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	<title>normative ordnungen | Frankfurter Kunstverein</title>
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	<title>normative ordnungen | Frankfurter Kunstverein</title>
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		<title>Abstract von Prof. Dr. Sarah Speck</title>
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		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2021 11:29:43 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Geschlecht und Familie waren schon immer wichtige Säulen in den normativen Vorstellungen des radikalen Konservatismus. In den letzten Jahren haben geschlechterpolitischen Fragen insgesamt eine große Rolle in der öffentlichen Diskussion gespielt. Gerade für Konservative wie auch extreme Rechte waren sie dabei von zentraler Bedeutung. Mein Kommentar geht der Frage nach, warum dem so ist. Um zu verstehen, warum Geschlecht für die <a href="https://www.fkv.de/abstract-von-prof-dr-sarah-speck/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Geschlecht und Familie waren schon immer wichtige Säulen in den normativen Vorstellungen des radikalen Konservatismus. In den letzten Jahren haben geschlechterpolitischen Fragen insgesamt eine große Rolle in der öffentlichen Diskussion gespielt. Gerade für Konservative wie auch extreme Rechte waren sie dabei von zentraler Bedeutung. Mein Kommentar geht der Frage nach, warum dem so ist. Um zu verstehen, warum Geschlecht für die Politik der Rechten insbesondere aus strategischen Gründen so wichtig geworden ist, müssen wir uns, so meine These, unter anderem mit der gesellschaftlichen Realität einer heute vermeintlich gleichberechtigten Arbeitswelt auseinandersetzen.</p>
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		<title>Emanzipation denken – Einführung von Prof. Dr. Rainer Forst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2021 10:36:55 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[normative ordnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Forst]]></category>
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					<description><![CDATA[Soziale Kämpfe für Emanzipation werden nicht zuletzt im Raum der Gründe ausgefochten. Denn erst wenn sich die Auffassungen über die „Natur“ von Menschen ändern, die bestimmte Gruppen zu einem Status zweiter oder dritter Klasse verdammen, können sich Gesellschaften verändern. Das Patriarchat beginnt zu wackeln, wenn die Rechtfertigungsnarrative bröckeln, die – ob religiös oder anders begründet <a href="https://www.fkv.de/emanzipation-denken-einfuehrung-von-prof-dr-rainer-forst/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Soziale Kämpfe für Emanzipation werden nicht zuletzt im Raum der Gründe ausgefochten. Denn erst wenn sich die Auffassungen über die „Natur“ von Menschen ändern, die bestimmte Gruppen zu einem Status zweiter oder dritter Klasse verdammen, können sich Gesellschaften verändern. Das Patriarchat beginnt zu wackeln, wenn die Rechtfertigungsnarrative bröckeln, die – ob religiös oder anders begründet – diese normative Beherrschungsordnung zugleich legitimieren und ideologisch verkleistern.</p>
<p>Der lange Zeitraum der Kämpfe um die Gleichstellung der Geschlechter hat zugleich gelehrt, dass solche Narrative bemerkenswert widerstandsfähig und wandelbar sind. Scheinbar verabschiedet, kehren sie als Idee „natürlicher“ Ordnungen zurück und versprechen Halt (vielleicht sogar „Zusammenhalt“) in einer Gesellschaft, die sich in den Augen vieler zu schnell und zu radikal ändert. Im Appell an traditionelle Werte verbirgt sich dabei nicht selten die Gewalt gegen die, die sich ihnen nicht fügen wollen.</p>
<p>In dieser Situation ist es an der Zeit, die Frage nach dem Stand der Emanzipation zu stellen und sich der politischen Lage, auch im Vergleich unterschiedlicher Länder, zu vergewissern. Die normativen Ordnungen, in denen wir leben, sind möglicherweise nicht ganz so weit in ihren Fortschritten, wie manche glauben; und dort, wo solche erzielt wurden, stehen sie auf dem Spiel. Wie man nicht nur in den USA unter Trump sehen konnte, enthalten rechtspopulistische Bewegungen komplexe Diskurse über Genderfragen, und nicht selten kommt das Reaktionäre als revolutionär, als angebliche Befreiung daher.</p>
