Stella Polaris Ulloriarsuaq

Film, 2016
Regie: Yatri N. Niehaus
Produzent:innen: Yatri Niehaus, Laali Lyberth, Nomi Baumgartl, Sven Nieder
87 Min.

Stella Polaris Ulloriarsuaq von Yatri N. Niehaus ist eine kontemplative Reise in die Seele Grönlands. Über mehrere Jahre begleitet der Film ein außergewöhnliches Kunstprojekt, bei dem gewaltige Eisberge und Gletscher nachts mit Lichtinstallationen in Szene gesetzt werden. Sie werden zum Ausgangspunkt einer Reflexion über die Beziehung zwischen Mensch, Natur und Vergänglichkeit.

Niehaus verbindet beeindruckende Landschaftsaufnahmen mit den Stimmen von Bewohnerinnen und Bewohnern Grönlands, die von ihrem Leben, ihren Traditionen und den Veränderungen berichten, die der Klimawandel mit sich bringt. Das Eis erscheint dabei nicht nur als Naturphänomen, sondern als kultureller und spiritueller Bezugspunkt. Während die leuchtenden Eisformationen eine fast magische Schönheit entfalten, schwingt stets das Bewusstsein mit, dass genau diese Welt bedroht ist und möglicherweise verschwindet.

Hinter Stella Polaris Ulloriarsuaq steht ein interdisziplinäres Team aus Filmschaffenden, Fotografen, Künstlern und grönländischen Kulturvermittlern. Regisseur Yatri N. Niehaus begleitete das Projekt über mehrere Jahre und entwickelte daraus einen dokumentarischen Film, der Kunst, Natur und gesellschaftliche Themen miteinander verbindet. Den Ursprung des Projekts bildete die Idee der Fotografin Nomi Baumgartl und des Fotografen Sven Nieder, die arktische Eislandschaft durch Lichtinstallationen künstlerisch sichtbar zu machen und auf ihre Gefährdung aufmerksam zu machen. Eine wichtige Rolle spielte zudem Laali Lyberth, die die Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort koordinierte und den kulturellen Austausch unterstützte. Ergänzt wurde das Team durch Musiker, Sounddesigner und weitere Kreative, die zur besonderen Atmosphäre des Films beitrugen. Das Ergebnis ist eine Produktion, die nicht nur dokumentiert, sondern verschiedene künstlerische Perspektiven vereint und dadurch einen sehr persönlichen Blick auf Grönland und den Wandel seiner Umwelt ermöglicht.