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	<title>HfG Offenbach | Frankfurter Kunstverein</title>
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	<title>HfG Offenbach | Frankfurter Kunstverein</title>
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		<title>Franziska Krumbachner</title>
		<link>https://www.fkv.de/franziska-krumbachner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2025 11:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Blick ins Innere]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Krumbachner]]></category>
		<category><![CDATA[HfG Offenbach]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Künstlerin]]></category>
		<category><![CDATA[Malerei]]></category>
		<category><![CDATA[Ölmalerei]]></category>
		<category><![CDATA[Psyche]]></category>
		<category><![CDATA[Traumata]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
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					<description><![CDATA[dig deeper, 2023 Öl auf Leinwand 20 x 30 cm It’ll make you feel better, 2022 Öl auf Platte 40 x 30 cm It was coming to an end, 2021 Öl auf Platte 30 x 40 cm Hidden within the folds of the fabric, the quiet hum of memories lingers, 2022 Öl auf Leinwand 20 <a href="https://www.fkv.de/franziska-krumbachner/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>dig deeper</em>, 2023<br />
Öl auf Leinwand<br />
20 x 30 cm</p>
<p><em>It’ll make you feel better</em>, 2022<br />
Öl auf Platte<br />
40 x 30 cm</p>
<p><em>It was coming to an end</em>, 2021<br />
Öl auf Platte<br />
30 x 40 cm</p>
<p><em>Hidden within the folds of the fabric, the quiet hum of memories lingers</em>, 2022<br />
Öl auf Leinwand<br />
20 x 30 cm</p>
<p><em>tongue-tied</em>, 2025<br />
Öl auf Leinwand<br />
80 x 60 cm</p>
<p><em>These strings I’m in</em>, 2024<br />
Öl auf Leinwand<br />
60 x 50 cm</p>
<p><em>Ohne Titel </em><em>Untitled</em>, 2023<br />
Sechs Zeichnungen auf Papier<br />
29 x 42 cm</p>
<p><em>Never coming home</em>, 2021<br />
Öl auf Leinwand<br />
40 x 40 cm</p>
<p><em>Protocol</em>, 2024<br />
Öl auf Leinwand<br />
80 x 60 cm</p>
<p><em>Ohne Titel </em><em>Untitled</em>, 2023<br />
Fünf Zeichnungen auf Papier<br />
29 x 42 cm</p>
<p><em>I am not alone. You are always with me. I don’t know what’s worse</em>, 2022<br />
Öl auf Platte<br />
40 x 30 cm</p>
<p><em>It’s still happening</em>, 2025<br />
Öl auf Leinwand<br />
100 x 80 cm</p>
<p><em>Your heart is an empty room</em>, 2021<br />
Öl auf Platte<br />
40 x 30 cm</p>
<p><em>I want to be normal</em>, 2021<br />
Öl auf Platte<br />
30 x 21 cm</p>
<p><em>Nobody knows</em>, 2021<br />
Öl auf Platte<br />
25 x 30 cm</p>
<p><em>I want to be a baby again</em>, 2023<br />
Öl auf Platte<br />
45 x 30 cm</p>
<p><em>The visitant</em>, 2024<br />
Öl auf Leinwand<br />
50 x 40 cm</p>
<p><em>Twisted play</em>, 2025<br />
Öl auf Leinwand<br />
80 x 60 cm</p>
<p>Courtesy die Künstlerin</p>
<p>Franziska Krumbachner (*2002, Altötting, DE) studiert an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Sie ist Malerin und zeichnet. In ihrer Ölmalerei will sie Erlebtes verstehen, verarbeiten und in Bildern bannen.</p>
<p>Krumbachner hat als junges Mädchen bereits ununterbrochen gezeichnet, als intimes Tagebuch und als Rückzug in eine innere Welt. Sie hat ihr Können autodidaktisch entwickelt und über die Jahre weiter ausgebaut. Ihre Motive entspringen Träumen und Erinnerungen, die als Flashbacks verdrängter Erlebnisse an die Oberfläche drängen. Aufblitzende Gefühle kristallisieren zu Bildern. Zimmer, enge Korridore, Details von Körperpartien und dysmorphe Gesichter in Schwarz-Weiß, gefaltete Hände. Sie malt immer aus dem Blickwinkel eines filmischen point-of-view-shots, also aus der Perspektive der Erzählerin. So haben ihre Bilder auch eine filmische Anmutung.</p>
<p>Krumbachner arbeitet seit einiger Zeit zusätzlich mit Entwürfen, die sie digital am Tablet entwickelt. Die entstandenen Bilder überträgt sie dann frei auf ihre Leinwände. Die Collagen verschmelzen Bilder innerer Landschaften mit gefundenem Bildmaterial aus dem Netz. Da Krumbachner ausschließlich mit Ölfarben malt, die sie unverdünnt auf ihre Leinwände aufträgt, gelingt es ihr sehr transparente, zarte Bildschichten zu schaffen, in denen Bildebenen überblenden und so an die Fototechnik der Mehrfachbelichtung erinnern.</p>
