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	<title>Roots | Frankfurter Kunstverein</title>
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	<title>Roots | Frankfurter Kunstverein</title>
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		<title>Roots &#8211; Eko Nugroho</title>
		<link>https://www.fkv.de/roots-indonesian-contemporary-art-eko-nugroho/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2020 14:06:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
		<category><![CDATA[Eko Nugroho]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurter Kunstverein]]></category>
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					<description><![CDATA[Eko Nugroho, geboren 1977, lebt und arbeitet in Yogyakarta (ID) NICHT POLITIK, SONDERN SCHICKSAL (Non political, but destiny), 2015 ortsbezogene Wandmalerei Acylfarbe Courtesy the artist TRAVELLER, 2015 Fiberglas und Acryl Courtesy ARNDT Berlin UNTITLED, 2012-2013 Stickereien Courtesy ARNDT Berlin Eko Nugroho betrat die Kunstszene Yogyakartas kurz nach Beginn der Reformasi (1998-2001), der frühen Phase der <a href="https://www.fkv.de/roots-indonesian-contemporary-art-eko-nugroho/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eko Nugroho, geboren 1977, lebt und arbeitet in Yogyakarta (ID)</p>
<p><u>NICHT POLITIK, SONDERN SCHICKSAL (Non political, but destiny)</u>, 2015<br />
ortsbezogene Wandmalerei<br />
Acylfarbe<br />
Courtesy the artist</p>
<p><u>TRAVELLER</u>, 2015<u><br />
</u>Fiberglas und Acryl<u><br />
</u>Courtesy ARNDT Berlin</p>
<p><u>UNTITLED</u>, 2012-2013<br />
Stickereien<br />
Courtesy ARNDT Berlin</p>
<p>Eko Nugroho betrat die Kunstszene Yogyakartas kurz nach Beginn der Reformasi (1998-2001), der frühen Phase der Demokratisierung in Indonesien. Als ausgebildeter Maler, wurde er eine der Schlüsselfiguren der vielfältigen Street Art-Szene in der Stadt. Mit der wachsenden Meinungsfreiheit in Indonesien nach der Suharto-Ära, wurden die Straßen zu öffentlichen Galerien und Foren des Austauschs, durch die der Stadtraum wiederbelebt wurde. Nugrohos Wandmalereien im Frankfurter Kunstverein entstanden als ortsspezifische Werke. Der Künstler verbrachte zahlreiche Nächte, in denen er die raumgreifenden Gemälde direkt auf die Wände und Decken des Foyers, des imposanten Treppenhauses und des ersten Stocks auftrug. Die Motive entwickelte er als Reaktion auf seine Eindrücke von Frankfurt, den Begegnungen mit den Menschen auf den Straßen und die unmittelbare Umgebung der Institution. Als Ereignis kann die Arbeit nicht wiederholt werden und ist in diesem Sinne flüchtig.</p>
<p>Ein großer Teil der künstlerischen Praxis von Nugroho ist das Ergebnis seines langjährigen Interesses für das demokratische Potenzial von Reproduktionstechnologien, die Produktion und Verbreitung von Kunst, sowie ihre Zugänglichkeit als ein mögliches Instrument für Kommunikation. Er kombiniert die symbolische Sprache und Logik aus Comic-Heften mit einer typisch javanischen Strategie des satirischen und schwarzen Humors, um politische und soziale Situationen zu beleuchten. Seine konstruierte Welt ist bevölkert von persönlichen Symbolen einer Menschheit, die sich durch Einflüsse von Außen verändert und in hybride Wesen Halb-Mensch/Halb-Maschine mutiert.</p>
