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	<title>Trevor Paglen | Frankfurter Kunstverein</title>
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	<title>Trevor Paglen | Frankfurter Kunstverein</title>
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		<title>Überblickspublikation:Perception is Reality – Der Frankfurter Kunstverein 2015 bis 2020</title>
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		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Oct 2020 11:30:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[2015 bis 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Alicja Kwade]]></category>
		<category><![CDATA[Anthropozän]]></category>
		<category><![CDATA[Ausstellungskatalog]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Kunstverein]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Nori]]></category>
		<category><![CDATA[ISBN 978-3-00-066101-3]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Erkennen der Dinge beginnt damit, sie sinnlich zu begreifen. Der Mensch erlebt und begreift die Welt über seinen Körper, über seine Sinnesorgane und schafft durch Einbildungskraft seine Interpretation von Welt. Kunst wird im Frankfurter Kunstverein als Vermittler zwischen den verschiedensten Bereichen verstanden: ExpertInnenwissen und gesellschaftliche Anliegen, philosophische Diskurse und Lebensrealitäten, ästhetische Erlebnisse und Vermittlung <a href="https://www.fkv.de/neuerscheinung-uebersichtskatalog-perception-is-reality-der-frankfurter-kunstverein-2015-bis-2020/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Das Erkennen der Dinge beginnt damit, sie sinnlich zu begreifen. Der Mensch erlebt und begreift die Welt über seinen Körper, über seine Sinnesorgane und schafft durch Einbildungskraft seine Interpretation von Welt. Kunst wird im Frankfurter Kunstverein als Vermittler zwischen den verschiedensten Bereichen verstanden: ExpertInnenwissen und gesellschaftliche Anliegen, philosophische Diskurse und Lebensrealitäten, ästhetische Erlebnisse und Vermittlung von komplexen Zusammenhängen. Die künstlerische Auseinandersetzung mit den Themen unserer Zeit soll unseren Blick auf das, was Gesellschaft heute ist, und was unsere Zukunft sein kann, schärfen.<br />
</em>Franziska Nori, Direktorin Frankfurter Kunstverein</p>
<p>Wir freuen uns die Publikation <em>Perception is Reality</em> vorzulegen, ein Überblick über die Ausstellungsarbeit am Frankfurter Kunstverein von 2015 bis 2020. Unter der Leitung von Franziska Nori sind 19 Ausstellungen mit 77 KünstlerInnen realisiert worden, die sich mit der Transformation von Individuum und Gesellschaft durch digitale Techniken, mit der Verknüpfung zwischen Kunst und Wissenschaft, aber auch mit dem sich rasant wandelnden Verhältnis zwischen Mensch und Natur beschäftigen.</p>
<p>Welche Rolle spielt Kunst am Anfang des dritten Millenniums inmitten einer im Umbruch befindlichen Gesellschaft? Die Kunst der Gegenwart ist ein Bereich mit unscharfen Rändern, deren Stärke sich aus der Freiheit ergibt, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Sie kann in disziplinübergreifenden Formen des Denkens, wie ein Seismograph, Phänomene gesellschaftlicher Transformation aufspüren und sichtbar machen.</p>
<p>Kuratiert von Franziska Nori haben KünstlerInnen wie Melanie Bonajo, Thomas Feuerstein, Alicja Kwade, Trevor Paglen, Yves Netzhammer und zahlreiche junge aufstrebende Kunstschaffende, aber auch PhilosophInnen, ComputerwissenschaftlerInnen, BiochemikerInnen, digitale ForensikerInnen und zahlreiche weitere ExpertInnen aus verschiedenen Disziplinen im Frankfurter Kunstverein diese Grenzen neu ausgelotet.</p>