<p>Wir möchten Franziska Krumbachner ihre Kunst selbst beschreiben lassen und dies tut sie mit folgenden Worten: „Ich bin Ölmalerin und meine Kunst ist viel mehr als nur eine Ausdrucksform &#8211; sie ist meine Sprache, mein Anker. Mein Leben ist von Traumata und psychischen Erkrankungen geprägt, und das Malen ist für mich nicht nur eine Leidenschaft, sondern eine Notwendigkeit. Sie hilft mir, das Unaussprechliche sichtbar zu machen und mich in einer Welt zurechtzufinden, die sich oft überwältigend anfühlt. Ich bin zutiefst dankbar, diesen Weg gefunden zu haben &#8211; eine Form der Kommunikation, die über Worte hinausgeht und das ausdrückt, was tief in mir lebt.&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Franziska Krumbachner (*2002, Altötting, DE) studiert seit 2022 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach (DE). Ihre Aufnahme erfolgte aufgrund herausragender künstlerischer Leistungen. Sie leg ihre Schwerpunkte auf experimentelle Raumkonzepte bei Prof. Heiner Blum, sowie auf Malerei bei Prof. Gunter Reski.</p>
<p>2024 gewann sie den von der Künstlerhilfe Frankfurt e. V. ausgelobten Rundgangpreis der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main und erhielt ein Deutschlandstipendium.</p>
<p>Krumbachner präsentiert ihre Werke seit 2020 in verschiedenen Ausstellungen, u.a. in der Stadtgalerie Altötting (DE), in Burghausen (DE), in der Stadtgalerie in Bad Soden am Taunus (DE) und im Schloss Fasanerie in Fulda (DE).</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sargon Khnu</title>
		<link>https://www.fkv.de/sargon-khnu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2025 10:59:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[3D Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[Begehren]]></category>
		<category><![CDATA[HfG Offenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Identität]]></category>
		<category><![CDATA[Inszenierung]]></category>
		<category><![CDATA[Lindenholz]]></category>
		<category><![CDATA[Männlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Relief]]></category>
		<category><![CDATA[Sargon Khnu]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstdarstellung]]></category>
		<category><![CDATA[skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Verführung]]></category>
		<category><![CDATA[Verletzlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Scene I-V, 2025 Fünf Basreliefs aus Lindenholz, jeweils 61 x 66 x 6 cm Offering, 2025 PLA-Biokunststoff, Farbe, Kunsthaar 112 x 215 x 69 cm Courtesy der Künstler Sargon Khnu (*1991, Assyrer) studiert an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und lebt zwischen Frankfurt und Berlin. Als Herkunftsort nennt er Assyrien &#8211; also die antike Landschaft <a href="https://www.fkv.de/sargon-khnu/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Scene I-V</em>, 2025<br />
Fünf Basreliefs aus Lindenholz, jeweils 61 x 66 x 6 cm</p>
<p><em>Offering</em>, 2025<br />
PLA-Biokunststoff, Farbe, Kunsthaar<br />
112 x 215 x 69 cm</p>
<p>Courtesy der Künstler</p>
<p>Sargon Khnu (*1991, Assyrer) studiert an der Hochschule für Gestaltung Offenbach und lebt zwischen Frankfurt und Berlin. Als Herkunftsort nennt er Assyrien &#8211; also die antike Landschaft in Mesopotamien, in der sich die alten Traditionen der Akkad und Sumer Kulturen verorten. In seiner Arbeit untersucht er den Zusammenhang zwischen sexuellem Begehren und Macht.</p>
<p>Khnu lotet die flüssige Grenze zwischen Verführung, Begehren und Verletzlichkeit aus. Für die Ausstellung <em>And This is Us 2025</em> hat er eine Skulptur und Basreliefs geschaffen, die sich mit den Themen Unterwerfung und homoerotischer Spannung auseinandersetzen. Sein zentrales Motiv sind männliche Figuren, die in der Vorbereitung ihres Körpers auf einen sexuellen Akt dargestellt werden. Auf dem Boden kniet eine überlebensgroße Figur. Der Körper ist nackt und hat überzeichnete Formen. Die Muskulatur ist exaltiert und die Taille wespenhaft. Die Pose bietet sein Hinterteil mit runden und prallen Pobacken an. Man sieht seine Hoden. Das Gesicht ist unter den langen, schwarzen Haaren nicht zu erkennen. Die Oberfläche des Körpers ist perfekt, weiß und glatt.</p>