<p>Viele Fragen sind daher auf dieser Konferenz zu diskutieren, und der Forschungsverbund <em>Normative Ordnungen</em> an der Goethe-Universität trägt gerne dazu bei. Dabei kommt es darauf an, die diskursiven Strategien und auch die institutionellen und informellen Verknüpfungen radikal-konservativer Akteure und Gruppen zu analysieren und dabei im Auge zu behalten, dass das Wort „Emanzipation“ selbst einige Fallstricke enthält. Denn es kann einmal bedeuten, gleichberechtigt an den bestehenden Institutionen nach etablierten Spielregeln beteiligt zu werden – und es kann, einem tiefergehenden politischen Verständnis nach, bedeuten, die Macht zu erhalten, diese Spielregeln zu ändern. Das erst ist wahrhaft transformatorische Gleichberechtigung – eine, die die Rechte, die zu erwerben sind, selbst noch einmal neu definiert. Wie Nancy Fraser etwa zeigt, hilft es mehrfach unterprivilegierten Frauen nur bedingt, wenn die Privilegien in den oberen Etagen der Gesellschaft zwischen Männern und Frauen etwas gleicher verteilt werden. Sie fordert einen <em>Feminism for the 99%</em> und weist darauf hin, dass Kämpfe um Emanzipation stets in einem größeren sozialen, auch transnationalen Zusammenhang betrachtet werden müssen.</p>
<p>Wir danken dem Frankfurter Kunstverein, besonders Franziska Nori und Asia Leofreddi, für die bewährte Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Kunst und Politik, und wir danken ebenso den Dezernaten der Stadt Frankfurt, namentlich Ina Hartwig und Rosemarie Heilig, für die Unterstützung des Projekts. Nicht zuletzt sei von Seiten der <em>Normativen Ordnungen</em> dem Ministerium für Wissenschaft und Kunst für die nachhaltige Unterstützung gedankt.</p>
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		<title>Abstract von Prof. Dr. Thomas Biebricher</title>
		<link>https://www.fkv.de/abstract-von-prof-dr-thomas-biebricher/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Aug 2021 10:01:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[normative orders]]></category>
		<category><![CDATA[normative ordnungen]]></category>
		<category><![CDATA[Radikaler Konservatismus]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Biebricher]]></category>
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					<description><![CDATA[Moderater und radikaler Konservatismus &#8211; eine sinnvolle Unterscheidung? Die Festlegung der spezifischen Bedeutung des Konservatismus hat sich in den letzten zweihundert Jahren als eine Herausforderung erwiesen, nicht nur für politische Theoretiker, sondern auch für jene Akteure in der Politik, die dieses Etikett entweder mit Nachdruck beanspruchen oder ablehnen. In letzter Zeit wurde eine der hitzigsten <a href="https://www.fkv.de/abstract-von-prof-dr-thomas-biebricher/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Moderater und radikaler Konservatismus &#8211; eine sinnvolle Unterscheidung?</strong></p>
<p>Die Festlegung der spezifischen Bedeutung des Konservatismus hat sich in den letzten zweihundert Jahren als eine Herausforderung erwiesen, nicht nur für politische Theoretiker, sondern auch für jene Akteure in der Politik, die dieses Etikett entweder mit Nachdruck beanspruchen oder ablehnen. In letzter Zeit wurde eine der hitzigsten Debatten um die Definition des Konservatismus durch den Aufstieg rechtspopulistischer, oder besser gesagt autoritärer politischer Kräfte entfacht, die versucht haben, sich den Begriff für ihre eigenen Projekte anzueignen, indem sie behaupteten, sie seien eine wahrhaft konservative Alternative zum lauwarmen Konservatismus etablierter Mitte-Rechts-Parteien und intellektueller Traditionen.</p>
<p>In diesem Vortrag möchte ich die Möglichkeit einer Unterscheidung zwischen einem gemäßigten Konservatismus, der sich aus einer Traditionslinie speist, die auf Edmund Burke, Michael Oakeshott und andere zurückgeht, einerseits und einem radikalen Konservatismus, der sich auf eine andere Tradition beruft und letztlich in einen rechten Autoritarismus kollabiert, andererseits untersuchen. Obwohl es in einigen Aspekten ihrer politischen Agenden Ähnlichkeiten geben mag, argumentiere ich, dass diesen beiden Traditionen grundlegend unterschiedliche Vorstellungen davon zugrunde liegen, was es bedeutet, konservative Politik zu betreiben. Während die eine sich der Bewahrung bestimmter Aspekte des Status quo und der Kultivierung schrittweiser und &#8222;organischer&#8220; Veränderungen verschrieben hat, ist die andere der Überwindung des Status quo verpflichtet, der als irreparabel korrumpiert angesehen wird. Die letztgenannte Tradition ist also seltsamerweise auf einen fast rebellischen Politikmodus ausgerichtet und im Gegensatz zur pragmatischen Akzeptanz des sozialen Wandels, die die gemäßigten konservativen Traditionen kennzeichnet, ist sie auf eine reaktionäre Umstellung der gesellschaftlichen Verhältnisse &#8211; insbesondere in Bezug auf Geschlecht und Familie &#8211; aus. Es handelt sich also um ein wahrhaft paradoxes Phänomen, das fast revolutionäre Bestrebungen mit einer diffusen Ehrfurcht vor einer idealisierten Vergangenheit verbindet.</p>
<p>In meinem Vortrag werde ich mich hauptsächlich auf den deutschen Kontext konzentrieren, aber die Implikationen der Schlussfolgerungen sind auch für einen breiteren europäischen und transatlantischen Kontext relevant.</p>
