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	<title>ausstellung | Frankfurter Kunstverein</title>
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		<title>Pressestimmen zur Ausstellung „Fake Views”</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Jul 2023 14:23:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[„Natürlich sind die Datenströme für die Betrachterinnen und Betrachter nicht sichtbar. Es ist auch kein Rauschen zu hören. Und das ist das Seltsame überhaupt an der digitalen Infrastruktur, auf der die Menschheit ihr Leben aufbaut. Sie ist meistens unsichtbar. Sie funktioniert irgendwie im Hintergrund. Eva &#38; Franco Mattes haben jetzt eine Art künstlerisch transformiertes Datacenter <a href="https://www.fkv.de/pressestimmen-zur-ausstellung-fake-views/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Natürlich sind die Datenströme für die Betrachterinnen und Betrachter nicht sichtbar. Es ist auch kein Rauschen zu hören. Und das ist das Seltsame überhaupt an der digitalen Infrastruktur, auf der die Menschheit ihr Leben aufbaut. Sie ist meistens unsichtbar. Sie funktioniert irgendwie im Hintergrund. Eva &amp; Franco Mattes haben jetzt eine Art künstlerisch transformiertes Datacenter in den Kunstverein gebaut. Der Besuch ihrer Ausstellung ist gewissermaßen auch ein Baustellenbesuch, ein Vordringen in das Gehäuse einer Serverfarm, ein Gang entlang des Datenflusses, durch Algorithmen, Memes und digitale Parallelwelten. Das Erstaunlichste dabei ist: Am Ende trifft man nicht auf eine KI, nicht auf eine maschinelle Blackbox, sondern: auf Menschen.”<br />
<a href="https://www.fr.de/kultur/kunst/eva-franco-mattes-im-frankfurter-kunstverein-immer-entlang-des-datenflusses-92409037.html"><strong>Lisa Berins, <em>Eva &amp; Franco Mattes im Frankfurter Kunstverein: Immer entlang des Datenflusses…</em>, Frankfurter Rundschau, 18.07.2023</strong></a></p>
<p>„Die Neongelben Datenautobahnen winden sich wie die Schlange des Laokoons durch das Treppenhaus in die Ausstellungsräume. Durch die Kabel werden tatsächlich Dateien rumgeschickt, die freilich unsichtbar bleiben. Auch diese Installation ist eine kluge, eine überzeugende Pointe in der Ausstellung <em>Fake Views</em>. Bei seiner investigativen Recherche arbeitet das Duo mit Journalisten zusammen. Es verhandelt aber darüber hinaus nach formal ästhetischen Settings, die die Erkenntnisse in eine künstlerischen Sprache übersetzen.”<br />
<a href="https://www.deutschlandfunk.de/fake-views-der-frankfurter-kunstverein-zeigt-eva-franco-mattes-dlf-375f7b2c-100.html"><strong>Georg Imdahl, <em>Fake Views – Der Frankfurter Kunstverein zeigt Eva Franco Mattes</em>, Deutschlandfunk, 15.07.2023</strong></a></p>
<p>„Eva &amp; Franco Mattes versuchen sichtbar zu machen, was das Internet mit uns macht. Wie es uns steuert und dirigiert. Welche Machtstrukturen sich darin verbergen. Auf welchen Materialitäten es beruht. Und nutzen dazu den klassischen verfremdenden Blick. (…). Um diese kurzen Videos zu sehen, muss man sich selbst verrenken und eine Performance durchführen. (…) Aber diese Verrenkungen, die von den Besucher:innen verlangt werden, sind keine abgedroschenen Übungen in Sachen Partizipation. Sie verweisen auf ironische Art auf die Verformungen, die das Internet bei uns bewirkt, ohne dass wir es vielleicht spüren. (…) Die <em>fake views</em>, die trügerischen Bilder, mit denen uns das Internet oft genug als Meinungsmacher oder zur Stimulierung des Konsumverhaltens überschwemmt, werden von Eva &amp; Franco Mattes mit Ironie und Aufklärungshoffnung dekonstruiert. Ein animierendes Lehrstück in Sachen Medienkompetenz.”<br />