<p>Als eine der ältesten Institutionen und Bürgervereine Frankfurts steht der Frankfurter Kunstverein für zeitgenössische Kunst. Nori hat der Institution eine neue internationale Sichtbarkeit gegeben und zu wesentlichen gesellschaftlichen Debatten positioniert. Kunst wird hier nicht nur als intellektueller Prozess aufgefasst, sondern deren Rezeption auch über körperliche Präsenz und Wahrnehmbarkeit vermittelt. Immer wieder wurde der 50er-Jahre-Bau des Frankfurter Kunstvereins temporär umgebaut und verändert, sodass Inszenierungen und Gegenüberstellungen die Werke zu einer sinnlichen Erfahrung werden ließen. Dafür steht auch der Titel dieser Publikation <em>Perception is Reality</em>, der sich auf eine der erfolgreichsten Ausstellungen Noris bezieht, die sich explizit mit der Frage nach den grundlegenden Bedingungen von Wahrnehmung heute beschäftigt und damit, wie wir unsere Auffassung von Wirklichkeit daraus konstruieren bzw. durch welche Wahrnehmungen unser Gehirn (s)eine Idee von Wirklichkeit konstruiert.</p>
<p>Auf 512 Seiten werden die 19 realisierten Ausstellungen und Außenskulpturen mit Texten und großformatigen Bildern dokumentiert und in einen diskursiven Kontext gestellt. Zu jeder Ausstellung sind Pläne und Grundrisse einsehbar, eine KünstlerInnenliste mit Biografien stellt ein Panorama der Positionen dar, die zu den verhandelten Themen die ästhetischen und konzeptionellen Beiträge liefern.</p>
<p>Das Projekt wurde von Franziska Nori und ihrem Team im Frühjahr 2020 umgesetzt. So konnte während der coronabedingten Schließphase Kurzarbeit vermieden und für das gesamte Team inklusive der FreiberuflerInnen Weiterbeschäftigung garantiert werden.</p>
<p>Titel: <em>Perception is Reality – Der Frankfurter Kunstverein 2015 bis 2020<br />
</em>Herausgeberin: Franziska Nori<br />
Ort und Erscheinungsjahr: Frankfurt am Main, 2020<br />
Seitenzahl: 512<br />
Zahlreiche großformatige Abbildungen<br />
Sprachen: Deutsch und Englisch<br />
Hardcover im Schuber<br />
ISBN 978-3-00-066101-3<br />
Preis: 42 Euro</p>
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		<title>Trevor Paglen &#8211; The Octopus  2. Obergeschoss</title>
		<link>https://www.fkv.de/trevor-paglen-the-octopus-2-obergeschoss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2020 11:58:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Autonomy Cube]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Kunstverein]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Nori]]></category>
		<category><![CDATA[The Octopus]]></category>
		<category><![CDATA[Trevor Paglen]]></category>
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					<description><![CDATA[Trevor Paglen: The Octopus Trevor Paglen sucht in seiner Arbeit nach möglichen Metaphern für die allgegenwärtige Massenüberwachung und Datengewinnung sowie die damit zusammenhängenden Systeme von Macht. Im Zentrum seiner Projekte steht die vor den Blicken der Öffentlichkeit verborgene und als ‚Black World‘ bezeichnete Infrastruktur von Überwachungsaktivitäten der USA. Durch hochentwickelte technische Methoden und Modelle kollektiver <a href="https://www.fkv.de/trevor-paglen-the-octopus-2-obergeschoss/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Trevor Paglen: The Octopus</em></p>
<p>Trevor Paglen sucht in seiner Arbeit nach möglichen Metaphern für die allgegenwärtige Massenüberwachung und Datengewinnung sowie die damit zusammenhängenden Systeme von Macht. Im Zentrum seiner Projekte steht die vor den Blicken der Öffentlichkeit verborgene und als ‚Black World‘ bezeichnete Infrastruktur von Überwachungsaktivitäten der USA. Durch hochentwickelte technische Methoden und Modelle kollektiver Wissensgewinnung gelingt es Paglen, entlegene militärische Sperrgebiete, geheime Flugrouten von Spionagesatelliten und Drohnen oder Topographien ozeanischer Kabelnetzwerke zu fotografieren. Die Spuren der Auswirkungen staatlich angeordneter Kontrolle und militärischer Überwachung bleiben stets in seinen Bildern eingeschrieben. Ihre Produktion wird dahingehend zu einem politischen Projekt<br />
mit ästhetischen Konsequenzen. Paglens Arbeit geht eine breit angelegte Recherche in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Amateurastronomen, Programmierern und Menschenrechtlern voraus, deren Dokumentation er zum ersten Mal im Rahmen seiner umfassenden Werkschau zeigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>National Geospatial-Intelligence Agency, Springfield, Virginia;</em></p>