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		<title>Forum Mai 2021</title>
		<link>https://www.fkv.de/forum-mai-2021/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2020 15:45:52 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[agenda europe]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Gender Bewegungen]]></category>
		<category><![CDATA[Asia Leofreddi]]></category>
		<category><![CDATA[Europäischen Parlamentarischen Forums für sexuelle und reproduktive Rechte]]></category>
		<category><![CDATA[Europäisches Parlamentarisches Forum für sexuelle und reproduktive Rechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Forum Mai 2021]]></category>
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		<category><![CDATA[Reproduktive Rechte]]></category>
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		<category><![CDATA[Your body is a battleground]]></category>
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					<description><![CDATA[Zweitägiges Forum Your body is a battleground &#8211; ultrakonservative Strategien zur Wiederherstellung einer „natürlichen Ordnung” Veranstalter: Frankfurter Kunstverein + Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt am Main Veranstaltungsort: Frankfurter Kunstverein, Markt 44, 60311 Frankfurt (zusätzlicher Online-Zugang) Kuratorin: Asia Leofreddi Das Forum findet unter der Schirmherrschaft des Kulturamtes der Stadt Frankfurt am Main und des Amtes für <a href="https://www.fkv.de/forum-mai-2021/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zweitägiges Forum</strong></p>
<p><strong>Your body is a battleground &#8211; ultrakonservative Strategien zur Wiederherstellung einer „natürlichen Ordnung”</strong></p>
<p>Veranstalter: Frankfurter Kunstverein + Normative Ordnungen der Goethe-Universität Frankfurt am Main</p>
<p>Veranstaltungsort: Frankfurter Kunstverein, Markt 44, 60311 Frankfurt (zusätzlicher Online-Zugang)</p>
<p>Kuratorin: Asia Leofreddi</p>
<p>Das Forum findet unter der Schirmherrschaft des Kulturamtes der Stadt Frankfurt am Main und des Amtes für Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt am Main statt.</p>
<p>Fünfzig Jahre nach den wichtigsten Errungenschaften der feministischen Bewegungen ist die Wahlfreiheit der Frauen nach wie vor Gegenstand politischer und kultureller Auseinandersetzungen. Zeitgleich mit dem Aufstieg anti-liberaler Parteien und VordenkerInnen erleben wir die Verbreitung politischer Programme, die sich auf die Förderung der „natürlichen” Familie und die Einschränkung von Rechten wie Abtreibung, Schutz vor häuslicher und sozialer Gewalt und Zugang zu Technologien der assistierten Fortpflanzung konzentrieren.</p>
<p>Allein in diesem Jahr, mitten im Covid-19-Notstand, beschloss Polens rechtsextreme Regierung, das Recht auf Abtreibung einzuschränken und verfolgte auf offiziellem Weg den Austritt aus der Istanbul-Konvention, dem internationalen Abkommen zur Verhinderung geschlechtsspezifischer Gewalt. Das Gleiche geschah in der Türkei, wo Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Mitgliedschaft des Landes aus dem 2012 ratifizierten Vertrag widerrief, indem er verkündete, dass der Vertrag mit den türkischen Gesellschafts- und Familienwerten unvereinbar sei.</p>
<p>Was in nationalen Kontexten geschieht, ist jedoch nur der sichtbarste Teil eines komplexeren Phänomens, in dem die Themen Familie und Frauen als symbolischer Zusammenhalt für die Schaffung neuer transnationaler politischer Allianzen dienen. Tatsächlich haben in den letzten Jahren JournalistInnen und ForscherInnen aus der ganzen Welt das Entstehen einer neuen ultrakonservativen transnationalen Bewegung beleuchtet, die zivilgesellschaftliche Organisationen, AkademikerInnen, AktivistInnen und religiöse Gruppen zusammenbringt und auf verschiedenen Ebenen der globalen Gesellschaft operiert. Aus der Zivilgesellschaft hervorgegangen, um ein traditionelles Familienmodell gegen eine liberale Auslegung der Menschenrechte zugunsten von Frauen, Kindern und Homosexuellen zu verteidigen, ist dieses Netzwerk heute eine politische Einheit, die in der Lage ist, das Projekt der globalen Rechtsextremen ideologisch zu untermauern und zur Radikalisierung der nationalen und internationalen Debatten über die Menschenrechte von Frauen beizutragen. Eine Relevanz, die vor allem dank eines Wandels in der sprachlichen, ikonografischen und operativen Strategie dieser Bewegungen möglich wurde, und durch die formal fundamentalistische Positionen zum Mainstream wurden, mit wichtigen Auswirkungen auf den demokratischen Pluralismus und das zivile Zusammenleben aller.</p>
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