<p>Sargon Khnu hat die Figur digital modelliert, 3D gedruckt, die einzelnen Partien zusammengefügt und dann von Hand mit organischen und anorganischen Materialien aufwendig bearbeitet, um eine makellose Oberfläche herzustellen.</p>
<p>An der Wand präsentiert Khnu fünf Holztafeln. Digital entstandene Zeichnungen hat er in Lindenholz zu Flachreliefs gefräst und sie manuell nachbearbeitet. Auch hier sind die Figuren männliche, idealisierte Körper, die auf die Erkundung von Ritualen der Vorbereitung auf die körperliche Begegnung mit dem Anderen fokussieren. Eine Figur ist mit einer großen Schleife um die Brust verziert, als wäre sie ein lebendes Geschenk.</p>
<p>Seine Ästhetik ist ein Hybrid aus der Anatomie von Bodybuilder:innen, die Khnu mit der so genannten Anime-Barbie-Ästhetik kombiniert und so mit konventionellen Kategorien bricht. Modedesigner:innen und die Modeindustrie inspirieren ihn ebenfalls, sodass er bereits für das Pariser Modebrand Ottolinger Accessoires entworfen hat.</p>
<p>Khnu beschäftigt einerseits die Frage des Körpers als Inszenierung und Konstruktion von Identität und somit auch die Frage nach der Selbstdarstellung. Andererseits die Frage nach dem Begehren als nicht heteronormative Urkraft. So bezeichnet er <em>Das Homosexuelle Begehren</em> des französischen Theoretikers und Vordenkers der LGBTQ Bewegung, Guy Hocquenghem oder Michel Foucaults <em>Sexualität und Wahrheit</em> als seine Referenzen. Khnu interessiert, wie Sexualität die Selbstwahrnehmung und soziokulturelle Normen und die Machtverhältnisse innerhalb der Gesellschaft prägen. Ideen über Identität, Macht und Symbole beeinflussen seine Arbeiten und Fragen, wie man menschliche Emotionen und innere Zustände darstellen kann. Die Ökonomie des Gebens und Nehmens sowie die Beziehung zwischen Selbstaufopferung und Autorität innerhalb von Machtstrukturen sind die Kraftfelder, zwischen denen sich seine Arbeit bewegt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sargon Khnu (*1991, Assyrer) studiert seit 2018 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach (DE) bei Prof. Alexander Oppermann. Er arbeitet mit Skulpturen in physischen und digitalen Formen, die sich mit Tabuthemen auseinandersetzen und den Dialog über sexuelle Minderheiten, Gender und die Veränderung des menschlichen Körpers fördern.</p>
<p>Im Jahr 2019 wurde ihm der Samsung Rundgangpreis für Bewegtbild und Digitale Medien verliehen. Er hat außerdem mehrere Stipendien erhalten, darunter das Deutschlandstipendium (2020, 2024) und das Hessen Abschlussförderung Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst in Darmstadt (2022). Sein Werk wurde unter anderem auf der B3 Biennale der Bewegtbildkunst, Frankfurt am Main (DE), in der Haimney Gallery, Barcelona (ES), La Montgolfière, Paris (FR), Domicile Tokyo (JP), Spruce Gallery, Manila (PH), Gr_und Gallery, Berlin (DE) und Untitled Gallery, Berlin (DE) ausgestellt. Seine Arbeiten und Interviews wurden in zahlreichen Publikationen veröffentlicht, darunter Harper’s Bazaar, Tunica Magazine, Metal Magazine und Coeval Magazine.</p>
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		<title>Nelly Habelt</title>
		<link>https://www.fkv.de/nelly-habelt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2025 10:34:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Akrobatik]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[FKV]]></category>
		<category><![CDATA[HfG Offenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>
		<category><![CDATA[Nelly Habelt]]></category>
		<category><![CDATA[öffentlicher Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Performance im öffentlichen Raum]]></category>
		<category><![CDATA[Performane]]></category>
		<category><![CDATA[skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Urbane Landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[video]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischenorte]]></category>