<p><em>National Security Agency, Ft. Meade, Maryland;</em></p>
<p><em>National Reconnaissance Office, Chantilly, Virginia (2013)</em></p>
<p>Das Triptychon von nächtlichen Luftaufnahmen zeigt Orte, von denen aus die Geheimdienste der amerikanischen Regierung agieren. Die Größe der Anlagen lassen den enormen Umfang der von ihnen gesteuerten Überwachung erahnen. Paglen wählt bei der Abbildung des Hauptsitzes der National Security Agency (NSA) in Fort Meade bewusst jene Perspektive eines Fotos aus den 1970er Jahren, welches die Behörde nach wie vor für ihre öffentliche Darstellung nutzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Untitled (Reaper Drone) (2013 und 2010)</em></p>
<p>Der Himmel als extraterritorialer Raum, erhält in der Fotografie Paglens eine veränderte Konnotation. Paglen zitiert das Repertoire der barocken Himmelsmalerei wie die von Giovanni Battista Tiepolo, der mit den Ansichten von Himmel und Wolken den symbolischer Raum der Geistigkeit und Transzendenz evoziert. Paglen behält den klassischen Bildaufbau bei, addiert aber ein wesentliches Element zur Bildkomposition: einen technologischen Flugkörper, der Teil der Überwachungsinfrastruktur nationaler Behörden ist. Denn heute kolonisieren Satelliten oder Drohnen den Himmel, wodurch dieser freie Raum zu einem politisierten geworden ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Everyday Landscape: Sportsflight Airways, Richmor Aviation, Dyncorp, Central Intelligence Agency (1996 – 2006)</em></p>
<p>Die Arbeit <em>Everyday Landscape</em> präsentiert Zusammenhänge und Netzwerke zwischen Fluggesellschaften, privaten Spionageunternehmen, Staatsbeamten und den ökonomischen Interessen verschiedener verdeckter staatlicher Aktivitäten, unter anderem dem CIA-Programm zur Überstellung von Terrorverdächtigen. Als Ergebnis jahrelanger investigativer Recherche, die anhand legal zugänglicher Unterlagen sowie paparazziartiger Fotodokumentation betrieben wurde, verweist die Arbeit auf einige der gewaltsamsten und geheimsten Programme der amerikanischen Regierung. Sie stellt die Frage nach den ästhetischen Eigenschaften visueller Beweisführung und gleichzeitig nach der Sehgewohnheit des Betrachters im Umgang mit einer Ästhetik der Gewalt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Seventeen Letters from the Deep State (2011)</em></p>
<p>Die ausgestellten Dokumente wurden während eines Gerichtsverfahrens zwischen zwei für die amerikanische Regierung arbeitende Transportunternehmen veröffentlicht. Bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass unter demselben Namen unterschiedliche Unterschriften gemacht wurden. Tatsächlich stehen die Transporte häufig in Verbindung mit den ‚Black Sites‘, von den USA betriebene geheime Gefängnisse. Sie sind durch die demokratisch strittige Praxis der ‚extraordinary rendition‘, der außerordentlichen Auslieferung, bekannt geworden: Dem Erfassen von Menschen ohne legale Genehmigung und ihr Verschleppen an Orte, an denen sie nicht mehr Gegenstand der amerikanischen Gerichtsbarkeit sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Drone vision (2010)</em></p>
<p>Überwachungstechnologien und Drohnen senden Daten über weite Distanzen und lange Zeiträume an auf US-Boden stationiertes Personal. Die Bilder werden oft unverschlüsselt übertragen, um Verzögerungen innerhalb des Systems zu verringern. Das Ausgangsmaterial für Paglens Videoarbeit wurde durch einen Hacker von einem für diese Zwecke genutzten Kanal abgefangen und ‚geleakt‘, also im Internet für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Reaper Drone (Indian Springs, NV Distance ~ 2 miles) (2010)</em></p>
<p><em>Large Hangars and Fuel Storage; Tonopah Test Range, NV; Distance approx. 18 miles; 10:44 am (2005)</em></p>
<p><em>The Fence (Lake Kickapoo, Texas) (2010)</em></p>