<a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/das-internet-enttarnen-kuenstlerduo-eva-franco-mattes-zeigt-seine-fake-views-dlf-kultur-f5407f25-100.html"><strong>Rudolf Schmitz, <em>Das Internet enttarnen: Künstlerduo Eva &amp; Franco Mattes zeigt seine „Fake Views“</em>, Deutschlandfunk Kultur, 13.07.2023</strong></a></p>
<p>„Es hat Wochen gedauert, die vertrackte Konstruktion von „Untitled. Yellow Cable Tray“ in den Kunstverein einzubauen, dafür Paneele aus den Decken zu nehmen und die leuchtend gelben Kabeltrassen, die ein Hersteller gesponsert hat, um Kurven, über Treppen und alle Stockwerke zu führen. Es ist ein ästhetisch attraktiv gewordenes Gebrauchsstück, das ein System der Bezüge regelrecht greifbar macht, die auch lokal sind: Frankfurt als international bedeutender Internetknotenpunkt wird so in den Kunst-Alltag und vor aller Augen geholt.”<br />
<a href="https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/ausstellung-von-eva-und-franco-mattes-fake-views-im-frankfurter-kunstverein-19050662.html"><strong>Eva-Maria Magel, <em>Was das Netz mit uns macht</em>, F.A.S., 23.07.2023</strong></a></p>
<p>„Liegt das Problem nun in den sozialen Netzwerken, den dahinterstehenden Milliardenunternehmen, der Politik oder doch im Menschen selbst begründet? Was ist nun jener überhaupt im World Wide Web, wenn man frei nach Friedrich Kittler feststellte: „Letztlich passen wir uns der Maschine an, nicht die Maschine an uns“? Wo andere verkürzen, fächern Eva &amp; Franco Mattes die Dinge weiter auf.”<br />
<a href="https://taz.de/Pioniere-der-Netzkunst-in-Frankfurt-aM/!5948487/"><strong>Katharina J. Cichosch, <em>Pioniere der Netzkunst in Frankfurt a.M., Und ganz oben surrt der Gottserver</em>, 27.07.2023</strong></a></p>
<p>„Jeden Tag teilen wir am Rechner oder am Smartphone Unmengen von Daten. Mit dem Hochladen in die Cloud verschwinden sie scheinbar im Nirgendwo. Doch ein junger Künstler zeigt: An manchen Stellen in Frankfurt wird das Internet greifbar &#8211; und damit auch angreifbar.”<br />
<a href="https://www.hessenschau.de/kultur/radtour-auf-der-spur-unserer-daten-wo-in-frankfurt-das-internet-wohnt-v1,kuenstler-macht-das-internet-sichtbar-100.html"><strong>Lara Karbalaie, <em>Wo in Frankfurt das Internet wohnt</em>, Hessenschau, 14.07.2023</strong></a></p>
<p>„Die Medienkünstler Eva und Franco Mattes setzen sich kritisch mit der digitalen Gesellschaft auseinander. Im Frankfurter Kunstverein haben sie einen Ausstellungsparcours errichtet, der Täuschungen, Machtstrukturen und Narrative sichtbar machen soll. (…) Zum einen ist Frankfurt einer der wichtigsten Standorte unserer digitalen Zeit, denn hier befindet sich der weltweit größte Internetknotenpunkt DE-CIX genannt. (…) Zum anderen ist es der Direktorin des Kunstvereins Franziska Nori, die die Ausstellung kuratiert hat, ein großes Anliegen, gesellschaftliche Phänomene ins Bewusstsein zu rufen und das Nicht-Sichtbare sichtbar zu machen. Man denke nur an die eindringliche Ausstellung „Three Doors“ im vergangenen Jahr.”<br />
<a href="https://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Kultur-9/Frankfurter-Kunstverein-Fake-Views-41027.html"><strong>Jasmin Schülke, <em>Fake Views</em>, Journal Frankfurt, 14.07.2023</strong></a></p>