<p>Dies wird in „Traveller“ besonders deutlich. Der Reisende (tukang dholan) ist eine symbolische Figur, ein zielloser Wanderer, der mit seinen unzähligen Vogelschnäbeln seine Geschwätzigkeit zur Schau trägt. Die vielen Mäuler suggerieren unaufhörliches Geschnatter und gleichzeitig die Unfähigkeit zuzuhören, die Nugroho als Wesensmerkmal digitaler Kommunikationsgesellschaften beschreibt. „Traveller“ steht als künstlerische Befragung, wie Demokratie und eine demokratische Gesellschaft durch den politischen Diskurs nach der Reformasi-Arä definiert wurde.</p>
<p>Wie viele Künstler aus Yogyakarta integriert Nugroho traditionelles Handwerk aus Indonesien in seine zeitgenössische Kunstpraxis. Für die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein wurden fünf Stickereien aus der umfangreicheren Serie „Street Talk“ ausgewählt. Bilder, auf denen er während seiner vielen Reisen die Alltagspolitik und das Miteinander der Menschen aufgenommen hat, wurden in großformatige Stickereien übersetzt.</p>
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		<title>Roots &#8211; Joko Avianto</title>
		<link>https://www.fkv.de/roots-indonesian-contemporary-art-joko-avianto/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2020 13:37:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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		<category><![CDATA[Contemporary Indonesian Art]]></category>
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					<description><![CDATA[geboren 1976, lebt und arbeitet in Bali und Yogyakarta (ID) BIG TREES (POHON BESAR), 2015 Bambus, Beton Courtesy the artist Die Bambusskulptur „Big Trees (Pohon Besar)“ des Künstlers Joko Avianto war Teil der Ausstellung „Roots. Indonesian Contemporary Art“, die anlässlich des Ehrengastauftritts von Indonesien zur Frankfurter Buchmesse 2015 stattfand. An der denkmalgeschützten Fassade des Steinernen <a href="https://www.fkv.de/roots-indonesian-contemporary-art-joko-avianto/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>geboren 1976, lebt und arbeitet in Bali und Yogyakarta (ID)</p>
<p><u>BIG TREES (POHON BESAR)</u>, 2015<u><br />
</u>Bambus, Beton<u><br />
</u>Courtesy the artist</p>
<p>Die Bambusskulptur „Big Trees (Pohon Besar)“ des Künstlers Joko Avianto war Teil der Ausstellung „Roots. Indonesian Contemporary Art“, die anlässlich des Ehrengastauftritts von Indonesien zur Frankfurter Buchmesse 2015 stattfand.</p>
<p>An der denkmalgeschützten Fassade des Steinernen Hauses behauptete sich über einen Zeitraum von einem Jahr die raumgreifende Skulptur „Big Trees (Pohon Besar)“. Sie stand in direktem Kontrast zum gewachsenen und sich damals im Umbruch befindlichen Frankfurter Stadtkern, in direkter Nähe der damaligen Großbaustelle des DomRömer Quartiers. Das von Hand geformte Bambusbauwerk setzte mit seiner natürlichen Materialität und seiner organischen Struktur neue Akzente und verschob die gewohnten Hierarchien im architektonischen Stadtbild. Die Bambusskulptur von Joko Avianto war schon von weitem als Gegenüber zu den überwiegend aus rotbraunem Sandstein oder Sichtfachwerk errichteten Häusern am Frankfurter Römerberg zu erkennen. Sie wurde für den Ort entwickelt und nahm direkten Bezug auf die Fassade des Steinernen Hauses &#8211; seit 1962 Ausstellungsgebäude des Frankfurter Kunstvereins. Zwischen Dom und Rathaus Römer, wo in unmittelbarer Nachbarschaft zum Kunstverein das neue DomRömer Quartier entstand, schlug das Kunstwerk den direkten Bogen zu dieser modernen Baustelle. Das neue Areal veränderte die städtebauliche Hierarchie des Frankfurter Kunstvereins. Das mittelalterliche Steinerne Haus mit seinem Anbau aus den 50iger Jahren steht heute in unmittelbarer Nachbarschaft zu den neu errichteten Häusern, so dass die Bambusinstallation mit dem urbanen Umfeld