<p>Eine Reihe von Militäranlagen befinden sich in entlegenen Teilen der USA, abgeschirmt durch dutzende Meilen von Sperrgebiet. Sie sind so unzugänglich, dass es keinen Standpunkt gibt, von dem man sie mit bloßem Auge sehen könnte. Um Bilder dieser abgelegenen und versteckten Orte zu produzieren, sind unkonventionelle Seh- und Abbildungstechniken notwendig. Die immense Entfernung, die zwischen Kamera und Sujet liegt, sowie die Staubpartikel in der Atmosphäre und die thermische Lichtbrechung, die sich ergibt, lösen die Grenzen des Abbildbaren auf. Die Serie <em>Limit Telephotography</em> umfasst Fotografien von Landschaften, die mit Hilfe der Technik von Hochleistungs-teleskopen ähnlich solchen aus der Astrofotografie entstanden sind. Die Kontrolle von Sichtbarkeit durch die Aktivitäten des Militärs wird hier allegorisch durch den Moment des Sehens erkundet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Autonomy Cube (2014)</em></p>
<p>Der <em>Autonomy Cube</em> ist eine Skulptur, die von Trevor Paglen in Kooperation mit dem Internetaktivisten Jacob Appelbaum entwickelt wurde. Er enthält mehrere mit dem Internet verbundene mainboards (Hauptplatinen), die einen frei zugänglichen WiFi-Hotspot erzeugen. BesucherInnen können das Netzwerk nutzen und darüber im Internet surfen. Die Skulptur leitet alle Datenströme über ‚Tor‘, ein Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten, das aus einem globalen Netz von tausenden freiwillig betriebenen Servern getragen wird. Der <em>Autonomy Cube</em> wird selber zu einem Relais, also eine Weiterleitung im Rahmen des Netzwerks, die anderen Nutzern weltweit dabei hilft ihre Internetnutzung zu anonymisieren. Die Skulptur, der Kunstverein und die BesucherInnen werden somit Teil einer Privatsphären-orientierten und freiwillig betriebenen Infrastruktur des Internets.</p>
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		<title>Trevor Paglen &#8211; The Octopus  1. Obergeschoss</title>
		<link>https://www.fkv.de/trevor-paglen-the-octopus-1-obergeschoss/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Mar 2020 10:08:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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					<description><![CDATA[Trevor Paglen: The Octopus Trevor Paglen sucht in seiner Arbeit nach möglichen Metaphern für die allgegenwärtige Massenüberwachung und Datengewinnung sowie die damit zusammenhängenden Systeme von Macht. Im Zentrum seiner Projekte steht die vor den Blicken der Öffentlichkeit verborgene und als ‚Black World‘ bezeichnete Infrastruktur von Überwachungsaktivitäten der USA. Durch hochentwickelte technische Methoden und Modelle kollektiver <a href="https://www.fkv.de/trevor-paglen-the-octopus-1-obergeschoss/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Trevor Paglen: The Octopus</em></p>
<p>Trevor Paglen sucht in seiner Arbeit nach möglichen Metaphern für die allgegenwärtige Massenüberwachung und Datengewinnung sowie die damit zusammenhängenden Systeme von Macht. Im Zentrum seiner Projekte steht die vor den Blicken der Öffentlichkeit verborgene und als ‚Black World‘ bezeichnete Infrastruktur von Überwachungsaktivitäten der USA. Durch hochentwickelte technische Methoden und Modelle kollektiver Wissensgewinnung gelingt es Paglen, entlegene militärische Sperrgebiete, geheime Flugrouten von Spionagesatelliten und Drohnen oder Topographien ozeanischer Kabelnetzwerke zu fotografieren. Die Spuren der Auswirkungen staatlich angeordneter Kontrolle und militärischer Überwachung bleiben stets in seinen Bildern eingeschrieben. Ihre Produktion wird dahingehend zu einem politischen Projekt mit ästhetischen Konsequenzen. Paglens Arbeit geht eine breit angelegte Recherche in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Amateurastronomen, Programmierern und Menschenrechtlern voraus, deren Dokumentation er zum ersten Mal im Rahmen seiner umfassenden Werkschau zeigt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>They Watch the Moon (2010)</em></p>