<p>„Für uns Nutzerinnen und Nutzer sind solche Content-Moderatorinnen und Moderatoren unsichtbar. Und das steht sinnbildlich für das Internet insgesamt. (…) Die im Hintergrund ausgetauschten Daten sind für uns nicht greifbar. Und was das Internet mit uns macht, auch nicht. Eva &amp; Franco Mattes machen das in ihrer Ausstellung deutlich und fordern Besucherinnen und Besucher mit ihren Installationen heraus. (…) Auf diese Weise zeigen Eva &amp; Franco Mattes wie viel Macht hinter dem Internet und seinen Materialien steckt.”<br />
<a href="https://www.hessenschau.de/kultur/fake-views-im-frankfurter-kunstverein,audio-84152~_story-kuenstler-macht-das-internet-sichtbar-100.html"><strong>Lara Karbalaie, <em>“Fake Views” im Frankfurter Kunstverein</em>, Hessenschau, 14.07.2023</strong></a></p>
<p>„Die Ausstellung macht sehr nachdenklich. Was geben wir alles preis? Auf was fallen wir rein? Wie viel Zeit verdaddeln wir im Internet? Alles so schön falsch hier. Alles nicht nur schillernd bunt, sondern beklemmend. Denn das Internet ist eben nicht nur ein Ort, an dem es viele Informationen, Kommunikation und niedliche Katzenvideos gibt. So abstrakt es sein mag, so sehr verändert es unseren Alltag und unsere Gesellschaft. Und das nicht zwingend zum Guten”<br />
<a href="https://www.main-echo.de/ressorts/kultur/alles-so-schoen-falsch-hier-art-7987351"><strong>Fee Berthold-Geis, <em>Alles so schön falsch hier</em>, Main-Echo, 21.07.2023</strong></a></p>
<p>„Zu sehen ist also die materielle Infrastruktur der Daten, all die Hardware, die für die meisten zweitrangig ist, weil es zuerst ums Internetsurfen geht. Aber so verweisen die Mattes darauf, dass wir uns etwas vormachen: Die Technologie wird benötigt fürs Senden und Empfangen, Speichern und Teilen. Dahinter stehen jedoch Konzerne, die sich den Datenzugriff sichern. Da kommt jeder ins Grübeln, ob er nicht besser aufpassen sollte.”<br />
<strong>Christian Huther, Schminktipps gegen Hetze im Netz, Frankfurter Neue Presse, 29.07.2023</strong></p>
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		<title>P2P, 2023</title>
		<link>https://www.fkv.de/p2p-2023/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Jul 2023 14:57:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Server zum Teilen der Kunstwerke von Nora Al-Badri, Simon Denny, Do Not Research, Olia Lialina, Jill Magid und Jon Rafman durch das P2P Filesharing Netzwerk Serverkäfig, Serverschrank, Rackserver, Dateien, Torrent-Software, Internetanschluss, Neonlichter Größe variabel Courtesy die Künstler:innen und Apalazzo Gallery Um die Arbeiten betrachten zu können, besuchen Sie die Website www.peer-to-peer.xyz und folgen Sie den <a href="https://www.fkv.de/p2p-2023/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Server zum Teilen der Kunstwerke von <strong>Nora Al-Badri, Simon Denny, Do Not Research, Olia Lialina, Jill Magid und Jon Rafman</strong> durch das P2P Filesharing Netzwerk<br />
Serverkäfig, Serverschrank, Rackserver, Dateien, Torrent-Software, Internetanschluss, Neonlichter<br />
Größe variabel<br />
Courtesy die Künstler:innen und Apalazzo Gallery</p>
<p><strong>Um die Arbeiten betrachten zu können, besuchen Sie die Website <a href="http://www.peer-to-peer.xyz">www.peer-to-peer.xyz</a> und folgen Sie den Anweisungen.</strong></p>
