Das Anwesende des Abwesenden – Materie und Spuren / Abdrücke des Lebens in der Zeit

12.10.2024 — 02.03.2025

Eröffnung am 11. Oktober 2024, um 18:30 Uhr

Die Ausstellung entsteht als Kooperation mit:

Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und

Institut für Theoretische Physik (ITP) der Goethe-Universität Frankfurt

Mit der Schirmherrschaft des Italienischen Generalkonsulats in Frankfurt

Mit Heidi Bucher, Lawrence Malstaf, Marshmallow Laser Feast, Petra Noordkamp, Claudio Parmiggiani, Toni R. Toivonen und mit Exponaten aus der Archäologischen Stätte von Pompeji, dem Prähistorischen Museum Florenz, dem Naturhistorischen Museum Wien, dem LWL-Museum für Naturkunde Münster und dem Institut für Theoretische Physik der Goethe-Universität Frankfurt

Kuratiert von: Franziska Nori, mit wissenschaftlicher Unterstützung von Anita Lavorano und Laura Perrone

 

Die Ausstellung Das Anwesende des Abwesenden wird den gesamten Ausstellungsbereich des Frankfurter Kunstvereins von 1.000 m2 bespielen. Thematisch kreist die Schau um die zeitlose Auseinandersetzung des Menschen mit der Idee der Vergänglichkeit und deren Formen der Repräsentation in der Kunst. Der Titel spielt auf die Materie als Präsenz an, in der sich Spuren des Lebenden einschreiben. Die vitale Energie ist kraftvoll jedoch flüchtig. Und sie hinterlässt ein Zeichen, eine Spur, die, in Materie gebannt, die Zeit überdauern kann.

Die Ausstellung wird Exponate räumlich gegenüberstellen, die sowohl aus künstlerischer als auch aus wissenschaftlicher Perspektive die abstrakte Idee einer „Anwesenheit des Abwesenden“ in einen erweiterten Denkraum stellt. Die kuratorische Erzählung wird sich bis zum astrophysikalischen Phänomen des Schwarzen Lochs vorwagen. Das Denken über Ausdehnung und Zeit und der Unendlichkeit des Alls liegen ausserhalb unseres menschlichen Vorstellungsvermögens und gleichzeitig öffnet es die Frage nach wer wir sind. Schwebend irgendwo zwischen Unermesslichkeit und Ewigkeit liegt unser Planet. Und für einen winzigen Moment öffnet das eigene Leben ein Fenster.

Das Ich erlebt das Wunder der Realität durch die Sinne unseres Körpers. Diese bestehen aus den Elementen geborstener Sterne im All: der Stickstoff in unserem DNA, das Kalzium in unseren Knochen, das Eisen in unserem Blut oder der Kohlenstoff in unseren Zellen. In flüchtigen Augenblicken verbinden wir uns mit der Ewigkeit und geben Spuren des Seine eine materielle Form. Kunst ist da ein Weg.