in Dialog trat. Die Bambusskulptur entwickelte eine hohe Signifikanz vor dem Steinernen Haus. Die auskragende Skulptur machte schon vom Römer aus auf sich aufmerksam und wurde über das Jahr seiner Verweildauer zum Anziehungspunkt für die BürgerInnen. Als Träger indonesischer Kultur erzählte der Bambus und seine skulpturales Formgebilde von einer fremdländischen Geschichte und traditionellen Bauweise. Die Bambusgerüste der afrikanischen und asiatischen Baustellen, zu denen die Skulptur Bezüge herstellt, verwoben den temporären Vorbau mit den Gerüststrukturen der wachsenden Neuen Altstadt.</p>
<p>Die Bambusskulptur war sieben Meter hoch und nahm mit einer Länge von 17 Metern die komplette Fassade des Steinernen Hauses ein. Sie bestand aus 1525 ineinander gewobenen Bambusstangen, die von Plantagen aus der Region West Java stammten und die der Künstler als Teil seines Ateliers bewirtschaftet. Bambus ist ein schnell nachwachsender Rohstoff, der im traditionellen indonesischen Handwerk Verwendung findet. Für die Konstruktion seiner groß dimensionierten Skulpturen orientiert sich Avianto an überlieferten sundanesischen Webtechniken und interpretiert diese neu. Er setzt dabei den Bambus zum ersten Mal als Werkstoff für die Realisierung von Kunst ein. In seiner innovativen Methode bricht Avianto die langen festen Fasern der Stäbe zwischen jedem Blattansatz, wodurch die Bambusstangen flexibel werden, während ihre Stabilität gewahrt bleibt. Dadurch lässt sich der Bambus bearbeiten, biegen und in weiche kurvenförmige Linien weben. So konnten der Künstler und sein Team den Stangen weiche, kurvenförmige Linien verleihen und sie miteinander verweben. Mit seiner Arbeit „Big Trees“ macht Avianto auf Auswirkungen der rasant expandierenden Urbanisierung und baulicher Neuentwicklungen sowie auf die Erfahrungen von Verdrängung und Marginalisierung traditioneller Lebensformen im heutigen Indonesien aufmerksam. Die sich wandelnden sozio-ökonomischen und kulturellen Werte des Bambusanbaus sind ein grundliegendes Anliegen von Avianto. Dies beinhaltet den Verlust von Bambuswäldern in West Java, die zu Dorfgemeinschaften gehören und von diesen gepflegt werden, infolge einer neuen Welle von Industrialisierung auf globaler Ebene sowie der offensiven Monokultur der Palmölindustrie.</p>
<p>Durch diese ortspezifische Arbeit reflektiert Avianto den Wandel von Natur und den mit Raum verbundenen Wertvorstellungen, die in diesem Fall dem Wiederaufbau der Frankfurter Altstadt als Zentrum der Kultur und des Tourismus zugrunde liegen. Avianto reagiert in diesem Sinne auf den Verlust von Bäumen in der sich wandelnden Umgebung des Frankfurter Kunstvereins. Traditionell dienten sowohl in Indonesien als auch in Deutschland alte Bäume als wichtige soziale Treffpunkte im öffentlichen Raum. Diese Orte der Gemeinschaft sind schon lange der voranschreitenden Urbanisierung und den Auswirkungen von Umweltverschmutzung geopfert worden.</p>
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		<title>Roots &#8211; Jompet Kuswidananto</title>
		<link>https://www.fkv.de/roots-indonesian-contemporary-art-jompet-kuswidananto/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2020 12:50:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Unkategorisiert]]></category>
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		<category><![CDATA[Indonesian Contemporary Art]]></category>
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		<category><![CDATA[Power Unit]]></category>