<p>Im letzten Raum des Ausstellungsparcours befindet sich die neue Arbeit <em>P2P</em>. Mit ihrer Installation thematisieren Eva &amp; Franco Mattes das Phänomen der Peer-Communities, die in den letzten zwanzig Jahren zum Austausch von Werken und Wissen entstanden sind. Das zentrale Element der Installation ist ein mobiler Server, der in einem Gitterkäfig steht. Das Design wurde mit dem italienischen Architekturbüro Salottobuono entwickelt und basiert auf bestehenden Rechenzentren, von denen Frankfurt die größte Dichte in Europa aufweist.</p>
<p>Der Server ist über die Infrastruktur des Frankfurter Kunstvereins mit einem Peer-to-Peer Netzwerk und dem Internet verbunden. Er ist Teil eines Netzwerks, in dem sechs digitale Kunstwerke von Nora Al-Badri, Simon Denny, Do Not Research, Olia Lialina, Jill Magid und Jon Rafman zirkulieren. Die sechs Arbeiten umfassen eine von künstlicher Intelligenz unterstützte Chormusik, ein kollektives 409-seitiges PDF-Buch, das in einem Discord-Kanal erstellt wurde, eine neue Bildunterschrift für ein berühmtes Gemälde, ein Screencast einer lange nicht mehr genutzten Website, eine Reihe von animierten Gifs, die von technischen Konferenzen inspiriert wurden sowie einen 3D-Scan und ein Poster, das den kolonialen Begriff des Besitzes in Frage stellt. Diese noch nie gezeigten Arbeiten wurden von den sechs internationalen Künstler:innen für die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein geschaffen, um online verbreitet zu werden. Sie gehören zur Community von Eva &amp; Franco Mattes, auf deren Einladung hin sie die Werke geschaffen haben. Entstanden ist eine Ausstellung in der Ausstellung, die innerhalb der von den Künstler:innen betriebenen Peer-to-Peer Netzwerk Gemeinschaft stattfindet. Der Frankfurter Kunstverein, und somit die Kunstinstitution, wird zum Datenzentrum, das Inhalte hostet, teilt und somit für eine erweiterte, globale User:innen-Gemeinschaft über die Grenzen des eigenen Standorts hinaus, zugänglich macht.</p>
<p>Für die Besucher:innen im Frankfurter Kunstverein bleiben die Kunstwerke vorerst verborgen. Der Server hat keine Ausgabemodule wie Monitore oder Lautsprecher. Der einzige Hinweis auf das funktionierende System sind blinkende Lichter und die Geräusche des Lüfters. Um die Arbeiten betrachten zu können, müssen Besucher:innen dem Peer-to-Peer-Netzwerk von Eva &amp; Franco Mattes beitreten, zu dem sie eingeladen sind. In diesem Netzwerk sind die Kunstwerke über verschiedene Standorte verteilt und für all diejenigen zugänglich, die Teil des Systems werden und die Dateien aktiv mit anderen teilen.</p>
<p>Anders als bei konventionellen Servern, werden in Peer-to-Peer Netzwerken Daten dezentral gespeichert. Die Netzwerke sind anonym, frei von kommerziellem Interesse, Data-Mining und Überwachung. Teilnehmer:innen dieser Gemeinschaften, sogenannte Peers, partizipieren, indem sie ihren Rechner ans System anbinden. Damit werden sie gleichzeitig Client und Server – das bedeutet sie sind gleichzeitig Nutzer:innen und Hosts. Sie alle sind berechtigt, Dateien ins Netzwerk hoch- oder aus dem Netzwerk herunterzuladen. Sie interagieren gleichberechtigt miteinander, indem sie Ressourcen wie Dateien, Bandbreite oder Rechenleistung direkt miteinander teilen. Dies erhöht die Effizienz des Einzelnen und macht gleichzeitig das System resilienter. Peer-to-Peer Netzwerke sind auch widerstandsfähig gegen Ausfälle, da es keine einzelne zentrale Komponente gibt, die das gesamte Netzwerk zum Erliegen bringen kann. Das System ist über die Anzahl neuer Teilnehmer:innen potentiell unendlich skalierbar.</p>