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					<description><![CDATA[pause, 2025 Video, Performance Diverse Videofiles, jeweils 25 Sekunden Kamera: Oskar Lohse Performer:innen: Nelly Habelt, Valentin Huwer Courtesy die Künstlerin Nelly Habelt (*2001, Frankfurt am Main, DE) studiert an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit steht ihr eigener Körper. Sie definiert ihr Schaffen als eine bildhafte Darstellung innerer Prozesse, Gedanken, Wünsche <a href="https://www.fkv.de/nelly-habelt/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>pause</em>, 2025</p>
<p>Video, Performance</p>
<p>Diverse Videofiles, jeweils 25 Sekunden</p>
<p>Kamera: Oskar Lohse</p>
<p>Performer:innen: Nelly Habelt, Valentin Huwer</p>
<p>Courtesy die Künstlerin</p>
<p>Nelly Habelt (*2001, Frankfurt am Main, DE) studiert an der Hochschule für Gestaltung Offenbach. Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit steht ihr eigener Körper. Sie definiert ihr Schaffen als eine bildhafte Darstellung innerer Prozesse, Gedanken, Wünsche und Sehnsüchte. Sie entwickelt Performances im öffentlichen Raum, führt sie durch und zeichnet sie auf. Performance und Videoarbeit stehen für sie gleichwertig nebeneinander.</p>
<p>Habelts Aufmerksamkeit gilt besonders den unscheinbaren, versteckten Zwischenorten, die von brutalen architektonischen Strukturen gekennzeichnet sind. Das sind die Umgebungen, in denen sie ihre Interventionen schafft. Mit ihrem Körper nimmt sie mit der Umwelt Kontakt auf, verbindet sich mit ihr und verharrt in völliger Regungslosigkeit. Nur durch die Kraft ihres Körpers nimmt sie eine Pose ein, die wie eine eingefrorene Momentaufnahme anmutet, so unbeweglich und still, als sei es ein Foto. Der Körper schwebt in Schwerelosigkeit. Ein eingefrorener Moment inmitten des städtischen Geschehens, in dem der zierliche Körper verharrt, während die Stadt weiter pulsiert. Durch die Rotation der Kamera wird der Körper als eine skulpturale Form im Raum dargestellt.</p>
<p>Eine von Habelts Inspirationen ist der Parkour, eine Bewegungskunst, mit der Traceurs der Stadt durch ihre akrobatischen Moves neue Bedeutung verleihen. In Habelts Performances hält sie den Fluss des Alltags an und deutet ihn zu einem poetischen Moment um. Das Motiv des Schwebens, des Prekären, des potenziellen Falls scheint sinnbildhaft für ein Gefühl zu stehen. Nelly Habelt erzählt, dass für ihre Inspirationen immer auch die Träume eine Rolle spielen. Sie sucht nach Bildern, danach den Stimmungen und Gefühlen eine Form zu geben. Ihren Körper schmiegt sie an die Härte der Außenwelt an und findet einen momentanen Halt. Das Hässliche wird schön, der Kontrast zwischen Umgebung und der zierlichen und gleichzeitig kraftvollen Pose machen den Bruch in der Wahrnehmung aus. Es entsteht ein Bild, das aus dem Kontrast lebt.</p>
<p>Um ihre vergänglichen Interventionen zeitlich festzuhalten, videodokumentiert sie diese. Dafür arbeitet sie eng mit dem Kameramann Oskar Lohse zusammen. Kamerawinkel und Komposition setzen die Atmosphäre und lassen gleichzeitig die öffentlichen Räume zu Film- oder Theaterkulissen werden.</p>
<p>Die träumerische Ruhe der Objekte, so Nelly Habelt, sei ihre inspirierende Kraft während um sie herum totale Hektik herrscht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nelly Habelt (*2001, Frankfurt am Main, DE) studiert seit 2023 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach (DE) bei Prof. Heiner Blum mit dem Schwerpunkt auf Performance. Indem sie den urbanen Raum als Film- und Theaterkulisse für ihre performativen Videoarbeiten nutzt, setzt sie sich mit dessen Wahrnehmung im Kontrast zu inneren Gedanken, Wünschen und Sehnsüchten auseinander.</p>
<p>Gemeinsam mit Len Oswald hat sie im September 2024 das Atelierkollektiv Tschatsch77 gegründet. Das Gemeinschaftsprojekt bespielt ein leerstehendes Industriegebäude in Offenbach am Main (DE) und bietet es als Arbeitsraum für Kunststudierende an. Im März 2025 wird sie am Projektionsprojekt Off World des Diamant Museum of Urban Culture, Offenbach am Main (DE) teilnehmen.</p>
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