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	<title>Alicja Kwade | Frankfurter Kunstverein</title>
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	<title>Alicja Kwade | Frankfurter Kunstverein</title>
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		<title>Überblickspublikation:Perception is Reality – Der Frankfurter Kunstverein 2015 bis 2020</title>
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		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2020 11:30:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[2015 bis 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Alicja Kwade]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropozän]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungskatalog]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Kunstverein]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Nori]]></category>
		<category><![CDATA[ISBN 978-3-00-066101-3]]></category>
		<category><![CDATA[Katalog]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Erkennen der Dinge beginnt damit, sie sinnlich zu begreifen. Der Mensch erlebt und begreift die Welt über seinen Körper, über seine Sinnesorgane und schafft durch Einbildungskraft seine Interpretation von Welt. Kunst wird im Frankfurter Kunstverein als Vermittler zwischen den verschiedensten Bereichen verstanden: ExpertInnenwissen und gesellschaftliche Anliegen, philosophische Diskurse und Lebensrealitäten, ästhetische Erlebnisse und Vermittlung <a href="https://www.fkv.de/neuerscheinung-uebersichtskatalog-perception-is-reality-der-frankfurter-kunstverein-2015-bis-2020/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Erkennen der Dinge beginnt damit, sie sinnlich zu begreifen. Der Mensch erlebt und begreift die Welt über seinen Körper, über seine Sinnesorgane und schafft durch Einbildungskraft seine Interpretation von Welt. Kunst wird im Frankfurter Kunstverein als Vermittler zwischen den verschiedensten Bereichen verstanden: ExpertInnenwissen und gesellschaftliche Anliegen, philosophische Diskurse und Lebensrealitäten, ästhetische Erlebnisse und Vermittlung von komplexen Zusammenhängen. Die künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen unserer Zeit soll unseren Blick auf das, was Gesellschaft heute ist, und was unsere Zukunft sein kann, schärfen.<br />
</em>Franziska Nori, Direktorin Frankfurter Kunstverein</p>
<p>Wir freuen uns die Publikation <em>Perception is Reality</em> vorzulegen, ein Überblick über die Ausstellungsarbeit am Frankfurter Kunstverein von 2015 bis 2020. Unter der Leitung von Franziska Nori sind 19 Ausstellungen mit 77 KünstlerInnen realisiert worden, die sich mit der Transformation von Individuum und Gesellschaft durch digitale Techniken, mit der Verknüpfung zwischen Kunst und Wissenschaft, aber auch mit dem sich rasant wandelnden Verhältnis zwischen Mensch und Natur beschäftigen.</p>
<p>Welche Rolle spielt Kunst am Anfang des dritten Millenniums inmitten einer im Umbruch befindlichen Gesellschaft? Die Kunst der Gegenwart ist ein Bereich mit unscharfen Rändern, deren Stärke sich aus der Freiheit ergibt, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Sie kann in disziplinübergreifenden Formen des Denkens, wie ein Seismograph, Phänomene gesellschaftlicher Transformation aufspüren und sichtbar machen.</p>
<p>Kuratiert von Franziska Nori haben KünstlerInnen wie Melanie Bonajo, Thomas Feuerstein, Alicja Kwade, Trevor Paglen, Yves Netzhammer und zahlreiche junge aufstrebende Kunstschaffende, aber auch PhilosophInnen, ComputerwissenschaftlerInnen, BiochemikerInnen, digitale ForensikerInnen und zahlreiche weitere ExpertInnen aus verschiedenen Disziplinen im Frankfurter Kunstverein diese Grenzen neu ausgelotet.</p>
<p>Als eine der ältesten Institutionen und Bürgervereine Frankfurts steht der Frankfurter Kunstverein für zeitgenössische Kunst. Nori hat der Institution eine neue internationale Sichtbarkeit gegeben und zu wesentlichen gesellschaftlichen Debatten positioniert. Kunst wird hier nicht nur als intellektueller Prozess aufgefasst, sondern deren Rezeption auch über körperliche Präsenz und Wahrnehmbarkeit vermittelt. Immer wieder wurde der 50er-Jahre-Bau des Frankfurter Kunstvereins temporär umgebaut und verändert, sodass Inszenierungen und Gegenüberstellungen die Werke zu einer sinnlichen Erfahrung werden ließen. Dafür steht auch der Titel dieser Publikation <em>Perception is Reality</em>, der sich auf eine der erfolgreichsten Ausstellungen Noris bezieht, die sich explizit mit der Frage nach den grundlegenden Bedingungen von Wahrnehmung heute beschäftigt und damit, wie wir unsere Auffassung von Wirklichkeit daraus konstruieren bzw. durch welche Wahrnehmungen unser Gehirn (s)eine Idee von Wirklichkeit konstruiert.</p>
<p>Auf 512 Seiten werden die 19 realisierten Ausstellungen und Außenskulpturen mit Texten und großformatigen Bildern dokumentiert und in einen diskursiven Kontext gestellt. Zu jeder Ausstellung sind Pläne und Grundrisse einsehbar, eine KünstlerInnenliste mit Biografien stellt ein Panorama der Positionen dar, die zu den verhandelten Themen die ästhetischen und konzeptionellen Beiträge liefern.</p>
<p>Das Projekt wurde von Franziska Nori und ihrem Team im Frühjahr 2020 umgesetzt. So konnte während der coronabedingten Schließphase Kurzarbeit vermieden und für das gesamte Team inklusive der FreiberuflerInnen Weiterbeschäftigung garantiert werden.</p>