<p>Das Peer-to-Peer Netzwerk schafft eine horizontale Struktur, in der alle Teilnehmenden gleichberechtigte Akteur:innen sind. Die Arbeit <em>P2P</em> reflektiert über die Auswirkungen des digitalen Zeitalters auf den Kunstbetrieb und stellt neue Möglichkeiten des künstlerischen Austauschs, der Distribution und des Bewahrens digitaler Werke vor. <em>P2P</em> thematisiert den Stellenwert von Zusammenarbeit, den gleichberechtigten Zugang zu Inhalten und, im Fall der Arbeit von Eva &amp; Franco Mattes, auf Kunst und die Demokratisierung des kreativen Prozesses. Indem der Frankfurter Kunstverein die Arbeit hostet, trägt er als öffentliche Einrichtung direkt zur Verbreitung und Bewahrung von Kunst im Internet bei.</p>
<p>Gleichzeitig ist die Installation <em>P2P</em> sinnbildhaft für das konzeptuelle Vorgehen des Künstler:innenduos. Inhalt, Form und Material bedingen sich gegenseitig. Der zusätzliche leere Raum ist ein gemeinsames Merkmal, das eine weitere endlose Expansion zur Aufnahme von mehr Daten impliziert. Der Monolith im Käfig, der gleichzeitig verdeckt und eingerahmt ist, wird zum formalen Mittelpunkt der Kunstwerke und zum Beweis ihrer Allgegenwärtigkeit, die zur aktiven und dezentralen Teilnahme am Torrent-Netzwerk einladen.</p>
<p>Was ist ein Peer-to-Peer Netzwerk und wie entstanden diese verteilten Arbeitsgemeinschaften? Die Nutzung von Peer-to-Peer Netzwerken begann in den frühen 2000er Jahren. Zeitgleich verbreiteten sich Technologien wie das Filesharing-Protokoll BitTorrent und Software wie Napster und eDonkey2000. Sie revolutionierten den Austausch digitaler Inhalte, da sie erstmals die Abhängigkeit von zentralisierten Servern und Bandbreitenbeschränkungen umgingen. Für viele Künstler:innen bedeutete das beispielsweise, ihre Kunstwerke direkt mit einem breiten online Publikum teilen zu können, ohne auf etablierte Vertriebskanäle angewiesen zu sein. Besonders im Umfeld der Musikproduktion war die Technologie bahnbrechend. Ein bekanntes Beispiel war die Band Radiohead, die 2007 ihr Album <em>In Rainbows</em> als kostenfreien Download über ihre Website anbot und den Fans die Möglichkeit gab, selbst den Preis festzulegen.</p>
<p>Parallel wurden Peer-to-Peer Netzwerke auch für illegale Aktivitäten wie das Teilen urheberrechtlich geschützter Inhalte verwendet. Die unkontrollierte Verbreitung der Files führte zu erheblichen Urheberrechtsverletzungen und zu finanziellen Verlusten für Künstler:innen und Rechteinhaber:innen. Gleichzeitig kippte es die gesamte Musikverlagsbranche, die somit die Quelle ihrer Einnahmen komplett neu denken musste. Es gab zahlreiche rechtliche Auseinandersetzungen und Beschränkungen, um die illegale Verbreitung von Inhalten über Peer-to-Peer Netzwerke einzudämmen.</p>
<p>Wie so oft mit dem Aufkommen neuer Technologien, geraten tradierte Geschäftsmodelle unter Druck, andere hingegen entstehen. Peer-to-Peer Netzwerke haben eine bedeutende Rolle bei der Demokratisierung des Informationsaustauschs und der Schaffung von Gemeinschaften von Gleichgesinnten gespielt. Die Peer-to-Peer Technologie ist zur Grundlage von Kryptowährungen und Blockchain Netzwerken geworden, die heute erneut eine radikale Veränderung einläuten.</p>
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