<p>Die Fotografie <em>They Watch the Moon</em> ist unter Langzeitbelichtung bei Mondlicht in den Wäldern von West Virginia entstanden. Dort liegt eine Abhörstation, die von dem sogenannten ‚Moonbounce‘- Phänomen profitiert. Sie fängt Kommunikations- und Fernmesssignale von der ganzen Welt ab, die in das Weltall entweichen und vom Mond zurück zur Erde reflektiert werden. Dazu wurde eine ‚National Radio Quiet Zone‘ von 34.000 Quadratkilometern eingerichtet, innerhalb derer Radio-Übertragungen und Internetverbindungen fast vollständig verboten sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>USA 193 Near Alioth (Code Name Unknown) Next-Generation Reconnaissance Satellite Shot Down by Navy in February 2008 (2007)</em></p>
<p><em>KEYHOLE IMPROVED CRYSTAL from Glacier Point (Optical Reconnaissance Satellite; USA 186) (2008)</em></p>
<p><em>KEYHOLE 12-3 (IMPROVED CRYSTAL) Optical Reconnaissance Satellite Near Scorpio (USA 129) (2007)</em></p>
<p>Das Projekt <em>The Other Night Sky</em> macht mit Hilfe von Teleskopen und Großbildkameras geheime amerikanische Satelliten sichtbar. Zugrunde liegen Beobachtungsdaten, die von einem internationalen Netzwerk von Amateur-Beobachtern von Satelliten gesammelt werden, um die Position und den Zeitablauf von Umlaufbahnen am Himmel zu berechnen. Durch die Berufung auf eine spezialisierte und kritische Formation der Zivilgesellschaft, wird die Kraft einer kollektiven Recherche genutzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>NSA-Tapped Fiber Optic Cable Landing Site, Norden, Germany (2015)</em></p>
<p><em>NSA-Tapped Fiber Optic Cable Landing Site, Mastic Beach, New York, United States (2015)</em></p>
<p>Paglen beschäftigt sich mit der Materialität des Internets und der darüber massenhaft stattfindenden Datenüberwachung. Obwohl eine Metapher wie ‚cloud‘ suggeriert, dass das Internet eine ortlose und allgegenwärtige Entität ist, setzt es doch eine reale und materielle Infrastruktur voraus.</p>
<p>Die Fotografien von Küstenstreifen verweisen auf die Stellen, an denen Seekabel, welche den europäischen mit dem amerikanischen Kontinent verbinden, auf das Festland treffen und dort von der NSA zum Zweck der Überwachung angezapft werden. Seeschifffahrtskarten visualisieren die Lage der Glasfaserleitungen, um Schiffe vor einer Kollision zu bewahren. Die Arbeiten werden durch Dokumente der NSA aus dem Archiv von Edward Snowden, durch Firmendokumente und Fotografien der Orte erweitert.</p>
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			</item>
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		<title>Trevor Paglen</title>
		<link>https://www.fkv.de/trevor-paglen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jan 2018 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[A Man]]></category>
		<category><![CDATA[Adversarially Evolved Hallucination]]></category>
		<category><![CDATA[Artificial Intelligence]]></category>
		<category><![CDATA[Behold these Glorious Times!]]></category>
		<category><![CDATA[Corpus]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Kunstverein]]></category>
		<category><![CDATA[Franziska Nori]]></category>
		<category><![CDATA[I am here to learn]]></category>
		<category><![CDATA[Künstliche Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Mattis Kuhn]]></category>
		<category><![CDATA[Trevor Paglen]]></category>
		<category><![CDATA[Vampire]]></category>
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					<description><![CDATA[Adversarially Evolved Hallucination: A Man (Corpus: The Humans), 2017 Adversarially Evolved Hallucination: Porn (Corpus: The Humans), 2017 Adversarially Evolved Hallucination: Vampire (Corpus: Monsters of Capitalism), 2017 Thermosublimationsdrucke auf Metall jeweils 121,9 x 152,4 cm Courtesy of the artist and Metro Pictures, New York Behold these Glorious Times!, 2017 Video-Projektion, 10 min Courtesy of the artist <a href="https://www.fkv.de/trevor-paglen/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Adversarially Evolved Hallucination: A Man (Corpus: The Humans)</em>, 2017<br />