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					<description><![CDATA[geboren 1976, lebt und arbeitet in Bali und Yogyakarta (ID) POWER UNIT, 2015 Stoff, Mechanik, Holzstäbe, Lichter, Schuhe, Harz Courtesy the artist Jompet Kuswidananto interessiert sich für die kinetischen Umwandlungen von Klang und Ton und deren Übersetzung in visuell erfahrbare Formen. In den 1990er Jahren begann er Soundarbeiten, Performances und große Klang-Installationen zu realisieren. Seit <a href="https://www.fkv.de/roots-indonesian-contemporary-art-jompet-kuswidananto/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>geboren 1976, lebt und arbeitet in Bali und Yogyakarta (ID)</p>
<p><u>POWER UNIT</u>, 2015<u><br />
</u>Stoff, Mechanik, Holzstäbe, Lichter, Schuhe, Harz<em><br />
</em>Courtesy the artist</p>
<p>Jompet Kuswidananto interessiert sich für die kinetischen Umwandlungen von Klang und Ton und deren Übersetzung in visuell erfahrbare Formen. In den 1990er Jahren begann er Soundarbeiten, Performances und große Klang-Installationen zu realisieren. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts arbeitet er verstärkt themenorientiert. Der Fokus einer Reihe seiner Arbeiten mit den Titeln „Java Amplified“, „Java-Maschine“ und „War of Java: Do You Remember“ lag beispielsweise auf der Präsentation von Symbolen und Formen, die charakteristisch für die Armee des javanischen Königreichs sind. Jompet zählt seit den späten 1990er Jahren zur Szene experimenteller Musik, zeitgenössischer Kunst und Theater in Indonesien. Zu dieser Zeit erlebte Indonesien einen bemerkenswerten Anstieg von unabhängigen Kunsträumen, Kollektiven und Initiativen, von denen sich viele mit den neuen Medien beschäftigten.</p>
<p>Im Kontext der Ausstellung im Frankfurter Kunstverein zeigte Kuswidananto die Arbeit „Power Unit“. Bei der Rauminstallation handelte es sich um eine kinetische und theatralische Präsentation, die die BesucherInnen animierte mit Hilfe von Bewegungssensoren mit ihr zu interagieren. Der Künstler ordnete Schuhe, Kopftücher, Radiokomponenten, Motorrad-Teile und Handschuhe zu skulpturalen Figuren an, die frei im Raum schwebten. Alle Objekte waren mit elektrischen Kabeln verbunden und von kleinen Motoren gesteuert. Sie vollzogen synchrone Bewegungen, so dass die Rauminstallation Klang und Bewegung erzeugte. Die Kleidungsstücke wurden von Jompet als leere Volumen geformt, als bloße Hüllen ohne menschliche Körper, ähnlich verlassener Kokons.</p>
<p>„Power Unit“ stellte eine Form der öffentlichen Demonstration oder politischen Kundgebung nach, die von den mechanischen Figuren belebt wurde. Die Arbeit reflektierte die weitreichenden Veränderungen im öffentlichen politischen und sozialen Diskurs seit dem Fall des autoritären Regimes der ‚New Order’ (1967-1998) im heutigen Indonesien. Der Wandel zu einer Demokratie verlief nicht ohne Probleme und Spannungen. Während es für die damalige politische Elite einfacher schien, die Massen unter dem autoritären Regime der ‚New Order’ zu führen, stand der historische Umbruch hin zur zivilen Freiheit vor großen Herausforderungen.</p>
<p>In dieser Phase der gesellschaftlichen und politischen Veränderung blieb es höchst umstritten, was das Konzept und die Definition einer Demokratie oder demokratischen Gesellschaft sein könne. Viele unterdrückte und nicht gehörte Stimmen gewannen ihren Einfluss zurück und machten ihre Ansprüche in der Mitgestaltung des Landes geltend. Jompet Kuswidananto verhandelte in seinen Werken immer aufs neue, wie traditionelle Muster der Gruppenzugehörigkeit, der Stellenwert von individuellem Denken und politisches Verhalten die Gesellschaft in Indonesien beeinflusst und verändert haben.</p>