<p>Titel: <em>Perception is Reality – Der Frankfurter Kunstverein 2015 bis 2020<br />
</em>Herausgeberin: Franziska Nori<br />
Ort und Erscheinungsjahr: Frankfurt am Main, 2020<br />
Seitenzahl: 512<br />
Zahlreiche großformatige Abbildungen<br />
Sprachen: Deutsch und Englisch<br />
Hardcover im Schuber<br />
ISBN 978-3-00-066101-3<br />
Preis: 42 Euro</p>
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		<title>Alicja Kwade</title>
		<link>https://www.fkv.de/alicja-kwade/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Oct 2017 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Alicja Kwade]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Kunstverein]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Nori]]></category>
		<category><![CDATA[Gegebenfalls die Wirklichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Perception is Reality]]></category>
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					<description><![CDATA[GEGEBENENFALLS DIE WIRKLICHKEIT, 2017 Rauminstallation Stein (Rosso Royal), Kupfer, Papier 107 x 68 x 61 cm Courtesy the artist and König Galerie Alicia Kwade präsentierte die für den Frankfurter Kunstverein neu produzierte Installation Gegebenenfalls die Wirklichkeit, die den Leitfaden der Ausstellung aufnimmt und aus konzeptuell-skulpturaler Perspektive beleuchtete. Das Werk kreiste um die Auseinandersetzung zeitgenössischer Kunst <a href="https://www.fkv.de/alicja-kwade/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>GEGEBENENFALLS DIE WIRKLICHKEIT</em>, 2017<br />
Rauminstallation<br />
Stein (Rosso Royal), Kupfer, Papier<br />
107 x 68 x 61 cm<br />
Courtesy the artist and König Galerie</p>
<p>Alicia Kwade präsentierte die für den Frankfurter Kunstverein neu produzierte Installation <em>Gegebenenfalls die Wirklichkeit</em>, die den Leitfaden der Ausstellung aufnimmt und aus konzeptuell-skulpturaler Perspektive beleuchtete. Das Werk kreiste um die Auseinandersetzung zeitgenössischer Kunst mit Material und dessen digitaler Transformation. Die Rauminstallation war von einer partiell geformten Granitskulptur bestimmt. Der natürliche Stein war mit 3D-Scannverfahren erfasst worden, die digitalen Daten der Oberflächenvermessung an eine Fräsmaschine übertragen und eine exakte Kopie des Originals erstellt worden. Während dieses Fräsprozesses hielt die Künstlerin den Bearbeitungsprozess an. Es entstand eine Skulptur, die in einem Zustand zwischen natürlicher und technologischer Form verharrte. Die Wände waren gänzlich bedeckt mit Ausdrucken der mathematischen Koordinaten, die im technologischen Scan-Prozess, bei der Oberflächenvermessung des originären Steines, entstanden waren: insgesamt 30.000 Seiten, zum Teil gestapelt am Boden und in kupfernen Time-Capsules versiegelt. Der Quelltext war die mathematisch exakte Beschreibung der originären Form, die Information über das Objekt, das zwischen Maschinen, ohne menschliches Zutun, transferiert wurde. Der Code beschrieb die Form, die somit potenziell unendlich reproduzierbar wurde.</p>
<p>Die Betrachtung der Skulptur lässt keine eindeutige Auslegung zu. Hat das Objekt noch seine partiell natürliche Form, oder handelt es sich um eine unfertige Bearbeitung und wenn ja, welcher Teil der Skulptur wurde bearbeitet? Das Objekt lässt den Betrachter im Zweifel, es löst einen Kurzschluss aus über das, was wir glauben, zu sehen. Kwade nimmt sich als Schöpferin aus dem Prozess der Ausführung der Form heraus. Die Natur gibt vor, die Maschine tastet ab, vermisst und formt nach. Betrachtung allein reicht für eine eindeutige Auslegung des Werkes nicht aus und lässt den Betrachter im Zweifel, ob es das Wirkliche ist, das synthetisch erscheint, oder das Synthetische, das real anmuten will.</p>
<p>Es stehen Bezüge zu klassischen Werken, wie etwa zu Michelangelos „Non-Finito“. Diese Form hat Rodin später als eigenen Stil etabliert, der das Unvollständige zur autonomen Form deklarierte und sich vom Naturalismus befreite. Kwade hingegen verschiebt den Fokus in ihrer Arbeit. Naturalismus, Autorenschaft und Rekonstruktion werden von der Künstlerin auf die technologische Maschine übertragen, die zum Akteur wird und die Form ausführt.<br />
Das Unfertige, die unvollständige Form, die bei Michelangelo aus den äußeren Umständen des Materials und der Abmessung des Marmorblocks bestimmt wurde, wird bei Kwade zu einem technologischen Prozess. Auch Giuseppe Penones „Essere Fiume“ steht als Referenz im Raum. Hierbei handelt es sich um zwei identische Steine, einer geformt durch die Zeit und das Fließen des Wassers im Flussbett und der zweite, geformt durch den Künstler. Natur und Kunstfertigkeit (artifice), das Modell und die Kopie, Natur und Mensch als Schöpfer von Form mit der Materie.</p>
<p>Alicja Kwade (*1979) studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste in Berlin (DE), wo sie heute lebt und arbeitet. Ihre Skulpturen und Installationen sind in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten. 2017 hat sie an der Biennale Venedig (IT) teilgenommen, sowie an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland.</p>
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