<em>Adversarially Evolved Hallucination: Porn (Corpus: The Humans)</em>, 2017<br />
<em>Adversarially Evolved Hallucination: Vampire (Corpus: Monsters of Capitalism)</em>, 2017<br />
Thermosublimationsdrucke auf Metall<br />
jeweils 121,9 x 152,4 cm<br />
Courtesy of the artist and Metro Pictures, New York</p>
<p><em>Behold these Glorious Times!</em>, 2017<br />
Video-Projektion, 10 min<br />
Courtesy of the artist and Metro Pictures, New York</p>
<p>Paglen untersucht die politische Dimension von Systemen Künstlicher Intelligenz. KI wird von Menschen mit unzähligen Daten trainiert, den sogenannten Training Sets. Anhand von klassifizierten Datenmassen lernt ein KI-System Ähnlichkeiten und Differenzen zu erkennen und so Muster herzustellen, um Objekte und Begriffe zuzuordnen. Die Daten für die Training Sets werden von Menschen zusammengestellt. Die getätigte Vorauswahl transportiert aber kulturell bedingte Prägungen. Diese beeinflussen implizit die Ausrichtung von Algorithmen und bestimmen deren operativen Fähigkeiten und Rechenergebnisse. Somit entsteht eine gesellschaftsrelevante Frage über die möglichen Verzerrungsfaktoren, die sogenannten bias, die der Technologie zugrunde liegen. Diese Faktoren verschwinden in der Anwendung und entziehen sich dem öffentlichen kritischen Urteil gänzlich.</p>
<p>Trevor Paglens gesamte künstlerische Arbeit ist geprägt von einem kritischen Ansatz, nicht durchschaubare Tatsachen von digitalen Technologien in die Sichtbarkeit zu bringen.</p>
<p>In der Ausstellung zeigte Paglen drei Werke aus der Serie <em>Adversarially Evolved Hallucination</em>. In Kooperation mit der Stanford University programmierte Paglen eine Software, für die er eigens Taxonomien entwickelte, also Methoden zur Bildung von Klassen unter Aspekten der Ähnlichkeitsbeziehung. Die Kategorien stammten aus den Bereichen Poesie und Literatur, Psychoanalyse und Wirtschaft. Paglen konzipierte zwei miteinander gekoppelte KI-Systeme. Dem einen lag ein bilderkennender und dem anderen ein bildgenerierender Algorithmus zugrunde. Bei der Eingabe eines Begriffs in das System generierte die gekoppelte Doppel-KI Bilder, die die Maschinen in den jeweiligen Begriffs-Clustern ’sehen‘ konnten, so zum Beispiel das Werk <em>Vampire</em> <em>(Corpus: Monster of Capitalism),</em> bei dem monströse Figuren entstanden, die für das menschliche Auge fast metaphorisch wirken.</p>
<p>Als zweite Position präsentierte Paglen die Videoinstallation <em>Behold these Glorious Times!</em>. Sie veranschaulichte, wie maschinelles Sehen in Deep Neural Networks (neuronalen Netzwerken) ausgebildet wird und wie Bilder wahrgenommen und gedeutet werden. Die Videoarbeit beleuchtete zum Beispiel Funktionen, die dem Training von Gesichtserkennung, die Erkennung von Objekten oder Bewegungsabläufen dienen. Emotionen, Gesten und Gesichtszüge wurden untersucht und untereinander in Bezug gesetzt. Dafür wurden Bildinhalte bis auf die Ebene einzelner Pixel zerlegt und daraus Merkmale extrahiert. Das neuronale Netz fügte die Einzelteile wieder zusammen und versuchte daraus Bedeutung zu erzeugen. Um der Arbeit eine akustische Ebene zu geben lud Paglen die Künstlerin für elektronische Musik Holly Herndon ein, den Soundtrack der Arbeit zu komponieren. Sie kombinierte Stimmproben aus zahlreichen digitalen Archiven, die dazu dienen, lernende Systeme darauf zu trainieren, menschliche Sprache zu erkennen.</p>
<p>Der in New York lebende Künstler <u>Trevor Paglen</u> (*1974) ist einer der wichtigsten Vertreter des Landschaftsbildes im Zeitalter von Big Data. Er studierte Geografie, Kunst und Religionswissenschaften und war in zahlreichen international renommierten Ausstellungen vertreten.</p>
<p>2015 zeigte der Frankfurter Kunstverein die Ausstellung &#8222;The Octopus&#8220;, für die Paglen mit dem <a href="https://www.deutscheboersephotographyfoundation.org/de/foerdern/photography-prize/2016.php">Deutsche Börse Photography Foundation Prize 2016</a> ausgezeichnet wurde.</p>
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