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		<title>Roots &#8211; Tromarama</title>
		<link>https://www.fkv.de/roots-indonesian-contemporary-art-tromarama/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[FKV]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Apr 2020 12:45:47 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Febie Babyrose]]></category>
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					<description><![CDATA[BREAK A LEG, 2015 Videoanimation, Handtücher, Drahtseil Courtesy the artist Das Künstlerkollektiv Tromarama (Febie Babyrose, Herbert Hans, Ruddy Hatumena) präsentierte die Arbeit „Break A Leg“. 230 bestickte Tücher wurden auf zahlreichen Seilen durch den Raum gespannt, in Anmutung alltäglicher Szenen. Projektionen eines Stop-Motion Animationsfilmes in Endlosschleife zeigten einzelne Motive der Stickereien, die auf den Tüchern <a href="https://www.fkv.de/roots-indonesian-contemporary-art-tromarama/" class="more-link">...</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><u>BREAK A LEG</u>, 2015<u><br />
</u>Videoanimation, Handtücher, Drahtseil<u><br />
</u>Courtesy the artist</p>
<p>Das Künstlerkollektiv Tromarama (Febie Babyrose, Herbert Hans, Ruddy Hatumena) präsentierte die Arbeit „Break A Leg“. 230 bestickte Tücher wurden auf zahlreichen Seilen durch den Raum gespannt, in Anmutung alltäglicher Szenen. Projektionen eines Stop-Motion Animationsfilmes in Endlosschleife zeigten einzelne Motive der Stickereien, die auf den Tüchern eingenäht waren. Jedes Tuch wurde von indonesischen Handarbeiterinnen mit goldenem Faden bestickt. Sie zeigen einen Mann in westlicher Bürokleidung im Akt des Laufens. Jedes einzelne Tuch stellte einen Moment der Bewegung im Ablauf dar, der von den KünstlerInnen zu einer digitalen Animation zusammengefügt wurde. Diese wurde auf einem zentralen Tuch im Ausstellungsraum projiziert. Somit entstand eine endlos Sequenz, in der sich der Mann scheinbar in einem andauernden Prozess des Treppensteigens befand, bei dem er nie an ein Ziel ankommen würde.</p>
<p>„Good Morning“, der rote Schriftzug auf den Enden der Tücher, verwies auf den Namen der in Indonesien beliebten Handtuchmarke. Die Rauminstallation spielte auf den gesellschaftlichen Wandel in Indonesien an, der sich mit den Auswirkungen der Globalisierung und den Anforderungen an gesteigerte Produktivität und einer rasanten Beschleunigung des Lebens radikal veränderte. Im Kontext der Arbeit bekamen die Worte „Guten Morgen“ eine doppelte Bedeutung zugewiesen. Während auf der einen Seite mit der Begrüßung eines neuen Tages Hoffnung und Optimismus zum Ausdruck kommen, liegt der Installation eine eher pessimistische Stimmung inne. Der ewig aufsteigende Geschäftsmann, der nie sein Ziel erreicht, erinnert an die Figur des Sisyphos. Die Beschleunigung der Bewegung durch die digitale Animation steht in direktem Gegensatz zur Langsamkeit der manuellen Produktion jeder einzelnen der 230 Stickereien. Die ursprünglich auf Handwerk basierte Ökonomie des Landes erfuhr im 20. Jahrhundert eine immer rasantere Beschleunigung durch die Anbindung an den globalen Weltmarkt. Dienstleistung und Technologie haben die bevölkerungsreichste Gesellschaft des Planeten auf eine innere Zerreisprobe gestellt, einem Phänomen, dem sich die KünstlerInnen der heutigen Generation immer wieder kritisch stellen.</p>
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