>Galerie Fruchtig | Frankfurter Kunstverein</title>
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	<title>Galerie Fruchtig | Frankfurter Kunstverein</title>
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		<title>Annette Gloser feat. Silke Thoss</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2026 08:59:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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		<category><![CDATA[Diamant Museum für Urbane Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Facetten der Subkultur in Frankfurt Rhein Main]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Kunstverein]]></category>
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					<description><![CDATA[Sierretta Nevada 1999 / 2026 Zwei Monate lang on the road: Für ihre Sierretta Nevada Wanted! Tour im Jahr 1999 verwandelten Annette Gloser und Silke Thoss einen Wohnwagen in eine mobile Kunst-Zentrale. Auf ihrer Reise quer durch Deutschland jagten sie die flüchtige Kunstfigur Sieretta Nevada. Der Wagen diente dabei als Atelier, Unterkunft und Galerie zugleich. <a href="https://www.fkv.de/annette-gloser-feat-silke-thoss/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3><em>Sierretta Nevada</em></h3>
<p>1999 / 2026</p>
<p>Zwei Monate lang on the road: Für ihre <em>Sierretta Nevada Wanted!</em> Tour im Jahr 1999 verwandelten Annette Gloser und Silke Thoss einen Wohnwagen in eine mobile Kunst-Zentrale.</p>
<p>Auf ihrer Reise quer durch Deutschland jagten sie die flüchtige Kunstfigur <em>Sieretta Nevada</em>. Der Wagen diente dabei als Atelier, Unterkunft und Galerie zugleich. Zu den prominenten Stationen gehörten Hotspots wie das Gebäude 9 in Köln, das Maria am Ostbahnhof in Berlin, die Galerie endart und Radio Berlin, Golden Pudel Club in Hamburg, Kunsthalle Bremen und der Portikus in Frankfurt am Main.</p>
<p>Für <em>Hidden History</em> inszenieren Gloser und Thoss ihre Aktion neu in Form einer Rauminszenierung mit Wohnwagen, Campingmöbeln und Leuchtschildern.</p>
<h3>Annette Gloser</h3>
<p>site specific curator since 1991<br />
transforming wasteland into cultural oases<br />
location research</p>
<p>Als Annette Gloser 1989 aus dem ehemaligen Dorado für Zwischennutzungen West-Berlin wieder nach Frankfurt am Main zurückzieht, trifft sie auf eine distanzierte Kunstwelt, in kühlem Neonlicht und unnahbar. Orte zum Anschauen, nicht zum Bleiben. Dabei brodelt es auch hier unter der Oberfläche, vor allem den Absolvent:innen der Kunsthochschulen fehlen die Möglichkeiten, sichtbar zu werden.</p>
<p>Anfang der 90er Jahre existieren die kulturellen Szenen wie Inseln: Gespräche und Musik in den Kneipen, Filme im Kino, getanzt wird im Club. Parallelwelten ohne Berührung – viel Potenzial, kaum Austausch. Eine vertane Chance, denkt Gloser – und beginnt mit unerschütterlichem Elan, urbane Zwischenräume aufzuspüren: verlassene Lagerhallen, Leerstände, Brachen – roh, ungeschliffen und voller Möglichkeiten. Mit Improvisation und Abenteuerlust werden diese Freiräume zu Bühnen für interdisziplinäre Kunstaktionen und Genregrenzen weg gefegt – vom Kochevent bis zum dröhnenden Dragster-Burnout.</p>
<p>Atelierhäuser – und auch das Internet – sind noch nicht in Sicht. Zeit für eine neue Do-it-yourself-Popkultur: lebendige Gefüge statt statischer Ausstellungen, mit dem Publikum als Teil des Geschehens.</p>
<p>Es entstehen neue Netzwerke und Öffentlichkeiten. Ob begehbare Rauminstallationen oder thematische Parcours: Es geht um Erfahrung, um Eintauchen. Und darum, Orte so zu transformieren, dass sie für einen Moment zu etwas völlig Neuem werden.</p>
<p><a href="https://www.fkv.de/presse/hidden-history-facetten-der-subkultur-in-frankfurt-rhein-main/" target="_blank" rel="noopener">Hier kann ein Überblick zu den Projekten von Annette Gloser heruntergeladen werden.</a></p>
<h3>Silke Thoss</h3>
<p>Silke Thoss, bekannt unter ihrem Künstlernamen <em>Silky</em> wurde 1968 in Osnabrück geboren. Als Teenager lebte sie in den USA, Grundstein für ihr späteres Interesse an amerikanisch geprägten Mythen und Popkultur. Ihr akademischer Weg führte sie zunächst an die Hochschule für Künste in Bremen, wo sie 1995 ihr Studium der Freien Kunst (Malerei) als Meisterschülerin bei Prof. Rolf Thiele abschloss.</p>
<p>Mit einem DAAD-Jahresstipendium absolvierte sie am Chelsea College of Art &amp; Design 1997 ihren Master of Fine Arts in Sculpture. Bereits in ihrer Abschlussarbeit deutete sich ihr Hang<br />
zur Inszenierung an: Ein auf dem College-Gelände platzierter Wohnwagen fungierte als vermeintliches Zuhause ihres Alter Egos <em>Silky Toss</em>, einer fiktiven Country- und Western-Musikerin.</p>
<p>Nach ihrer Rückkehr nach Bremen im Jahr 1998 verlagerte sich ihr Schwerpunkt zunächst auf die Musik. Als Songwriterin und Akkordeonistin tourte sie mit Formationen wie Thee Watzloves, Hoo Doo Girl und Silky and The Tossers auf internationalen Bühnen. Ihre musikalischen Arbeiten erschienen auf namhaften Labels wie Voodoo Rhythm, Fan Boy und Hazelwood Records.</p>
<p>Ein zentrales Motiv in Thoss’ Schaffen ist die bewusste Unabhängigkeit vom klassischen Kunstmarkt. Mit subversiven Aktionen forderte sie den Galeriebetrieb immer wieder heraus – etwa, wenn sie mit einem Bauchladen voller Kunstwerke, Butterbrote und Schnaps die Vernissagen anderer Künstler infiltrierte.</p>
<p>1999 setzte sie gemeinsam mit Annette Gloser (Galerie Fruchtig) auf Mobilität: In einem zur Galerie umfunktionierten Wohnwagen tourten sie durch die Republik und parkten provokant direkt vor etablierten Museen und Clubs.</p>
<p>Ihre Vorliebe für opulente Inszenierungen gipfelte 2003 in der »Big Shit Show«. Im Rahmen der Ausstellung »Niemand ist eine Insel« in der Gesellschaft für Aktuelle Kunst (GAK) Bremen präsentierte sie mit 14 internationalen Musikern eine Revue, die sich stilistisch an historischen amerikanischen Vaudeville-Shows orientierte.</p>
<p>Große Aufmerksamkeit erfuhr Thoss während des harten Pandemie-Lockdowns im Jahr 2020. Unter dem Titel <em>Never Mind The Gallery – Here’s Silky’s Späti</em> – eine augenzwinkernde Hommage an das ikonische Album der Sex Pistols – erschuf sie in Berlin-Kreuzberg einen begehbaren Spätkauf komplett aus Pappmaschee. Diese Installation, die Konsumprodukte in skulpturale Objekte verwandelt, tourte seither durch acht Städte.</p>
<p>Auch in Frankfurt sorgte der <em>Späti</em> im Jahr 2022 in der Galerie Der Mixer für öffentliches Aufsehen und bewies erneut Silkys Fertigkeit, Kunst nahbar, humorvoll und gesellschaftskritisch zugleich zu inszenieren.</p>
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